Review: Zwölf | Nick McDonell (Buch)

Zwölf

Twelve, USA 2002, 230 Seiten

Zwölf von Nick McDonell

Autor:
Nick McDonell


Verlag (D):
Kiepenheuer & Witsch
ISBN:
978-3-462-03228-4

Genre:
Drama

Inhalt:

Zwölf berichtet von White Mike, einem Drogendealer in Manhattan, der reiche verwöhnte Kids mit Marihuana, Koks und anderen Stoffen versorgt. Doch seine Aktien sinken, als eine neue Droge auf den Markt kommt, einfach „Zwölf“ genannt.

Dabei ist White Mike zwar definitiv Hauptprotagonist der Geschichte und seine Erlebnisse bilden so etwas wie ein Grundgerüst, doch wir erfahren von einer Vielzahl von Einzelschicksalen, wobei es sich hierbei naturgemäß überwiegend um verwöhnte Kids reicher Eltern handelt, die nicht wissen wohin mit ihrer Zeit und ihrem Geld und der unendlichen Leere in ihnen.

Der Roman erstreckt sich hierbei in seiner übersichtlichen Seitenzahl auf genau fünf Tage, vom 27. Dezember bis hin zu einem fulminanten Silvsterfinale inklusive, ja, Feuerwerk.

Rezension:

Bei Zwölf handelt es sich um eine wort- und bildgewaltige Großstadttristesse der New Yorker Upper Class Jugend. Bestechend sind hierbei die großartigen Flashbacks der verschiedenen Figuren. Als Ensemblestück angelegt verkommen leider einige der Charaktere zu bloßen Statisten, da ihre Geschichten nicht konsequent verfolgt werden und der Leser mit vielen offenen Fragen zurückgelassen wird.

Auch die ominöse Droge Zwölf tritt nie wirklich in den Mittelpunkt und dient nur spartanisch als Aufhänger für die Geschichte. Ich würde sogar so weit gehen zu behaupten, dass das Buch auch ohne gut funktioniert hätte.

Zwölf

  • düstere Flashbacks - 8/10
    8/10

Fazit & Wertung:

Ein unglaublich dichtes Buch, welches durchaus zu gefallen weiß und mit einigen markigen Sprüchen und Gedanken zum Leben aufwarten kann, aber der große Wurf ist es (vielleicht aufgrund der geringen Seitenzahl?) nicht geworden.

8.0/10
Leser-Wertung 6/10 (3 Stimmen)
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