Review: Pirates of the Carribean: Fluch der Karibik 2 (Film)

Und da sind wir auch schon wieder mit dem meiner Meinung nach schwächsten Teil der Reihe. Aber wie immer möchte ich ja nichts vorwegnehmen.

Eine Kleinigkeit noch, die ich beim ersten Teil vergessen habe und die genauso für den zweiten und dritten gilt für diejenigen, die es tatsächlich eventuell erstaunlicherweise noch nicht wissen: unbedingt den Nachspann abwarten, hinterher gibt es jeweils noch eine mehr oder minder lohnenswerte Szene zu bewundern.

Pirates of the Caribbean:
Dead Man’s Chest

Pirates of the Caribbean: Dead Man’s Chest, USA 2006, 151 Min.

Fluch der Karibik 2
Quelle: IMPawards.com

Regisseur:
Gore Verbinski
Autoren:
Ted Elliott
Terry Rossio

Main-Cast:

Johnny Depp (Captain Jack Sparrow)
Orlando Bloom (Will Turner)
Keira Knightley (Elizabeth Swann)
Geoffrey Rush (Captain Hector Barbossa)
Jack Davenport ( Commodore James Norrington)

Genre:
Abenteuer | Fantasy | Komödie


Trailer:

 

Inhalt:

Zu Beginn des Films ist die Hochzeitsfeier zwischen Elizabeth Swann und Will Turner in Port Royal in vollem Gange, doch bevor es zur Vermählung kommt, tritt Lord Cutler Beckett in Erscheinung und verhaftet beide aufgrund ihrer Mithilfe bei der Flucht Jack Sparrows vor dem Galgen. Beckett bietet den beiden einen Handel an und schickt Will auf die Suche nach Sparrow, um in den Besitz seines speziellen Kompasses zu gelangen.

Captain Jack Sparrow hat derweil andere Sorgen, befindet er sich doch auf der Suche nach einer Truhe und dem passenden Schlüssel. Es handelt sich um die Truhe, in die der Legende nach Davy Jones sein Herz gesperrt hat. Davy Jones ist Captain der Flying Dutchmen und Sparrow hatte ihm hundertjährige Gefolgschaft zugesichert dafür, dass Jones ihm die Black Pearl vom Meeresgrund zurückbringt. Nicht gewillt sein Versprechen einzulösen sucht er jetzt nach einem Ausweg, doch als ihm Stiefelriemen-Bill, Wills Vater und ebenfalls im Gefolge Jones‘, erscheint und eröffnet, dass die Flying Dutchmen bereits Jagd auf ihn macht, spitzt sich die Lage zu.

Doch bald tritt Will auf die Bildfläche und auch Elizabeth gelingt die Flucht, so dass sie sich alsbald auf die Suche nach ihrem Fast-Ehemann macht. Und dann wäre da noch Norrington, mittlerweile seines Kommandos entbunden aufgrund seines Scheiterns bei der Jagd nach Sparrow, der nach Rache sinnt.

Rezension:

Den zweiten Teil der Pirates of the Caribbean-Reihe ereilt das übliche Blockbuster-Fieber. Alles soll noch größer, noch schöner, noch länger, noch weiter und damit auch automatisch besser werden. Doch das ist es leider meistens nicht und es verhält sich hier nicht anders. Zudem merkt man dem Film deutlich an, dass er gemeinsam mit dem dritten Teil gedreht worden ist. Das äußert sich dadurch, dass die Geschichte nicht alleine funktionieren kann, vieles wird nur angerissen und findet erst im dritten Teil seine Auflösung. Und dann wäre da noch das unsägliche offene Ende.

Handwerklich gibt es an Dead Man’s Chest nichts zu beanstanden und es findet sich sogar, was bei Fortsetzungen auch nicht gerade üblich ist, dasselbe Team zusammen, vom Produzenten Jerry Bruckheimer über Regisseur Gore Verbinski, die Drehbuchschreiber Elliott und Rossio bis hin zum Komponisten Hans Zimmer. Doch es scheint, als habe einer der Verantwortlichen einfach zu viel gewollt. Anders als im ersten Teil noch gibt es hier zwischen den immer abstruser werdenden Action-Einlagen kaum noch Verschnaufpausen, über lange Strecken sucht man Dialoge, die über witzig gemeinte One-Liner hinausgehen vergebens.

Zudem krankt der Film daran, dass die Geschichte auch noch elendig lange braucht, um auf den eigentlichen Ausgangspunkt zu kommen. Beinahe die ersten fünfzig Minuten geben für den Rest der Geschichte kaum etwas her, wohingegen in den folgenden anderthalb Stunden gefühlt sehr wenig passiert, weil die Actioneinlagen auch eklatant viel Raum einnehmen.

Die Leistung der Schauspieler, wieder einmal allen voran Johnny Depp reißt natürlich einiges raus und Bill Nighys Figur des Davy Jones ist ebenfalls äußerst einfallsreich umgesetzt, aber irgendwie geht doch einiges an Potenzial verloren, auch weil die Figuren sich teils charakteruntypisch verhalten und somit die in The Curse of the Black Pearl erspielte Sympathie untergraben.

Leider führt dies im Ganzen dazu, dass die Lust, sich At World’s End zu Gemüte zu führen, stetig abnimmt. Lediglich der Verbleib Captain Jack Sparrows führt dazu, genug Interesse aufbringen zu können, sich auch noch den letzten Teil des ersten Geschichtenzyklus anzusehen in der Hoffnung, dass er die schlechten Eindrücke teils zu negieren vermag.

Fazit & Wertung:

Dead Man’s Chest hat zu viel gewollt und übernimmt sich merklich an der angestrebten Epik der Geschichte, die leider in sinnlosen Geplänkeln untergeht. Nichtsdestotrotz das Beste, was Piratenfilme derzeit zu bieten haben und ein annehmbarer Auftakt für At World’s End.

6,5 von 10 Jahrzehnten in Davy Jones‘ Gefolgschaft

Pirates of the Carribean: Fluch der Karibik 2

  • Jahrzehnte in Davy Jones' Gefolgschaft - 6.5/10
    6.5/10

Fazit & Wertung:

Dead Man’s Chest hat zu viel gewollt und übernimmt sich merklich an der angestrebten Epik der Geschichte, die leider in sinnlosen Geplänkeln untergeht. Nichtsdestotrotz das Beste, was Piratenfilme derzeit zu bieten haben und ein annehmbarer Auftakt für At World’s End.

6.5/10
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Die Pirates of the Caribbean-Reihe:

2003: The Curse of the Black Pearl
2006: Dead Man’s Chest
2007: At World’s End
2011: On Stranger Tides

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