Review: Fluch der Karibik (Film)

Willkommen also zu unserem großen Special anlässlich des Kinostarts von Pirates of the Caribbean: Fremde Gezeiten am kommenden Donnerstag.

Anlässlich dieser Tatsache habe ich mir gestern den halben Tag sowie den frühen bis späten Abend um die Ohren geschlagen und mir die drei bisher erschienen Teile erneut zu Gemüte geführt, um diese noch einmal aktuell rezensieren zu können, quasi zur Einstimmung auf den folgenden vierten Teil. Im Laufe des Abends werde ich also heute die Rezensionen zu den Teilen eins bis drei bloggen und eventuell danach noch, ansonsten morgen, meine Prognose zum vierten Teil im Rahmen der Kinoneustarts.

Noch ein Wort zur Nomenklatur: Die deutsche Unsitte, wahnsinnig unsinnige deutsche Übersetzungen für englische Filmtitel zu finden, hat hier quasi ihren Höhepunkt erreicht, denn offiziell lauten die Titel der Reihe im Deutschen wie folgt:

Fluch der Karibik
Pirates of the Caribbean: Fluch der Karibik 2
Pirates of the Caribbean: Am Ende der Welt

Grauenhaft, oder? Um die Erwähnung der deutschen Titel komme ich ja leider nicht herum, allerdings werde ich ansonsten im Text auf die englischen, eigentlichen Titel zurückgreifen, so dass ihr hier nur von The Curse of the Black Pearl, Dead Man’s Chest und At World’s End lesen werdet.

Nun aber genug der Einleitung und erstmal viel Spaß dabei, euch den ersten Teil wieder ins Gedächtnis rufen zu lassen.

Pirates of the Carribean:
The Curse of the Black Pearl

Pirates of the Caribbean: The Curse of the Black Pearl, USA 2003, 143 Min.


Quelle: IMPawards.com

Regisseur:
Gore Verbinski
Autoren:
Ted Elliott
Terry Rossio

Main-Cast:

Johnny Depp (Captain Jack Sparrow)
Orlando Bloom (Will Turner)
Keira Knightley (Elizabeth Swann)
Geoffrey Rush (Captain Hector Barbossa)
Jack Davenport ( Commodore James Norrington)

Genre:
Abenteuer | Fantasy | Komödie


Trailer:

 

Inhalt:

Jack Sparrow, den exzentrischsten Piraten unter der karibischen Sonne, verschlägt es nach Port Royal auf der Suche nach Rum und einem neuen Schiff. Dort leben auch die Gouverneurstochter Elizabeth Swann und der Waffenschmied Will Turner. Will wurde als Kind im Beisein von Elizabeth auf hoher See gerettet. Aufgrund einer alten Münze die er bei sich hatte, war sie damals der Annahme er sei ein Pirat und nahm die Münze an sich. Was sie nicht ahnen konnte: Die Münze gehörte zu einem verfluchten Aztekenschatz. Und diese suchen die Verdammten der Black Pearl unter Führung des Captain Barbossa seit Jahren und fallen just zu dem Zeitpunkt, als Jack Sparrow, früher Captain der Black Pearl, sich in Port Royal befindet, dort ein.

Sie finden Elizabeth samt Münze und unter Berufung auf das Parler-Recht zur Verhandlung mit dem Piratenkapitän gelangt sie auf die Black Pearl. Will Turner, seit frühester Kindheit in Elizabeth verliebt, verbündet sich mit Jack und nimmt die Verfolgung auf. Zu allem Überfluss werden sie von Commodore Norrington verfolgt, der von Gouverneur Swann mit der Rettung seiner Tochter beauftragt worden ist – nicht ganz uneigennützig, trachtet er doch danach diese zu ehelichen.

Und bald offenbart sich, welche Folgen der Fluch der Azteken auf die Mannschaft von Barbossa gehabt hat.

Rezension:

The Curse of the Black Pearl der Auftakt der Reihe Pirates of the Caribbean ist eine Ausgeburt an Einfallsreichtum, Action, Esprit und Witz. An dieser gelungenen Wiederbelebung weiß eigentlich alles zu gefallen, was nicht zuletzt an dem durch und durch überzeugenden Team liegt. Zwar ist auch dieses Machwerk ein typischer Jerry Bruckheimer und verfügt über keinen nennens- oder bemerkenswerten Tiefgang, doch ist in diesem Fall die vorherrschende Oberflächlichkeit wenn schon nicht störend sogar fast ein Segen.

Denn dieser von Effekten überbordende Film weiß so ungemein gut zu unterhalten, dass einem kaum die Möglichkeit gegeben wird, sich über etwaigen mangelnden Tiefgang Gedanken zu machen. Die karibische Welt ist einzigartig umgesetzt und eingefangen worden und die zahllosen Haken, die die Geschichte schlägt sorgen für stete Kurzweil. Besonderes Lob verdienen zudem die Kostüme wie auch die Effekte, die sich wunderbar gegenseitig ergänzen und ein wahnsinnig stimmiges Setting schaffen.

Zu der Optik gesellt sich die von Hans Zimmer kongenial komponierte Filmmusik, die sich in ihrer Opulenz ausnahmsweise einmal perfekt einfügt und vor allem anderen natürlich die herausragenden Schauspieler. Über Johnny Depps Interpretation des Piraten-Captains Jack Sparrow braucht man keine Worte mehr verlieren. Seine lallende, bekifft wirkende, leicht tuntig angehauchte Version eines Freibeuters ist größte Stärke des Films und begründet sicherlich auch seinen enormen Erfolg. Orlando Bloom und Keira Knightley spielen nicht annähernd so einzigartig auf, aber ihre Leistungen sind solide und lassen keine Klagen aufkommen. Es wäre aber auch kaum machbar gewesen, Johnny Depp mit seiner exzentrischen Rolle den Rang abzulaufen. Lediglich dem großartigen Geoffrey Rush als Barbossa gelingt es zuweilen, ihm die Stirn zu bieten.

Fazit & Wertung:

The Curse of the Black Pearl ist alles in allem fast ein Geniestreich und inszenatorisch kaum zu toppen. Die Geschichte strotzt nicht vor Innovation, dafür aber vor Witz und Charme. Damit macht sie kleinere Schwächen mehr als wett und lässt diesen Ausflug in die Karibik unvergesslich werden.

9 von 10 Buddeln voll Rum

Fluch der Karibik

  • Buddeln voll Rum - 9/10
    9/10

Fazit & Wertung:

The Curse of the Black Pearl ist alles in allem fast ein Geniestreich und inszenatorisch kaum zu toppen. Die Geschichte strotzt nicht vor Innovation, dafür aber vor Witz und Charme. Damit macht sie kleinere Schwächen mehr als wett und lässt diesen Ausflug in die Karibik unvergesslich werden.

9.0/10
Leser-Wertung 5.5/10 (2 Stimmen)
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Die Pirates of the Caribbean-Reihe:

2003: The Curse of the Black Pearl
2006: Dead Man’s Chest
2007: At World’s End
2011: On Stranger Tides

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