Review: Death Dealer (Graphic Novel)

Einen guten Abend verehrte Leserinnen und Leser,

heute – so habe ich mir gedacht – bediene ich einmal mehr die Nischenrubrik überhaupt im Medienjournal und berichte von einem weiteren Comic-Album respektive einer Graphic-Novel wie es so schön heißt. Ich hatte auch schon länger vor den Death Dealer zu rezensieren, doch habe ich es immer wieder vor mir hergeschoben und andere Dinge für wichtiger befunden. Bevor er mir nun also komplett in Vergessenheit gerät, kommt er jetzt.

Viel Spaß!

Death Dealer
Schatten von Mirahan

Death Dealer, USA 2008, 212 Seiten

Death Dealer
© Panini Comics

Autoren:
Nat Jones
Jay Fotos
Joshua Ortega
Zeichner:
Nat Jones

Verlag (D):
Panini Verlag
ISBN:
978-3-866-07741-6

Genre:
Fantasy | Action

 

Inhalt:

Vor hunderten von Jahren tobte im Land Iparsia ein erbitterter Krieg zwischen den Völkern von Oro und Edani. Städte wurden zerstört und ganze Landstriche verbrannt und erst das Erscheinen des sagenumwobenen Death Dealer konnte den marodierenden Horden Einhalt gebieten, doch er schlachtete erbarmungslos alles und jeden ab, der ihm in die Quere kam. Nur eine kleine Gruppe von Druiden wusste eine Möglichkeit, den Death Dealer zu vertreiben und den Frieden wiederherzustellen und lange Jahre kehrte Ruhe ein in Iparsia.

Doch jetzt, neunhundert Jahre später, wächst das Böse erneut unter Iparsia, die Toten erheben sich aus ihren Gräbern und die Wiederkunft des Death Dealers steht kurz bevor.

Rezension:

Bei Death Dealer handelt es sich um die mediale Umsetzung der gleichnamigen Illustrationen des bekannten Fantasy- und Science-Fiction-Künstlers Frank Frazetta. Die Autoren Jones, Fotos und Ortega haben – inspiriert vom Death Dealer – einen eigenen Fantasy-Kosmos geschaffen um darin dem gefürchteten Schatten Leben einzuhauchen. Aus dieser anfänglich so abstrus klingenden Idee ist eine sechsteilige Serie entstanden, die hier in gebündelter Form und um eine Galerie, zahlreiche Skizzen, Konzeptzeichnungen, Titelbilder und eine Biographie Frazettas ergänzt veröffentlicht worden ist.

Es ist den kreativen Köpfen hoch anzurechnen, welch stimmige, düstere Welt sie zu ersinnen imstande waren und alles ausgehend von den sechs ursprünglichen Bildern. Leider bestehen sowohl Welt als auch Geschichte größtenteils aus gängigen Versatzstücken einschlägiger Fantasy-Literatur, so dass hier keine Innovationspreise gewonnen werden können. Die Story beginnt mit einer eindrucksvollen und ausdrucksstarken Rückblende und schürt Erwartungen, die der weitere Verlauf nur teilweise einzulösen vermag. Mir persönlich fehlte auch eine klare Bezugsperson innerhalb des Comics, denn es treten zwar vielerlei Figuren auf und spielen eine gewisse Rolle, doch taugen sie allesamt nicht als Identifikationsfigur, vor allem nicht der namensgebende Death Dealer, in den hineinzuversetzen es einem aufgrund seiner Herkunft und absoluten Verschwiegenheit schwerfällt.

So bleiben letztlich auch die Hintergründe des Death Dealer im Dunkeln, ebenso die des Bösen Mirahan, des Gott des Nichts. Die Geschichte könnte durchaus episch sein, würde sie nicht von unnützen Scharmützeln und Kämpfen mit Wölfen und allerlei Getier auf dem Boden gehalten. Generell liegt hier das Augenmerk oft auf den Kampfszenen, so dass der geschichtliche Hintergrund immer mehr in ebenselbigen tritt. Der Panel-Aufteilung und Kolorierung ist es geschuldet, dass man auch manchmal den Überblick verliert, nicht zuzuordnen in der Lage ist, wer hier gegen wen kämpft oder welche Partei die Oberhand besitzt.

Auch der Zeichenstil entspricht nicht vollends meinem Geschmack und bleibt, bis auf wenige Ausnahmen recht unspektakulär. So verkommt Death Dealer trotz seiner hehren Ambitionen zu einer eher durchschnittlichen Geschichte, der man aber – und das möchte ich ihr zugutehalten – zu jedem Zeitpunkt das Herzblut anmerkt, das alle Beteiligten in das Projekt gesteckt haben.

Fazit & Wertung:

Death Dealer ist bei weitem nicht so packend wie die Bilder die als Vorbild dienten, punktet aber durch eine großartige Ausstattung und viele Zusatzinformationen. Gesetz den Fall, dass ein anderer Zeichner verpflichtet wird, bin ich aber definitiv bei der nächsten Umsetzung von Frazettas Illustrationen wieder mit dabei!

6,5 von 10 Inkarnationen des Death Dealer

Death Dealer

  • Inkarnationen des Death Dealer - 6.5/10
    6.5/10

Fazit & Wertung:

Death Dealer ist bei weitem nicht so packend wie die Bilder die als Vorbild dienten, punktet aber durch eine großartige Ausstattung und viele Zusatzinformationen. Gesetz den Fall, dass ein anderer Zeichner verpflichtet wird, bin ich aber definitiv bei der nächsten Umsetzung von Frazettas Illustrationen wieder mit dabei!

6.5/10
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