Review: Der Fluch der zwei Schwestern (Film)

Keine Sorge, heute speise ich euch nicht nur mit einer neuen Meldung der Kategorie „Vorfreude“ ab, nein, ich liefere auch endlich mal wieder eine handfeste Rezension, um sozusagen zum Kerngeschäft meines Blogs zurückzukehren, was ich in den letzten anderthalb Wochen aufgrund von Stress und fiesem Wetter sträflich vernachlässigt habe.

Doch ich gelobe Besserung und verspreche ein weiteres Mal, dass noch einige Perlen ihrer Besprechung harren – und für Nachschub ist ja auch fast täglich gesorgt. Wollen wir also gemeinsam hoffen, dass ich zu meinem regelmäßigeren Veröffentlichungsturnus zurückfinde.

Doch genug der schwülstigen Worte, ich bin jetzt still und lass euch lesen.

Der Fluch der zwei Schwestern

The Uninvited, USA/CA/DE 2009, 87 Min.

Der fluch der zwei Schwestern
Quelle: IMPawards.com

Regisseure:
Charles Guard
Thomas Guard
Autoren:
Craig Rosenberg
Doug Miro
Carlo Bernard

Main-Cast:
Emily Browning (Anna)
Arielle Kebbel (Alex)
David Strathairn (Steven)
Elizabeth Banks (Rachel)

Genre:
Drama | Mystery | Horror | Mindfuck

Trailer:

 

Inhalt:

Der Fluch der zwei Schwestern beginnt mit einer Rückblende, einer Traumnacherzählung der Hauptprotagonistin Anna, die sie ihrem Therapeuten schildert. Denn Anna ihre schwerkranke Mutter bei einem Brand verloren und befindet sich seither in einer Nervenheilanstalt, um die traumatischen Erlebnisse zu verarbeiten, an die sie sich bis dato immer noch nicht bewusst erinnern kann. Nichtsdestotrotz ist ihr Therapeut der Meinung, sie guten Gewissens entlassen zu können und so kehrt Anna nach fast zehnmonatiger Abwesenheit zu ihrem Vater zurück, der mittlerweile mit der früheren Pflegerin ihrer Mutter, Rachel, liiert ist.

Trost und Halt findet Anna bei ihrer älteren Schwester Alex – und den hat sie auch bitter nötig, wird sie doch alsbald immer häufiger von bizarren und furchtbaren Erscheinungen ihrer verstorbenen Mutter heimgesucht, auch wenn ihr schnell klar wird, dass diese sie nur warnen möchte, so dass ein schrecklicher Verdacht in ihr keimt.

Rezension:

Der Fluch der zwei Schwestern basiert auf dem asiatischen Horrorfilm A Tale of two Sisters von Ji-woon Kim. Da ich wieder einmal kein Kenner des Originals bin, werde ich mal wieder etwas komplett unpopuläres tun und den Film als eigenständiges Werk besprechen und bewerten, ohne damit natürlich ausdrücken zu wollen, dass es dem Original nicht Respekt zu zollen gilt für die adaptierte Idee. Aber was soll ich Vergleiche anstellen, die sich auf Hörensagen und anderer Leute Rezensionen beziehen. Der Ausgangspunkt ist also klar: Ich ging relativ unbedarft und ohne Vorkenntnisse an diesen Film, der in seiner Funktion als Remake in bester Tradition von Filmen wie The Ring oder The Grudge zu stehen schien.

Was mir zuallererst einmal auffiel bei Sichtung des Films war, dass es sich meiner Meinung nach kaum um einen Horrorfilm zu handeln schien, sondern vielmehr um ein düsteres, bedrückendes, mit übernatürlichen Elementen angereichertes (Familien-)Drama. Denn für einen Horrorfilm waren die Schocksequenzen eindeutig zu spärlich gesät und teils auch zu vorhersehbar. Erschwerend hinzu kommt die Tatsache, dass relativ schnell im Verlauf der Geschichte klar wird, um was/wen es sich bei diesen nächtlichen Erscheinungen handelt und was diese zu bezwecken versuchen. Man hat auch nicht unbedingt das Gefühl es bestehe Gefahr für unsere Heldin Anna, dargestellt von Emily Browning (Sucker Punch), so dass den Szenen schnell ihr „gruseliges Element“ abhandenkommt. Als Geschichte einer Familie, die in der Vergangenheit viel Schmerz zu erdulden hatte, in der Fehler gemacht worden sind und geliebte Menschen zu Schaden kamen funktioniert Der Fluch der zwei Schwestern erstaunlich gut.

Die eigentliche Story kommt hierbei erstaunlich geradlinig daher, um so den Twist am Ende des Films als wunderbaren Mindfuck funktionieren zu lassen, der vieles Gesehene in ein neues Licht zu rücken vermag. Das Werk von Charles und Thomas Guard mag sicherlich keine Originalitätspreise gewinnen, zumal wir uns an dieser Stelle in Erinnerung rufen sollten, dass es sich eben um ein Remake handelt und keine originär wertschöpfende Arbeit, doch überzeugt The Uninvited – wie der Film im Original trefflicher betitelt ist – durch handwerklich gut durchdachte und vor allem dargebrachte Szenen und einer in sich äußerst stimmigen Atmosphäre.

Die schauspielerischen Leistungen wissen zu gefallen, kommen aber über (nicht negativ belegte) durchschnittliche Leistungen nicht hinaus, zumal ich mir mehr Szenen mit David Strathairn gewünscht hätte, der als hin- und hergerissener, verbitterter Vater nur mehr bloße Staffage bleibt.

Fazit & Wertung:

Was bleibt ist ein technisch einwandfreies, mit (relativ) unbekannten Gesichtern wunderbar besetztes Werk, das als Horrorfilm nicht so recht zu funktionieren weiß, dafür aber als düster-bedrückendes Drama wunderbar funktioniert und für die Dauer von knapp 90 Minuten zu unterhalten weiß.

7,5 von 10 nächtlichen Erscheinungen

Der Fluch der zwei Schwestern

  • Nächtliche Erscheinungen - 7.5/10
    7.5/10

Fazit & Wertung:

Was bleibt ist ein technisch einwandfreies, mit (relativ) unbekannten Gesichtern wunderbar besetztes Werk, das als Horrorfilm nicht so recht zu funktionieren weiß, dafür aber als düster-bedrückendes Drama wunderbar funktioniert und für die Dauer von knapp 90 Minuten zu unterhalten weiß.

7.5/10
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Meinungen aus der Blogosphäre:
CineKie: 8/10 Punkte

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