Review: Die Schwester der Königin (Film)

Auch heute beglücke ich euch wieder mit einer neuen Filmrezension und im steten Bemühen um Ausgeglichenheit bedienen wir heute auch wieder ein ganz anderes Genre. Wie immer wünsche ich viel Spaß und verabschiede mich auch schon wieder, denn die Zeit drängt. Besuch steht so gut wie vor der Tür.

Die Schwester der Königin

The Other Boleyn Girl, UK/USA 2008, 115 Min.

Die Schwester der Königin
Quelle: IMPawards.com

Regisseur:
Justin Chadwick
Autor:
Peter Morgan

Main-Cast:
Natalie Portman (Anne Boleyn)
Scarlett Johansson (Mary Boleyn)
Eric Bana (Henry Tudor)

Genre:
Biografie | Drama | Historie

Trailer:

 

Inhalt:

England im 16. Jahrhundert. Heinrich VIII. ist Machthaber der englischen Krone. Als der Herzog von Norfolk gewahr wird, dass es in Heinrichs und Katharinas Ehe kriselt, weil diese ihm keinen Statthalter gebären kann fasst er einen Plan. Er nimmt seinen Schwager Sir Thomas Boleyn ins Vertrauen und überredet diesen, seine Tochter Anne zur Mätresse des Königs zu machen, um die gesellschaftliche Stellung der Familie nachhaltig zu verbessern. Doch es kommt anders und der König bekundet Interesse an Annes schüchterner Schwester Mary und er holt sie samt ihrer Familie an den Hof.

Während der Herzog und Sir Boleyn ihre weiteren Pläne für Marys Rolle in diesem Spiel schmieden, fühlt sich Anne verraten und versucht ihrerseits, den König zu verführen und Mary auszuboten.

Rezension:

Die Schwester der Königin beeindruckt zunächst einmal – wie es sich für einen Historienfilm gehört – mit stimmigen und liebevoll gestalteten Kostümen und einem liebevoll designten Szenenbild. Die gesamte Geschichte wirkt hierdurch wie aus einem Guss, auch wenn ich mir mehr Totale gewünscht hätte, die beispielsweise den englischen Hof in seiner imposanten Größe zeigen. Der Film verkommt hier über weite Strecken nämlich zu einem Kammerspiel, was nicht recht passen möchte.

The other Boleyn Girl, so der Titel des Films im Original, beruht auf dem gleichnamigen Roman von Philippa Gregory und nimmt es seiner Herkunft entsprechend nicht allzu genau mit den historischen Fakten. Das mag man zunächst einmal verzeihen, wäre da nicht dieser pseudogeschichtswissenschaftliche Anstrich, den insbesondere das Ende des Filmes ziert. Grundsätzlich mag man sich aber damit anfreunden, um das dramaturgische Potenzial der Geschichte voll auszuschöpfen. Dem wird leider dahingehend keine Rechnung getragen, da vieles abseits der Boleyn-Schwestern nicht filmisch aufbereitet und mehr über Hörensagen vermittelt wird. So entsteht nach zwei Dritteln des Films der Eindruck, dass letztendlich doch erschreckend wenig passiert ist.

Die Geschichte konzentriert sich nämlich voll und ganz auf die Geschehnisse um die zwei ungleichen Schwestern, was auch dazu führt, dass eigentlich sämtliche männlichen Rollen nur mehr angerissen werden und zu keinem Zeitpunkt so etwas wie Tiefe besitzen. Sie geben hier lediglich den Part des intriganten, berechnenden, kaltblütigen Männergeschlechts. Auch ihre Szenen wurden auf ein Minimum reduziert. Leider bleibt Eric Bana – eigentlich ein von mir gern gesehener, charismatischer und talentierter Schauspieler – dadurch ebenfalls sehr blass, weil die theoretisch doch sehr interessante Rolle des Henry Tudor dem Skript nach einfach nichts hergibt, um seinen ambivalenten Charakter voll ausspielen zu können.

Scarlett Johansson überzeugt, doch auch von ihr ist man Besseres gewohnt. Leider gerät sie etwas ins Hintertreffen, weil ihre Filmschwester so polarisiert. Die Chemie zwischen den beiden, ob in versöhnlichen oder hasserfüllten Zeiten funktioniert hingegen tadellos. Alles in allem kann man sagen Natalie Portman reißt es raus, weil sie mit ihrem eindrücklichen Schauspiel auf ganzer Linie überzeugt. Der Film wird dadurch nicht in den Olymp der absolut sehens- oder empfehlenswerten Filme aufsteigen, doch durch den geballten Star-Appeal sticht er zumindest aus der grauen Masse der Historienfilme ein wenig heraus.

Fazit & Wertung:

Die Schwester der Königin bleibt weit hinter seinen Möglichkeiten zurück und was bleibt sind tolle Bilder und ebensolche Schauspieler. Der Rest bleibt leider nur Durchschnitt.

6 von 10 Intrigen am Hof des Königs

Die Schwester der Königin

  • Intrigen am Hof des Königs - 6/10
    6/10

Fazit & Wertung:

Die Schwester der Königin bleibt weit hinter seinen Möglichkeiten zurück und was bleibt sind tolle Bilder und ebensolche Schauspieler. Der Rest bleibt leider nur Durchschnitt.

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