Review: Black Snake Moan (Film)

Heute mal ein altes Schätzchen aus meiner Sammlung: Den Film besitze ich schon eine gefühlte Ewigkeit, aber leider war mein DVD-Player nie willens und fähig ihn abzuspielen. Aber gestern kam mir der Gedanke, dass ich ja etwas Zeit habe und der Blu-ray-Player eventuell weniger zickig mit der Disc umspringen würde. Ich behielt Recht und kam so endlich in den Genuss dieses wunderbaren Filmes.

Black Snake Moan

Black Snake Moan, USA 2006,116 Min.

Black Snake Moan
Quelle: IMPawards.com

Regisseur:
Craig Brewer
Autor:
Craig Brewer

Main-Cast:
Samuel L. Jackson (Lazarus)
Christina Ricci (Rae)
Justin Timberlake (Ronnie)


Genre:
Drama


Trailer:

 

Inhalt:

Im schwülen Süden der USA, in der Nähe von Tennessee, lebt Rae mit ihrem Freund Ronnie. Doch dieser tritt seinen Militärdienst an und lässt seine psychisch labile und nymphomane Freundin allein zurück. Aus Verzweiflung ob des vermeintlichen Verlustes beginnt diese sich hemmungslos zu betrinken, wahllos Pillen einzuwerfen und es mit jedem zu treiben, der Interesse signalisiert.

Gleichzeitig wird der Farmer und frühere Blues-Gitarrist Lazarus von seiner Frau verlassen und fühlt sich von Gott und der Welt betrogen. Eines Morgens findet er Rae bewusstlos und zerschunden in der Nähe seines Hauses und nimmt sie bei sich auf. Zwischen den beiden ungleichen Gestalten entspinnt sich eine Geschichte um Erlösung, Glaube, Freiheit und die Liebe.

Rezension:

Eines gleich vorweg: Der Film begeht Gott sei Dank nicht den Fehler, zwischen den beiden Hauptdarstellern eine Romanze anzuzetteln, auch wenn die Figur Rae es anfangs schwer darauf anlegt. So bewahrt er sich trotz seiner teilweise überzeichneten Charaktere die nötige Glaubwürdigkeit. Generell ist die Geschichte zutiefst ergreifend und emotional; man fühlt regelrecht mit den Figuren mit, auch wenn sich sicher nur die wenigsten in ihnen wiederfinden würden.

Anders als es vielleicht der Trailer vermittelt, ist der von Jackson dargestellte Lazarus tatsächlich ein guter, gottesfürchtiger Kerl, der sich aufopferungsvoll um Rae aka Ricci kümmert. Das Spiel der beiden und ihre Chemie haben mich wirklich tief beeindruckt. Nur Timberlake als Raes Freund Ronnie bleibt leider hinter den Erwartungen zurück, auch wenn er sich redlich bemüht, seiner Figur Facetten zu geben. Jedoch kommt er gegen die beiden Ausnahmedarsteller in keiner Weise an, sicher auch deshalb, weil auf ihnen der klare Fokus des Films liegt und vieles in den Hintergrund treten lässt.

Wunderbar eingefangen ist hingegen auch die schwüle, heiße Südstaatenatmosphäre, die neben den Bildern noch zusätzlich untermalt wird von einigen eindringlichen Blues-Songs. Mit eine der Stärken ist natürlich auch der titelgebende Song „Black Snake Moan“, der von Samuel L. Jackson zum Besten gegeben wird.

In meinen Augen ist der Film eine fast perfekte Verquickung von eindringlichen Bildern und Musikstücken, einer hoffnungsvollen, aber auch tieftraurigen Geschichte und zwei Hauptdarstellern, denen in ihrer Ausdruckskraft so schnell keiner das Wasser reichen wird.

Umso trauriger ist das falsche Bild, was beispielsweise der Trailer vermittelt und das ihn sicherlich einige Zuschauer gekostet hat. Aber eines ist Black Snake Moan definitiv – und ich lade jeden ein, sich selbst zu überzeugen: ein eindringlicher, ein ungewöhnlicher, ein wunderbarer Film.

Fazit & Wertung:

Black Snake Moan schlägt ruhige Töne an und dies macht ihn umso besser. Betrachtet ihn als ein modernes, schmutziges, wunderschönes Südstaatenmärchen über zwei ungleiche Gestalten, denen es gelingt, sich gegenseitig Hoffnung zu geben.

9 von 10 Blues-Songs

Black Snake Moan

  • Blues-Songs - 9/10
    9/10

Fazit & Wertung:

Black Snake Moan schlägt ruhige Töne an und dies macht ihn umso besser. Betrachtet ihn als ein modernes, schmutziges, wunderschönes Südstaatenmärchen über zwei ungleiche Gestalten, denen es gelingt, sich gegenseitig Hoffnung zu geben.

9.0/10
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