Review: Weeds | Staffel 1-3 (Serie)

Heute dann endlich die Eröffnung einer weiteren angekündigten Kategorie: Der Serie. Und da ich unlängst die dritte Staffel auf dem heimischen DVD-Player zu Ende gebracht habe, dachte ich mir, dass dies der Anlass wäre, nun endlich Nägel mit Köpfen zu machen. Wie immer viel Spaß!

Weeds
Staffel 1-3

Weeds, USA 2005- , ~ 25 Min. je Folge

Weeds
Quelle: IMPawards.com

Serienschöpfer:
Jenji Kohan
Produzenten:
Matthew Salsberg / Craig Zisk

Main-Cast:

Mary-Louise Parker (Nancy Botwin)
Justin Kirk (Andy Botwin)
Hunter Parrish (Silas Botwin)
Alexander Gould (Shane Botwin)
Elisabeth Perkins (Celia Holdes)
Kevin Nealon (Doug Wilson)
Tonye Patano (Heylia James)
Romany Malco (Conrad Shepard)

Genre:
Drama | Komödie


Trailer: (bitte verzeiht die schlechte Qualität!)

 

Inhalt:

Die Serie handelt von Nancy Botwin, der Witwe des kürzlich verstorbenen Judah, die zusammen mit ihren beiden Söhnen in der wohlhabenden Vorstadtsiedlung Agrestic wohnt. Doch leider geht ihr bald das Geld aus und Nancy entschließt sich, mit Marihuana zu dealen, da sie anders den Lebensstandard, den sie ihren Kindern weiterhin bieten möchte, nicht aufrecht zu erhalten weiß.

Hierbei helfen ihr Heylia und Conrad, zwei alteingesessene Pott-Anbauer, und der korrupte Stadtrat Wilson, der – gleichzeitig auch Steuerberater und Freund von Nancy – immer neue Schlupflöcher findet, um ihr Geld zu waschen, Scheinfirmen aufzuziehen und die Bücher zu frisieren.

Als dann auch noch Nancys nichtsnutziger Schwager Andy auftaucht, der sich mit Gelegenheitsjobs über Wasser hält und dem, wie es scheint, ebenfalls das Geld ausgegangen ist, hat sie alle Unterstützung die sie braucht um zur größten Dealerin von Agrestic zu werden.

Doch Weeds wäre nicht Weeds, wenn sie sich dazu nicht mit der Polizei herumschlagen, Drohungen anderer Dealer in den Wind schießen und sich gegen diese behaupten müsste, sich der Avancen eines DEA-Agenten zu erwehren hätte, ihr Marihuana unter das Volk zu bringen und es dabei zu schaffen, dass ihre Kinder und die Haushälterin nichts von ihrem Job mitbekommen.

Und dann wäre da noch Celia, die neugierige und aufdringliche Freundin von Nancy, die im Verlauf der Serie unter anderem eine großangelegte Anti-Drogen-Kampagne ins Leben ruft.

Rezension:

Weeds, eine in Deutschland viel zu wenig beachtete, aber nichtsdestotrotz großartige Serie, stammt sie ja auch immerhin vom amerikanischen Privatsender Showtime (Dexter), der – neben HBO – meiner Meinung nach, die qualitative hochwertigsten Serienproduktionen vorweisen kann.

Die Serie lebt von ihrer Golden-Globe ausgezeichneten Hauptdarstellerin Mary-Louise Parker in ihrer Rolle als Nancy Botwin. Sie passt in ihrer verzweifelten, hilflosen Art perfekt in die Rolle der Mutter, die alles tun würde ihre Kinder zu beschützen und zu behüten. Dabei macht die Figur im Verlauf der Serie mehrere Wandlungen durch und wächst an ihren Herausforderungen. So wird Nancy immer abgebrühter und selbstsicher und schafft es immer mehr, sich auf dem Drogenmarkt zu etablieren. Diese Entwicklung – da schleichend – ist äußerst glaubhaft und weit entfernt von Daily-Soap-Niveau.

Doch nicht nur Nancy durchläuft Entwicklungen, sondern sämtliche sie umgebenden Gestalten verändern sich im Laufe der Serie zum Guten wie zum Schlechten. Ja selbst die Siedlung Agrestic bekommt es später mit ihrem größeren Vorbild Majestic zu tun und am Ende der dritten Staffel… nun, ich will nichts vorweg nehmen. Dabei sind die Geschichten in Weeds selbstverständlich dermaßen überzeichnet und stilistisch überhöht, dass man sie eigentlich gar nicht ernst nehmen kann, doch macht dies zum Teil den Charme der Serie aus, versteht sich diese doch unverkennbar als Gesellschaftssatire.

Die Geschichten sind subversiv und fies, doch dabei zuweilen brüllend komisch oder auch hochdramatisch. Dabei nimmt die Serie zu keinem Zeitpunkt ein Blatt vor den Mund und zeigt ungeschönt die etwas andere Seite von Amerika. Sie macht aber jedoch auch nicht den Fehler, auf Teufel komm raus provozieren zu wollen und so treten immer wieder die abstrusen Drogengeschichten in den Hintergrund um den Tragödien und Problemen des täglichen Lebens Raum zu geben. Dies macht Weeds in meinen Augen zu einer äußerst sympathischen Serie, da es sich eben nicht um stereotype Drogendealer handelt, sondern um „echte“ Menschen mit Gefühlen und Emotionen, Fehltritten und Schwächen.

Das Bild wird zusätzlich abgerundet durch einige hochkarätige Gaststars wie Zooey Deschanel und Mary-Kate Olsen – um nur zwei davon zu nennen – und einen ungewöhnlich ausdrucksstarken und einfallsreichen Soundtrack.

Fazit & Wertung:

Alles in allem kann ich diese Ausnahmeserie nur jedem ans Herz legen und hoffe weiterhin, dass ihr irgendwann einmal die Aufmerksamkeit zuteil wird, die sie verdient hätte. Doch Hauptsache die restlichen Staffeln werden zumindest auf DVD/Blu-ray veröffentlicht.

8,5 von 10 mit Marihuana bepflanzten Töpfen

Weeds | Staffel 1-3

  • Mit Marihuana bepflanzte Töpfe - 8.5/10
    8.5/10

Fazit & Wertung:

Alles in allem kann ich diese Ausnahmeserie nur jedem ans Herz legen und hoffe weiterhin, dass ihr irgendwann einmal die Aufmerksamkeit zuteil wird, die sie verdient hätte. Doch Hauptsache die restlichen Staffeln werden zumindest auf DVD/Blu-ray veröffentlicht.

8.5/10
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