Review: Drachenzähmen leicht gemacht (Film)

So, pünktlich zum Wochenendende kommt hier eine neue Rezension, diesmal wieder ein Animationsfilm, zu dem mich ursprünglich meine Freundin fast hat überreden müssen. Gott sei Dank kann ich im Nachhinein sagen, denn es ist ein wunderbar warmherziger, wahnsinnig witziger Film, der einfach Spaß macht.

Ebenselbigen wünsche ich natürlich wie immer bei Sichtung meiner Kritik. Ansonsten noch einen schönen Sonntagabend, man liest voneinander in der nächsten Woche, also vermutlich morgen!

Drachenzähmen leicht gemacht

How to train your Dragon, USA 2010, 98 Min.

Drachenzähmen leicht gemacht
Quelle: IMPawards.com

Regisseure:
Dean DeBlois
Chris Sanders
Autoren:
William Davies
Dean DeBlois
Chris Sanders

Main-Cast:
Jay Baruchel (Hicks [Stimme])
Gerard Butler (Haudrauf [Stimme])
America Ferrera (Astrid [Stimme])


Genre:
Animation | Abenteuer | Komödie | Fantasy


Trailer:

 

Inhalt:

Zu Beginn des Films lernen wir Hicks kennen. Hicks ist Sohn des Wikingers Haudrauf, der wiederum der Häuptling des Dorfes Berk ist, welches in steter Regelmäßigkeit von verschiedenartigsten Drachen attackiert wird, die bevorzugt die Schafe der Wikinger klauen, jedoch auch sonst alles Essbare und dabei oft das gesamte Dorf verwüsten. In Folge dieses immerwährenden Kampfes sind die Wikinger zäh und kampferprobt, nur Hicks bleibt körperlich hinter den Erwartungen seines Vaters zurück und darf dementsprechend auch nicht am Drachentraining, geschweige denn den steten Verteidigungskämpfen teilnehmen.

Mit einer selbstgebauten „Kanone“ gelingt es Hicks eines Tages völlig unerwartet, den von allen gefürchteten Nachtschatten abzuschießen – doch niemand hat es gesehen. Keiner glaubt Hicks seine Geschichte und so macht er sich auf in den Wald, wo er alsbald den abgestürzten und verletzten Drachen findet. Er bringt es nicht übers Herz ihn zu töten und wird alsbald der Tatsache gewahr, dass Drachen mitnichten die aggressiven, brandgefährlichen Ungeheuer sind, wie es in den Chroniken der Wikinger überall verzeichnet ist.

Zwischen Hicks und dem Nachtschatten, den er Ohnezahn tauft, entsteht eine innige Freundschaft, obwohl Hicks sich sicher sein kann, dass, sollte der Stamm der Wikinger von Ohnezahn erfahren, ihm ein schreckliches Schicksal droht.

Rezension:

Dem Dreamworks-Studio ist mit Drachenzähmen leicht gemacht ein visuell beeindruckendes und dabei ebenso warmherziges Abenteuermärchen gelungen. Die Ausgestaltung des Wikingerdorfes und seiner Einwohner nimmt sich dermaßen detailverliebt aus, dass man die schrulligen Bewohner von Berk schon nach wenigen Minuten ins Herz geschlossen hat. Dem gegenüber steht eine schier endlose Zahl liebevoll erdachter und einfallsreicher Drachenarten jeglicher Farbe, Form und Größe. Allein mit der Optik kann der Film also spielend punkten, wartet zudem im weiteren Verlauf mit einigen wunderschön animierten Flugsequenzen auf und schafft es schnell, den eigentlich so brandgefährlich scheinenden Nachtschatten Ohnezahn mit seiner putzigen, unbedarften Art zum heimlichen Star des Films zu machen.

Die Geschichte um den unverstandenen Hicks, dessen Vater von ihm enttäuscht ist und sich lieber einen „echten Wikinger“ zum Sohn gewünscht hätte ist hingegen nicht gerade neu oder innovativ, ebenso Hicks Verschossenheit in die allzu beliebte Astrid. Ja selbst die Geschichte um den Drachen, der eigentlich gar nicht so böse ist wie er scheint ist nicht neu, aber Drachenzähmen leicht gemacht punktet hier tatsächlich mit der erfolgreichen Verquickung all dieser Zutaten zu einem stimmigen Ganzen.

Unter diesem Aspekt betrachtet ist der Film tatsächlich etwas überraschungsarm, denn man ahnt – nein, weiß – eigentlich zu jedem Zeitpunkt, wie sich die Geschichte entwickeln wird und worauf das Ganze hinauslaufen mag. Das ist insoweit nicht tragisch, dass die Story dermaßen straff und mit viel Sinn für Humor und Timing erzählt wird, dass einem kaum Zeit bleibt darüber nachzudenken.

Der Film hat – und selbst das ist heutzutage selten – einige wahnsinnig gute Lacher auf seiner Seite und punktet zudem noch mit dem akuten Putzig-Sein der Drachen, die in ihren besten Momenten mehr wie verspielte Hundewelpen wirken, denn wie grauenhafte Ungeheuer.

Selbst bei der Synchronisation hat man sich meines Erachtens größte Mühe gegeben und ich konnte mich köstlich über den Akzent der Wikinger amüsieren, auch wenn das selbstverständlich nicht jedermanns Sache sein wird. Auch werde ich das Gefühl nicht los, dass ich mir diesen Film noch einmal im Original werde ansehen müssen, da ich mir vorstellen kann, dass sicher doch einiges der Ausdruckskraft von Gerard Butler und der Attitüde von Jay Baruchel beim Eindeutschen verlorengegangen sein wird.

Fazit & Wertung:

Drachenzähmen leicht gemacht ist ein wahnsinnig unterhaltsames Abenteuer, dass zu keinem Zeitpunkt an Fahrt verliert. Die Geschichte mag nicht die Innovativste sein, doch macht sie das durch viel Gefühl und Witz mehr als wett.

9 von 10 skurril-einfallsreichen Drachenarten

Drachenzähmen leicht gemacht

  • Skurril-einfallsreiche Drachenarten - 9/10
    9/10

Fazit & Wertung:

Drachenzähmen leicht gemacht ist ein wahnsinnig unterhaltsames Abenteuer, dass zu keinem Zeitpunkt an Fahrt verliert. Die Geschichte mag nicht die Innovativste sein, doch macht sie das durch viel Gefühl und Witz mehr als wett.

9.0/10
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