Review: Sucker Punch Extended Cut (Film)

Heute nun endlich die "Rezension", die ich gerne bereits letzten Samstag geliefert hätte und welche sich aufgrund unseres Wasserschadens so enorm verzögert hat. Mittlerweile wissen wir zumindest wie es weitergeht und ich hoffe mein Kopf war insoweit wieder klar genug, ein paar zusammenhängende Gedanken zum Sucker Punch Extended Cut niederzuschreiben.

Sucker Punch
Extended Cut

Sucker Punch, USA 2011, 127 Min.

Sucker Punch Extended Cut | © Warner Home Video
© Warner Home Video

Regisseur:
Zack Snyder
Autoren:
Zack Snyder
Steve Shibuya

Main-Cast:
Emily Browning (Baby Doll)
Abbie Cornish (Sweet Pea)
Jena Malone (Rocket)
Vanessa Hudgens (Blondie)
Jamie Chung (Amber)
in weiteren Rollen:
Carla Gugino (Dr. Vera Gorski)
Oscar Isaac (Blue Jones)
Jon Hamm (High Roller / Doctor)
Scott Glenn (Wise Man)

Genre:
Action | Fantasy | Drama


 

Inhalt:

Die namenlose Hauptdarstellerin verliert ihre Mutter und wird zusammen mit ihrer Schwester der Obhut des Stiefvaters übergeben. Kaum ist die Beerdigung vorbei werden sie und ihre Schwester jedoch von ihm bedrängt. Sie versucht ihre Schwester zu retten, doch der Schuss aus der Waffe, die sie an sich genommen hat um sich gegen den Stiefvater zu verteidigen, trifft ihre Schwester. Aus Reue und Scham lässt sie die Waffe fallen und der Stiefvater ruft die Polizei. Er beschuldigt seine Stieftochter des Totschlags und verfrachtet sie kurzerhand in die Irrenanstalt Lennox House. Dort besticht er den Leiter der Anstalt, bei ihr eine Lobotomie durchführen zu lassen, um das Gesehene zu verdrängen.

In fünf Tagen soll der Doktor kommen und die Hauptfigur flüchtet sich in eine parallele Realität, in der sie in ein Freudenhaus gebracht wird. Der Leiter der Anstalt wird zum Bordellbesitzer, die Therapeutin Dr. Gorski wird zur Tanzlehrerin der Mädchen und statt des Doktors droht ihr nun in fünf Tagen der Besuch des High Roller, dem ihre Jungfräulichkeit versprochen worden ist. Das namenlose Mädchen wird hier bald bekannt als Baby Doll.

Als Baby Doll gezwungen wird zu tanzen, gerät sie in eine Art Trance, in der sie einen wunderlichen Mann trifft, der ihr den Weg in die Freiheit zu erklären versucht. Fünf Gegenstände benötigt sie, um zu entkommen, vier davon sind bekannt: eine Karte, Feuer, ein Messer und einen Schlüssel. Der letzte ist ein Geheimnis – und der ultimative Sieg – wie ihr der Mann versichert.

Fortan verschlägt es sie jedes Mal beim Tanzen in ihre fiktiven Welten, in der sie gegen deutsche Soldaten-Zombies, Drachen und andere Wesen kämpfen muss, um an die benötigten Gegenstände zu gelangen. Doch die Grenzen zwischen den Welten verwischen zusehends und letztlich ist alles ganz anders, als Baby Doll die Wahrheit und somit ihre Bestimmung erkennt.

Rezension:

Zuallererst einmal ist zu sagen, dass dies keine Rezension des Films Sucker Punch wird, denn diese habe ich bereits am Tag des Kinostarts verfasst. Hier geht es zur Rezension von Sucker Punch. Diesmal soll es konkret um den Unterschied zwischen der Kinofassung und dem fast achtzehn Minuten längeren Extended Cut gehen.

