Review: Fanboys (Film)

Der Sonntagabend ist zurück und mit ihm eine meiner (hoffentlich) hochgeschätzten Filmkritiken. An diesem Wochenende führte mein gestern erwähnter gestauchter Fuß dazu, dass ich voller Frustration dem Fernseher die Obliegenheit übertragen habe mich zu unterhalten. Da traf es sich ganz ausgezeichnet, dass erst kürzlich wieder einige Blu-rays bei mir eingetrudelt sind und daher bin ich heute in der glücklichen Lage, euch von Fanboys berichten zu können.

Auch heute übrigens bin ich dabei mir einige Filme anzusehen und kann schon einmal sagen, dass euch morgen ein großes Special erwarten wird! Seid also gespannt – oder auch nicht, Hauptsache ihr schaut vorbei 😉

Fanboys

Fanboys, USA 2008, 90 Min.

Fanboys
Quelle: IMPawards.com

Regisseur:
Kyle Newman
Autoren:
Ernest Cline
Adam F. Goldberg
Dan Pulick

Main-Cast:

Sam Huntington (Eric)
Chris Marquette (Linus)
Dan Fogler (Hutch)
Jay Baruchel (Windows)
Kristen Bell (Zoe)

Genre:
Komödie | Abenteuer | Drama


Trailer:

 

Inhalt:

Wir schreiben das Jahr 1998, es sind noch sechs Monate bis zur Premiere von Star Wars: Episode 1 – Die dunkle Bedrohung. Die vier Freunde und Obernerds Eric, Linus, Hutch und Windows fassen einen unglaublichen Plan ins Auge. 2000 Meilen mit dem Van überbrücken, in die Skywalker-Ranch von George Lucas einbrechen und einen Rohschnitt des Films entwenden.

Warum das alles? Zum einen weil die vier als absolute Fanboys es nicht mehr erwarten können, zum anderen, weil Linus an Krebs erkrankt ist und vermutlich die Premiere des Films nicht mehr erleben wird.

Und so machen sich die vier auf zum größten Abenteuer ihres Lebens, in dessen Verlauf sie auf skrupellose Trekkies, schwule Biker, einen aggressiven Zuhälter und den leibhaftigen William Shatner treffen werden.

Rezension:

Regisseur Kyle Newman beweist wahrhaftig Gespür dafür, Nerd-Träume wahr werden zu lassen! Zum einen wenn es darum geht, Dutzende und Aberdutzende von Anspielungen nicht nur auf Star Wars sondern auf jegliche artverwandten Filme und die Popkultur im Allgemeinen in einem knapp anderthalbstündigen Film unterzubringen, zum anderen ans Ziel der Reise so etwas wie den heiligen Gral der Fanboys zu packen, George Lucas‘ Allerheiligstes, inklusive Darth Vader-Kostüm und Millenium Falcon-Replik.

Was ihm jedoch bedauerlicherweise weniger gut gelingt, ist, sein zugegebenermaßen geniales Konzept in einen klassischen Teenie-Klaumauk-Road-Trip-Movie zu verpacken. Denn zu oft zielen die Witze unter die Gürtellinie, sind kaum mehr als „Humor“ zu identifizieren und gehen deshalb des Öfteren ins Leere. Selbstverständlich passt die Thematik zu den sexuell unerfahrenen Figuren, doch wirkt sie nichtsdestotrotz überzogen.

Neben diesen kleinen Verfehlungen offenbart der Film allerdings ungeahnte Stärken mit seinen mannigfachen Gastauftritten, vor allem natürlich von Carrie Fisher alias Prinzessin Leia, Billy Dee Williams alias Lando Calrissian und natürlich William Shatner alias Captain James T. Kirk. Großartig auch die Wortgefechte zwischen unseren Protagonisten und den verhassten Trekkies sowie die Auftritte von Kevin Smith und Jason Mewes, uns allen bekannt als Jay und Silent Bob.

Was hier wie simples Name-Dropping klingt funktioniert im Film ausnehmend gut, ebenso wie die dreifache Rollenbesetzung durch Seth Rogen. Man merkt deutlich, dass hier ein Film von Fans für Fans gedreht worden ist und als dieser funktioniert er, trotz angesprochener Schwächen aufgrund seiner Detailverliebtheit und einiger Running Gags in Verbindung mit den großartigen Gastauftritten grandios. Allein die wiederkehrenden Befragungen unserer Helden zu einschlägigen Star Wars-Insider-Infos machen eine Menge Spaß und laden zum Mitraten ein.

Lediglich Diejenigen, die nicht in George Lucas‘ Universum von Star Wars vernarrt sind oder sogar – Gott bewahre – Anhänger des verhassten Star Trek sind, werden weniger Freude an dieser Liebeserklärung an Lucas‘ Werk haben. Unter diesem Aspekt betrachtet, ist Fanboys nicht mehr als eine gewöhnliche Komödie, die aufgrund ihres teils Überhand nehmenden Fäkalhumors einiges an Potential einbüßt.

Fazit & Wertung:

Fanboys ist wie der Name vermuten lässt eine einzige Aneinanderreihung von Zitaten und Reminiszenzen an den Star Wars-Kosmos und eine wunderbare Hommage an alle Nerds dieser Welt. Für all diejenigen ist dieser Film ein einzigartiges Stück Unterhaltung, für alle anderen eine nur durchschnittliche Komödie ohne nennenswerte Höhepunkte.

7,5 von 10 Fanboy-Befragungen

Fanboys

  • Fanboy-Befragungen - 7.5/10
    7.5/10

Fazit & Wertung:

Fanboys ist wie der Name vermuten lässt eine einzige Aneinanderreihung von Zitaten und Reminiszenzen an den Star Wars-Kosmos und eine wunderbare Hommage an alle Nerds dieser Welt. Für all diejenigen ist dieser Film ein einzigartiges Stück Unterhaltung, für alle anderen eine nur durchschnittliche Komödie ohne nennenswerte Höhepunkte.

7.5/10
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Meinungen aus der Blogosphäre:
Tonight is gonna be a large one.: 6/10 Punkte

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