Review: True Blood 1: All together now (Graphic Novel)

Heute gibt es zu etwas vorgerückter Stunde noch eine kleine Comic-Rezension passend zur letztwöchig besprochenen Serie True Blood, da ihr ja mittlerweile gemerkt haben dürftet, wie sehr ich es mag, unterschiedliche Medien miteinander zu verknüpfen.

Doch egal, kommen wir zum eigentlichen Thema, der Rezension. Viel Spaß und einen angenehmen Abend noch!

True Blood 1:
All together now

True Blood: All together now, USA 2010, 148 Seiten

True Blood 1
© Panini

Autoren:
Alan Ball
Kate Barnow
Elisabeth Finch
Zeichner:
David Messina
Claudia Balboni

Verlag (D):
Panini Verlag
ISBN:
978-3-862-01067-7

Genre:
Drama | Horror | Fantasy

 

Inhalt:

In einer verregneten Nacht treffen durch eine Verkettung von Ereignissen Sookie, Sam, Jason, Tara, Lafayette und die beiden Vampire Bill und Eric im Merlotte’s aufeinander und nichts deutet darauf hin, was ihnen bald wiederfahren wird. Denn unwillkommener Besuch kündigt sich an, als ein Dämonenwesen mit Namen Imp Shaloop die Bar betritt und alle in ihr gefangen nimmt. Der Imp Shaloop ernährt sich von der Scham der Menschen und so zwingt er mit brachialer Gewalt einen um den anderen, ihm seine beschämendste Geschichte zu verraten.

Erinnerungen werden aufgefrischt und Geheimnisse gelüftet, während die Gruppe um Sookie und Bill verzweifelt nach einem Ausweg aus ihrer Lage sucht.

Rezension:

Ein Comic basierend auf einer TV-Serie, welche wiederum ihre Wurzeln in einer Buchreihe hat. Wir erleben hier mediale Vernetzung in Vollendung. Erfreulich (und für den versierten Serienkenner offensichtlich) hierbei ist, dass Serienschöpfer Alan Ball das Skript zu dieser sechsteiligen Stand-Alone Geschichte verfasst hat, welche im zu rezensierenden Band zusammengefasst worden ist.

Das führt dazu, dass sich die einzelnen Geschichten, die in Form von Flashbacks abgehandelt werden, wunderbar in den bestehenden Serienkontext einfügen, ohne hier gravierend etwas zu verändern oder Tatsachen zu verdrehen. Die einzelnen Flashbacks der Hauptfiguren bilden auch das Kernstück der Geschichte und befinden sich erzählerisch allesamt auf hohem Niveau, handeln sie doch quasi ausschließlich der Natur der Sache nach von zutiefst beschämenden, schmerzhaften, emotionalen Szenen im Leben.

Die Rahmenhandlung um den Imp Shaloop hingegen ist nicht mehr als das; ein Rahmen, ein Aufhänger und Vorwand, um diese Geschichten erzählen zu können. Gerne hätte man sich etwas mehr Hintergrund und Geschichte gewünscht, auch wenn man sich merklich bemüht hat, die Zwischenszenen nicht auf bloße Stichwortgeberei herunter zu brechen. Gelungen ist dies jedoch leider nur bedingt. Dies erklärt sich natürlich zum Teil dadurch, dass man es sich nicht hätte leisten können, eine Geschichte in Comicform mit Auswirkungen auf die Serie zu erzählen, weil anzunehmen ist, dass eben nicht jeder Serienkenner auch automatisch zum Comic greift oder überhaupt um dessen Existenz weiß.

Ein wichtiges Kriterium bei einem Comic und insbesondere bei der Comicumsetzung einer realen Vorlage ist natürlich eines von entscheidender Wichtigkeit: die zeichnerische Qualität. Diese schwankt im Laufe der Geschichte merklich, da die einzelnen Flashbacks auch von unterschiedlichen Zeichnern gestaltet worden sind, deren Kunstfertigkeit sich natürlich unterscheidet. Alles in allem jedoch bewegen sie sich aber alle im soliden Mittelfeld, Gott sei Dank nicht darunter, leider aber auch nicht darüber. Dies gilt ebenso für die von David Messina gezeichnete Rahmenhandlung um die Geschehnisse im Merlotte’s. Es gelingt ihm zwar wunderbar, die Figuren zu adaptieren und teils auch charakteristische Mimik und Gestik bildlich nachzustellen, aber sein Zeichenstil im Allgemeinen sagt mir leider nicht hundertprozentig zu und konnte mich dementsprechend nicht vollends überzeugen.

Größtes „Manko“ (bewusst in Anführungszeichen gesetzt) von True Blood ist natürlich, dass es eigentlich nur für Kenner/Fans der Serie gedacht ist und für alle anderen sicherlich auch uninteressant daherkommt. Daher ist dieser Band natürlich nur denjenigen zu empfehlen, die sich zumindest einmal ansatzweise mit der Vorlage auseinandergesetzt haben und dieser positiv gegenüberstehen. Denn wem True Blood, die Serie nicht gefallen hat, der wird auch True Blood, dem Comic nichts abgewinnen können.

Fazit & Wertung:

True Blood wartet mit Einblicken und Erkenntnissen zu liebgewonnen Figuren auf, die den Band für Fans der Serie trotz Abstrichen in der zeichnerischen Qualität lesenswert machen. Für Nichtkenner der Serie ist dieser Comic schlicht uninteressant, da nichtssagend.

Unter Berücksichtigung dieser Aspekte vergebe ich
6 von 10 Flashbacks in die Vergangenheit

True Blood 1: All together now

  • Flashbacks in die Vergangenheit - 6/10
    6/10

Fazit & Wertung:

True Blood wartet mit Einblicken und Erkenntnissen zu liebgewonnen Figuren auf, die den Band für Fans der Serie trotz Abstrichen in der zeichnerischen Qualität lesenswert machen. Für Nichtkenner der Serie ist dieser Comic schlicht uninteressant, da nichtssagend.

6.0/10
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Hier geht es zur Rezension der zugrundeliegenden TV-Serie True Blood.

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