Der Extended Cut von Sucker Punch ist – und das dürfte keine Überraschung sein – am ehesten interessant für Leute, die auch schon die Kinofassung begeistert aufgenommen haben. Die vorliegende Fassung wertet den Film zwar noch einmal akut auf, doch ob sie imstande ist, jemanden zu bekehren, der von dem Film bereits enttäuscht worden ist, wage ich zu bezweifeln. Bei Kinostart krankte Sucker Punch bereits an der bekannten Tatsache, dass etliche Szenen abgeändert oder komplett gestrichen werden mussten, um in Amerika statt des R-Rating das begehrte PG13-Rating zu bekommen, um so eine größere Zielgruppe ansprechen zu können, also insbesondere jüngere Zuschauer.

Auch mir machte dies den Kinobesuch ein wenig madig und ich muss den Leuten von Warner ausnahmsweise ein Lob aussprechen, dass der nun vorliegende Extended Cut sogar, anders als bei großartigen Filmen wie The Town komplett synchronisiert worden ist, direkt verbunden mit der Kritik, dass mal wieder die Langfassung nur auf BluRay erhältlich ist und sein wird. Aber zum Film: Der Extended Cut bietet erfreulicherweise keine billig produzierten, unnützen Szenen und versucht mit jetzt erlaubten Gewaltspitzen zu glänzen, sondern erfreut stattdessen mit liebe- und sinnvollen Handlungserweiterungen.

Einerseits kann die Bordellthematik im Dialog viel deutlicher zur Sprache gebracht werden, was einige ärgerliche Szenen- und Dialogzensuren ad acta legt und die entsprechende „Welt“ gleich viel bedrohlicher aber auch dekadenter wirken lässt. Eine relativ früh auftauchende Gesangseinlage mit einer collagenartigen Bilderflut sondergleichen rechtfertigt mit ihrem Bombast allein schon den Extended Cut.

Aber auch die Szenen in den Fantasy-Welten wurden erweitert und bieten nun noch mehr Kurzweil, zumal die Auftritte des „Wise Men“ ebenfalls verlängert wurden. Zudem bekommt auch Jon Hamm hier endlich ein wenig Screentime spendiert, insbesondere für Fans von Mad Men wie ich einer bin eine feine Sache. Durch viele kleine Änderungen, erweiterte Dialoge, bessere Übergänge und einer sinngebenden Szene gegen Ende des Films wirkt die gesamte Erzählung um einiges runder und bestätigt oder widerlegt auch den einen oder anderen Interpretationsansatz. Zumindest zeichnete sich für mich ein recht klares Bild zum Verständnis des Films ab.

Fazit & Wertung:

Sind die Zensuren aus deutscher Sicht vollkommen unverständlich gewesen aufgrund der unterschiedlichen Freigabesysteme, so ist es umso erfreulicher, dass uns nun diese erweiterte Fassung vorliegt, die Sucker Punch auf eine neue Stufe hebt und den Film endlich zu dem Meisterwerk werden lässt, dass er von Anfang an hätte sein können – zumindest für diejenigen, die dem Film etwas abgewinnen konnten.

10 von 10 erträumten Kampfeinsätzen

Sucker Punch Extended Cut

  • Erträumte Kampfeinsätze - 10/10
    10/10

Fazit & Wertung:

Sind die Zensuren aus deutscher Sicht vollkommen unverständlich gewesen aufgrund der unterschiedlichen Freigabesysteme, so ist es umso erfreulicher, dass uns nun diese erweiterte Fassung vorliegt, die Sucker Punch auf eine neue Stufe hebt und den Film endlich zu dem Meisterwerk werden lässt, dass er von Anfang an hätte sein können – zumindest für diejenigen, die dem Film etwas abgewinnen konnten.

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Als besonderer Service hier noch die Links zur Blu-ray des Sucker Punch Extended Cut, sowie der DVD der Sucker Punch Kinofassung bei Amazon:

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