Review: Drive Angry (Film)

Vor gar nicht allzu langer Zeit habe ich es mir dann auch nicht nehmen lassen, mir Drive Angry zu Gemüte zu führen, wollte ich diesen doch ursprünglich sogar im Kino sehen, auch wenn mir dessen B-Movie-Charme durchaus im Vorfeld bewusst war. Nach zahlreichen negativen Rezensionen fühlte ich mich aber erleichtert dies nicht getan zu haben. Trotzdem konnte ich im Laden nun nicht wiederstehen, wobei man dazu sagen muss, dass ich eine leichte Affinität für Nicolas Cage-Filme besitze und seien sie noch so schlecht.

Ein Gutes hatte es aber auch, dass ich im Vorfeld so zahlreiche Verrisse zu diesem Film gelesen habe: Ich bin mit einer äußerst niedrigen Erwartungshaltung an den Film herangegangen und siehe da, ich fand ihn beinahe gut.

Und jetzt viel Spaß bei der Lektüre des Rests meiner Ausführungen zu diesem Streifen!

Drive Angry

Drive Angry, USA 2011, 104 Min.

Drive Angry
Quelle: IMPawards.com

Regisseur:
Patrick Lussier
Autoren:
Todd Farmer
Patrick Lussier

Main-Cast:
Nicolas Cage (Milton)
Amber Heard (Piper)
William Fichtner (der Buchhalter)
Billy Burke (Jonah King)

Genre:
Action | Fantasy

Trailer:

 

Inhalt:

Als der seit längerem verstorbene John Milton erfährt, dass der Sektenführer Jonah King seine Tochter ermordet hat und nun seine Enkelin zu Ehren Satans opfern möchte, bricht er kurzerhand aus der Hölle aus um sie zu retten und sich an King zu rächen. Unterwegs gabelt er die junge Kellnerin Piper auf und kurze Zeit später mischt sich auch noch ein Gesandter des Teufels ein, der sich selbst der „Buchhalter“ nennt.

Rezension:

Drive Angry ist Trash und zwar vom Allerfeinsten! Ein B-Movie im Hochglanzgewand. Wer so etwas wie eine Geschichte erwartet, wird hier nunmehr mit einem zusammenhanglosen und eigentlich fraglos erklärungsbedürftigen Überbau abgespeist. Dass Milton aus der Hölle entkommen ist oder wie ihm das gelungen ist wird eigentlich kaum bis gar nicht thematisiert.

Warum der Teufel auch ausgerechnet seinen „Buchhalter“ schickt bleibt ebenso unklar, wenngleich dieser „Buchhalter“, grandios verkörpert von William Fichtner , definitiv zu den coolsten Teufelsvasallen der Filmgeschichte gehört! So sehr dieser viel zu wenig beachtete großartige Schauspieler in seiner Rolle brilliert, so blass bleibt doch beispielsweise Cages Vorstellung, der zwar die gewollte Coolness seines Charakters gnadenlos auf die Spitze treibt, damit aber auch noch das letzte bisschen an emotionaler Verbundenheit mit dieser eigentlich verdammten Seele vermissen lässt. Cages Milton ist durchaus nicht unsympathisch, nur die ohnehin viel zu wenig beachtete Story um seine Tochter und seine Enkelin verliert durch dessen Abgeklärtheit noch das letzte Fünkchen Glaubwürdigkeit.

Amber Heards Job scheint mir noch ein Quäntchen einfacher gewesen zu sein: in wenigen Klamotten möglichst gut aussehen. Das kann sie, auch wenn man die Dame ruhig etwas mehr hätte fordern dürfen. Leider gibt das aber auch ihre Rolle überhaupt nicht her, weil keiner weiß, warum genau diese Piper dem Verdammten Milton eigentlich folgt. Am Ende wird das Ganze dann aber – Achtung Ironie – wahnsinnig viel Sinn ergeben und gar nicht wie an den Haaren herbeigezogen wirken.

Was Drive Angry neben seiner Funktion als purer Trash noch ist – und dass wird insbesondere durch die Ausgestaltung der Rolle Amber Heards sehr deutlich ist simpel: Ein Männerfilm. Und er schämt sich nicht deswegen, braucht er auch nicht, ist ja nichts Verwerfliches dabei. Unterhaltsam nur, wie plakativ hier wirklich sämtliche Männerdomänen von Frauen und Alkohol, über Knarren und Explosionen, weiter zu Autos und Verfolgungsjagden bedient werden.

Fazit & Wertung:

Drive Angry kann Spaß machen, wenn – und nur wenn – man sein Gehirn auch mal zur Seite legen kann, auf Kinkerlitzchen wie Story-Verlauf ausnahmsweise mal keinen Wert legt und insbesondere zum Ende hin bei einigen sehr schlecht gemachten Effekten beide Augen zudrücken kann. Sind diese Voraussetzungen erfüllt kann Drive Angry zumindest wunderbar unterhalten, was ihm doch einige Gnadenpunkte von mir einbringt. Definitiv einer der besseren von Cages immer schlechteren Filmen.

6,5 von 10 erschossenen Sektenmitgliedern

Drive Angry

  • Erschossene Sektenmitglieder - 6.5/10
    6.5/10

Fazit & Wertung:

Drive Angry kann Spaß machen, wenn – und nur wenn – man sein Gehirn auch mal zur Seite legen kann, auf Kinkerlitzchen wie Story-Verlauf ausnahmsweise mal keinen Wert legt und insbesondere zum Ende hin bei einigen sehr schlecht gemachten Effekten beide Augen zudrücken kann. Sind diese Voraussetzungen erfüllt kann Drive Angry zumindest wunderbar unterhalten, was ihm doch einige Gnadenpunkte von mir einbringt. Definitiv einer der besseren von Cages immer schlechteren Filmen.

6.5/10
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