Review: Paul – Ein Alien auf der Flucht (Film)

Nach der gestrigen Serienrezension gibt es heute direkt mal wieder einen Film präsentiert, den ich seinerzeit schon im Rahmen der Kinofilmstarts prognostiziert hatte. Gebt euch keine Mühe, die Vorschau in meinen Archiven zu finden, denn dies geschah noch zu Zeiten des alten Blogs und wurde mangels Aktualität nicht herübergerettet. Um meine damalige Einschätzung aber kurz und prägnant zusammenzufassen: Ich war einerseits skeptisch aufgrund der Thematik, andererseits ließ mich der Trailer des Niveaus wegen etwas bangen, beziehungsweise des Mangels daran.

Prognostiziert hatte ich letztlich 6-8 Punkte. Und jetzt wollen wir doch mal sehen, inwieweit ich Recht behalten habe.

Paul
Ein Alien auf der Flucht

Paul, USA/UK 2011, 104 Min.

Paul
Quelle: IMPawards.com

Regisseur:
Greg Mottola
Autoren:
Nick Frost
Simon Pegg

Main-Cast:

Simon Pegg (Graeme Willy)
Nick Frost (Clive Gollings)
Jason Bateman (Agent Zoil)
Kristen Wiig (Ruth Buggs)
Bill Hader (Haggard)
Sigourney Weaver (der „Big Boss“)
Seth Rogen (Paul [Stimme]*)
*: im Deutschen gesprochen von Bela B.

Genre:
Komödie | Science-Fiction | Abenteuer

Trailer:

 

Inhalt:

Die Freunde Graeme und Clive, sind extra von England nach Amerika, genauer nach San Diego, gereist, um dort das Mekka aller Nerds zu besuchen, die Comic-Con. Von dort aus planen die beiden, sämtliche mehr oder minder bekannten UFO-Sichtungsplätze und dabei natürlich auch die Aera 51 zu besuchen. Doch schon nach kurzer Reise geschieht etwas Unglaubliches.

Denn als vor den beiden ein Auto verunglückt, eilen die beiden zur Rettung herbei und treffen auf ein waschechtes, proletenhaftes Alien namens Paul, was Clive spontan dazu veranlasst in Ohnmacht zu fallen. Währenddessen eröffnet Paul Graeme, dass er sich auf der Flucht befinde, und ihm das FBI bereits dicht auf den Fersen ist.

Rezension:

Wer die Namen Simon Pegg und Nick Frost hört, wird unweigerlich an die großartigen Filme Shaun of the Dead und Hot Fuzz denken, die ersten beiden Teile der Blood and Ice Cream Trilogy. Trotz gleicher Hauptdarsteller handelt es sich bei Paul mitnichten um den dritten Teil, denn dieser wird zum einen The World’s End heißen, zum anderen mussten Pegg und Frost auf ihren Regisseur Edgar Wright verzichten und haben stattdessen Greg Mottola ins Boot geholt, während sie beide für das Drehbuch verantwortlich zeichnen.

Zuerst sei bereits verraten, dass Paul nicht ganz an die genannten Werke heranreicht, verstecken muss er sich aber andererseits auch nicht. Das liegt zum einen daran, dass die Mischung aus britischem und amerikanischen Humor durchaus reizvoll ist – auch wenn er sicher nicht jederzeit meinen Geschmack getroffen hat – und zum anderen, dass natürlich das Duo Pegg & Frost funktioniert wie eh und je, hier sogar bereichert durch die Figur Pauls, dem im Original Seth Rogen die Stimme leiht, in der deutschen Fassung aber durchaus ebenbürtig Bela B. Streckenweise nervt zwar ein wenig der inflationäre Gebrauch von Schimpfwörtern und senkt das Niveau des Films erheblich, doch alles in allem ist es gelungen, eine Geschichte mit Herz zu erzählen, die auch durchaus mit einigen tollen Lachern aufwarten kann und für meinen Geschmack nicht so plump daherkommt wie beispielsweise Superbad.

Wie gesagt besticht der Film insbesondere durch seine namensgebende Figur, die nicht nur sehr glaubhaft integriert worden ist, sondern trotz ihres stereotypen Aussehens auch mit Eigenheiten, Marotten und einer Vergangenheitsgeschichte ausgestattet worden ist und dadurch an Charaktertiefe gewinnt. Doch auch die weiteren Darsteller neben Pegg & Frost wissen zu gefallen, insbesondere Jason Bateman und Bill Hader haben es mir hier wieder einmal angetan. Die Geschichte von Paul dagegen ist mehr typisch und vorhersehbar und punktet nicht unbedingt mit großen Überraschungen. Der Auftritt Sigourney Weavers ist zwar gut, hätte aber auch berauschender ausfallen können, ebenso wie das Finale an sich und die gar nicht mal so überraschende Wendung.

Alles in allem sind diese Mäkel aber zu verkraften, denn Paul besitzt keinen wirklichen Durchhänger, die Gag-Dichte schwankt zwar hie und da, doch trotzdem fiebert man mit dem ungleichen Trio, wenngleich sich die erfolgreiche Flucht Pauls selbstverständlich schon zu Beginn abzeichnet. Dieses Konglomerat verschiedener Eindrücke führt dazu, dass Paul ein netter, unterhaltsamer Film geworden ist, den man zwar nicht gesehen haben muss, der einen aber auch nicht wirklich enttäuscht. Mir hat er sogar besser gefallen als erwartet, da ich nach dem etwas einseitig proletenhaftem Trailer durchaus mit schlimmerem gerechnet hätte.

Fazit & Wertung:

Paul ist rundherum gute Unterhaltung ohne größere Innovationen und gehobenen Anspruch, dafür aber mit viel Liebe zum Detail.

7,5 von 10 Reminiszenzen an Science-Fiction-Klassiker

Paul

  • Reminiszenzen an Science-Fiction-Klassiker - 7.5/10
    7.5/10

Fazit & Wertung:

Paul ist rundherum gute Unterhaltung ohne größere Innovationen und gehobenen Anspruch, dafür aber mit viel Liebe zum Detail.

7.5/10
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Meinungen aus der Blogosphäre:
Tonight is gonna be a large one.: 8/10 Punkte

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