Review: Black Swan (Film)

Black Swan

Black Swan, USA 2010, 108 Min.

Black Swan | © Twentieth Century Fox
© Twentieth Century Fox

Regisseur:
Darren Aronofsky
Autoren:
Mark Heyman
Andres Heinz
John J. McLaughlin

Main-Cast:
Natalie Portman (Nina Sayer)
Mila Kunis (Lilly)
Vincent Cassel (Thomas Leroy)
Barbara Hershey (Erica Sayers)
Winona Ryder (Beth MacIntyre)


Genre:
Drama | Mystery | Horror


Inhalt:

Nina, Primaballerina am New Yorker Ballett, hofft auf die Hauptrolle, des weißen und schwarzen Schwans in der neuen Schwanensee-Inszenierung des Direktors Thomas Leroy. Unverhofft bekommt sie die Rolle und alles könnte so schön sein. Wäre da nicht „die Neue“, Lilly, die ihr die Rolle neidet, Ninas kontrollsüchtige Mutter Erica und vor allem Ninas beginnende Paranoia und psychotische Erscheinungen, die im Laufe der Zeit an Intensität und Grauen zunehmen. Und die Premiere rückt immer näher.

Rezension:

Aronofsky hat mit Black Swan ein opulentes Drama, gespickt mit Horror-Elementen entwickelt, was auf ganzer Linie zu überzeugen weiß. Ninas Welt wirkt so trostlos und bedrohlich, dass man als Zuschauer ihr schon Respekt zollt, dass sie morgens noch bereit ist, das Haus zu verlassen. An immer mehr Orten meint sie, sich selbst zu erblicken, entdeckt echte und imaginäre Wunden an ihrem Körper, beginnt zu halluzinieren und sieht überall Gefahr und Verrat.

Die Mischung aus realen Problemen und Begebenheiten und dem gegenüber Ninas imaginierte Erlebnisse halten sich gekonnt die Waage und wissen auch im weiteren Verlauf des Films zu überraschen. Dabei sind die Schockelemente nie Mittel zum Selbstzweck, sondern stets in der Geschichte und der Entwicklung der Figur begründet. Subtilität sucht man hier vergebens, doch das ist auch nicht nötig, denn auch wenn schnell klar wird, worauf Ninas Veränderungen hinauslaufen und was es mit ihren scheinbaren Doppelgängern auf sich hat, macht dies die Geschichte in keiner Weise weniger interessant, sondern lässt einen noch mehr der weiteren Entwicklung entgegenfiebern.

Wie aus der relativ kurzen Inhaltsangabe bereits ersichtlich, fällt es schwer, über den Film zu berichten, ohne ihm durch zu viel Gerede etwas von seiner Faszination zu nehmen. Deshalb sei nur gesagt, dass man in Black Swan, je nachdem auf welchen Bereich man sein Hauptaugenmerk lenkt, die Geschichte einer Primaballerina auf der Suche nach Perfektion, die Geschichte einer gescheiterten Mutter, die ihre damaligen Fehler durch die Tochter wiedergutmachen möchte und dabei durch diktatorische Verhaltensweisen gnadenlos versagen wird, des Weiteren die Geschichte einer Geisteskrankheit par excellence.

Außerdem werden uns eine Vielzahl großartig choreographierte Tanzszenen geboten, welche durch viele, ausgiebige Kameraschwenks einiges an Dynamik zu transportieren wissen. Allein das Finale begeistert sondergleichen und gleichzeitig wäre es ohne das Vorangegangene nichts wert.

In allen Bereichen brilliert Natalie Portman außerordentlich und besticht mit einer mitreißenden Darstellung der innerlich zerrissenen Nina auf ihrem Weg in den Abgrund.

Fazit & Wertung:

Der Film kommt mitreißend und opulent daher und bietet neben den durchweg herausragend agierenden Schauspielern und den wohlgesetzten „Schockern“ eine geniale Verknüpfung der verschiedenen Genres – und das auf der Basis eines Ballettfilms! Das zusammen mit der brachialen, kompromisslosen Bildsprache von Aronofsky machen Black Swan zu einem unvergleichlichen und unvergesslichen Filmerlebnis. Deshalb kann ich den Film in all seinem Facettenreichtum nur jedem ans Herz legen und aufs Äußerste empfehlen!

10 von 10 blutigen Zehen

Black Swan

  • Blutige Zehen - 10/10
    10/10

Fazit & Wertung:

Der Film kommt mitreißend und opulent daher und bietet neben den durchweg herausragend agierenden Schauspielern und den wohlgesetzten „Schockern“ eine geniale Verknüpfung der verschiedenen Genres - und das auf der Basis eines Ballettfilms! Das zusammen mit der brachialen, kompromisslosen Bildsprache von Aronofsky machen Black Swan zu einem unvergleichlichen und unvergesslichen Filmerlebnis. Deshalb kann ich den Film in all seinem Facettenreichtum nur jedem ans Herz legen und aufs Äußerste empfehlen!

10.0/10
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