Review: Devil (Film)

Guten Abend und willkommen zurück zur neuesten Rezension, frisch eingetroffen hier im Medienjournal. Ich wünsche allseits viel Genuss und Spaß bei der Lektüre und im Anschluss daran einen geruh- und erholsamen Tagesausklang.

Devil

Devil, USA 2010, 80 Min.

Devil
Quelle: IMPawards.com

Regisseur:
John Erick Dowdle
Autoren:
Brian Nelson
M. Night Shyamalan

Main-Cast:

Chris Messina (Detective Bowden)
Logan Marshall-Green (Mechaniker)
Jenny O’Hara (alte Frau)
Bojana Novakovic (junge Frau)
Bokeem Woodbine (Wachmann)
Geoffrey Arend (Verkäufer)

Genre:
Horror | Mystery | Thriller

Trailer:

 

Inhalt:

Während Detective Bowden zu einem Tatort gerufen wird, wo ein Mann auf einen Laster gestürzt ist, finden sich fünf ungleiche Gestalten in einem nahegelegenen Wolkenkratzer ein, um gemeinsam den Aufzug zu benutzen. Dieser bleibt stecken und zunächst versucht das Personal des Gebäudes auf eigene Faust den Fehler zu finden. Als aber sämtliche Möglichkeiten ausgeschöpft sind, wenden sie sich an die Polizei und der in der Nähe befindliche Bowden, der mittlerweile ermitteln konnte, dass die Person auf dem Laster von ebenjenem Gebäude gestürzt sein muss, macht sich sofort auf in die Überwachungszentrale. Erst der Wachmann Ramirez bringt die Beteiligten auf die Idee, dass Zufälle – wie sie sich an jenem Tag häufen – nicht mit rechten Dingen zugehen und womöglich der Leibhaftige selbst zur Tat schreitet. Und auch Detective Bowden ist nicht zufällig in dem Gebäude…

Rezension:

Devil ist der erste Teil der sogenannten Night Chronicles, Filmen, deren Grundkonzept von M. Night Shyamalan stammt und die er von anderen Regisseuren in Szene setzen lässt. Die Idee ist eine grundsätzlich gut und so präsentiert sich auch dieser erste Teil als grundsolider Thriller mit einigen wenigen übernatürlichen Einschlägen, der durchaus zu gefallen weiß. Die Laufzeit von gerade einmal achtzig Minuten ist durchaus als knackig zu bezeichnen und dementsprechend hält sich der Regisseur John Erick Dowdle auch nicht lange mit einer großartigen Exposition seiner Figuren auf, wichtige Details werden im Laufe der Geschichte über Dialoge transportiert und insbesondere die Fahrstuhlinsassen werden eher ihres Auftretens und ihrer Funktion nach definiert, so dass man zwar im Laufe der Handlung ihre Namen erfährt, sie aber selbst im Abspann nur mehr als junge oder alte Frau, Wachmann, Verkäufer und Mechaniker betitelt werden.

Was mich bei Devil beeindruckt hat, waren die vielen kleinen Einfälle, die aus der kammerspielartigen Ausgangsposition so viel mehr machen als nur Szenen im Fahrstuhl, wobei diese dankenswerterweise auch nie vernachlässigt werden, so dass man eigentlich permanent bei den Gefangenen ist und sich wie sie fragt, wer hier der Unheilsbringer sein möge und von wo die Gefahr zu kommen droht. Mit fortschreitender Geschichte wird daraus zwar mehr ein reines Ratespiel und irgendwann sollte auch dem Letzten klar werden, dass die Lösung nicht gar so einfach ist wie sie scheint, wenngleich der letztendliche Twist ebenso vorhersehbar wie konventionell daherkommt.

Durch seine kurze Laufzeit schabt Devil auch mehr auf der Oberfläche, als dass er in die Tiefe geht und das wie gesagt nicht unbedingt umwerfende oder überraschende Finale führt zu einem recht abrupten wie nichtssagenden Ende des Films. Sind die ersten Night Chronicles zwar vor Klischees und Stereotypen nicht gefeit, überzeugen sie doch mit eher handwerklichen Aspekten, zum Beispiel intelligenten und erfrischend neuartigen Kameraperspektiven, einem unaufdringlichen wie schauderhaften Soundtrack und einem rundheraus überzeugendem Cast, der allein dadurch zu gefallen weiß, dass die Gesichter noch so schön unbekannt sind und sich so auch der Zuschauer fragen muss, wer hier den Bösewicht mimt.

Stehe man zur christlichen Thematik wie man will, dient diese hier auch letztlich eher als Aufhänger um ein allseits bekanntes Böses als Richter über die Sünder auf die Erde zu holen. Dabei setzt Devil in angenehm wohltuender Weise mehr auf psychologischen Thrill denn auf derbe Effekte und das tut ihm sichtlich gut, wenngleich auch manch (dezentere) „grausige“ Szene nicht ausgespart worden ist.

Fazit & Wertung:

Devil ist ein handwerklich überzeugender Film, gefällt durch seine geradlinige Art und unverbrauchte Schauspieler. Innovativ ist er in keiner Weise, ein solider und unterhaltsamer Genre-Vertreter ist er trotzdem allemal geworden.

7 von 10 Heimsuchungen des Teufels

Devil

  • Heimsuchungen des Teufels - 7/10
    7/10

Fazit & Wertung:

Devil ist ein handwerklich überzeugender Film, gefällt durch seine geradlinige Art und unverbrauchte Schauspieler. Innovativ ist er in keiner Weise, ein solider und unterhaltsamer Genre-Vertreter ist er trotzdem allemal geworden.

7.0/10
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Meinungen aus der Blogosphäre:
Tonight is gonna be a large one.: 7/10 Punkte

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