Review: The Wrestler (Film)

Einen wunderschönen Abend und willkommen zurück! Heute erneut eine Filmrezension, denn das Buch, welches ich in der Theorie heute gerne hätte rezensieren wollen, beansprucht wider Erwarten doch etwas mehr Zeit als gedacht. Umso mehr freue ich mich, noch eine Rezension zu einem erneut so lohnenswerten Film in petto zu haben.

Viel Spaß!

The Wrestler

The Wrestler, USA 2008, 109 Min.

The Wrestler
Quelle: IMPawards.com

Regisseur:
Darren Aronofsky
Autor:
Robert D. Siegel

Main-Cast:
Mickey Rourke (Randy „The Ram“ Robinson)
Marisa Tomei (Cassidy)
Evan Rachel Wood (Stephanie)

Genre:
Drama

Trailer:

 

Inhalt:

Randy „The Ram“ Robinson hat seine besten Tage längst hinter sich. Früher ein gefeierter Wrestling-Star verdingt er sich mittlerweile, gut zwei Jahrzehnte nach seiner erfolgreichen Zeit, zwar immer noch als Wrestler, doch sind die Gagen längst nicht mehr dieselben und sein Körper erst recht nicht. „The Ram“ hört und sieht nicht mehr so gut, trägt Hörgerät und Brille, versucht sich verzweifelt mit Pillen in Form zu halten und verprasst sein letztes weniges Geld in einem Strip-Club, wo er sich regelmäßig der Tänzerin Cassidy anvertraut.

Nach einem besonders brutalen Kampf offenbart sich allerdings erst Randys wirklicher Gesundheitszustand. Er erleidet einen Herzinfarkt und im Krankenhaus legt man ihm nahe, nie wieder einen Ring zu besteigen. Ob dieser neuen Entwicklung – und seines Lebensinhalts beraubt – strebt Randy danach, das zerrüttete Verhältnis zu seiner Tochter zu kitten und bittet Cassidy um Hilfe. Kurz scheint es, dass er sein Leben fernab des Wrestling meistern könne, doch plötzlich wird ihm ein verlockendes Angebot gemacht.

Rezension:

Nachdem ich mich bereits vor geraumer Zeit an dieser Stelle mit Black Swan auseinandergesetzt habe, bewege ich mich nun rückwärts durch die Filmografie Darren Aronofskys und werde somit heute ein paar Worte an The Wrestler verlieren. Auch hier handelt es sich um einen preisgekröntes und Oscar-nominiertes Werk des ambitionierten Filmemachers, das jedoch entgegen seiner anderen Werke speziell durch Bodenständigkeit und die unaufgeregte Erzählweise punktet.

Durch die Kameraarbeit und die gesamte Inszenierung bekommt man hier beinahe das Gefühl, das Biopic eines echten Wrestlers zu betrachten. Es ist hier zu großen Teilen der extrem überzeugenden Darbietung Mickey Rourkes geschuldet, dass The Wrestler durchweg zu überzeugen weiß und nie in Kitsch abzudriften droht. Durch gewisse Parallelen ist Rourke wie geschaffen für die Rolle des einst berühmten und mittlerweile abgehalfterten Stars. Tatkräftige Unterstützung erhält er in dem zu Recht als One-Man-Show bezeichneten Film durch die großartige Marisa Tomei und Evan Rachel Wood.

Hier zeigt sich auch die einzige Diskrepanz des Films, da es alle Darsteller gekonnt verstehen, ihrem Spiel leise Nuancen beizufügen und auch ohne Worte ein gehöriges Maß an Gefühl und Emotion zu transportieren, wohingegen Aronofskys Darstellungsweise zuweilen eher nach der Holzhammer-Methode zu funktionieren scheint und Offensichtliches noch zusätzlich zu betonen versucht. Das ändert aber nichts daran, dass wir es hier mit einem extrem eindrücklichen und nahegehenden Drama zu tun haben, bei dem einen keines der Schicksale kalt lässt, auch wenn der Fokus ganz klar auf dem namensgebenden Wrestler liegt, der seine besten Tage bei weitem hinter sich hat und nun vor den Scherben seines gescheiterten Lebensentwurfes steht.

Aronofsky gelingt es bei The Wrestler mit der Hilfe seiner vorzüglichen Besetzung, in ein für Filme recht untypisches Milieu vorzudringen und trotz der teils plakativen Darstellungen ein glaubwürdiges und berührendes Drama zu schaffen, das durch und durch zu überzeugen weiß und sowohl in den ruhigen wie auch den hektischeren Momenten den Zuschauer zu fesseln versteht – und das ganz ohne Effekt-Overkill.

Fazit & Wertung:

Mit The Wrestler hat Darren Aronofsky eine weitere überzeugende Facette zu seinem filmischen Portfolio hinzugefügt und Mickey Rourke zu seinem mehr als verdienten Comeback verholfen. Von meiner Seite eine klare Empfehlung für diese tragische Geschichte.

9 von 10 bejubelten Auftritten

The Wrestler

  • Bejubelte Auftritte - 9/10
    9/10

Fazit & Wertung:

Mit The Wrestler hat Darren Aronofsky eine weitere überzeugende Facette zu seinem filmischen Portfolio hinzugefügt und Mickey Rourke zu seinem mehr als verdienten Comeback verholfen. Von meiner Seite eine klare Empfehlung für diese tragische Geschichte.

9.0/10
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Meinungen aus der Blogosphäre:
Cellurizon: 8/10 Punkte
Xanders Blog: 9/10 Punkte

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