Review: The Joneses (Film)

Es ist zwar schon etwas später, aber keine Sorge, ich habe euch nicht vergessen und liefere hiermit pflichtschuldig die Rezension für den heutigen Abend ab.

The Joneses

The Joneses, USA 2009, 96 Min.

The Joneses | © Universum Film
© Universum Film

Regisseur:
Derrick Borte
Autor:
Derrick Borte

Main-Cast:

David Duchovny (Steve Jones)
Demi Moore (Kate Jones)
Amber Heard (Jenn Jones)
Ben Hollingsworth (Mick Jones)

Genre:
Drama | Komödie

 

Trailer:

Inhalt:

Als die Familie Jones in einen luxuriösen, wohlhabenden Vorort in Amerika zieht, ist es für die sie umgebende Nachbarschaft wie eine Offenbarung, denn die Joneses sind attraktiv, wohlhabend, trend- und modebewusst und schwelgen im Luxus an der Schwelle zur Dekadenz. Was ihre Nachbarn nicht wissen: Familie Jones ist nicht echt, die Mitglieder sind gecastet und dienen großen Hochpreissegmentfirmen dazu, ihre Produkte zielwirksam zu vermarkten und Bedürfnisse und Begehrlichkeiten bei den potentiellen Konsumenten zu wecken. So schwärmen sie von ihren Golfschlägern, empfehlen bereitwillig die Marke ihrer Kosmetikprodukte und bringen die neueste Sorte Alkopops in aller Munde.

Anfangs geht es nur um die höchsten Absatzsteigerungen, doch zumindest Steve Jones, das Oberhaupt der Familie, beginnt sich Gedanken über die Zukunft dieser „Familie“ zu machen und hat sich zudem noch in seine Frau und Chefin Kate verliebt. Als ihm dann langsam aber sicher die tragischen Konsequenzen ihrer Vermarktungspolitik klar werden, stellt sich ihm eine alles entscheidende Frage.

Rezension:

The Joneses war für mich eine echte Überraschung. Hatte mich zwar die Geschichte angesprochen und ebenso die mitwirkenden Schauspieler, so ging ich trotzdem nicht mit allzu hohen Erwartungen an den Film, weil dieser auch an mehrerer Stelle nur durchweg mittelmäßige Kritiken bekommen hat. Umso größer mein Erstaunen, als ich sah, wie intelligent und unterhaltsam der Aufstieg und Fall der Familie Jones bebildert worden ist und wie durchdacht die Idee der Firma dahinter erscheint.

The Joneses punktet also ausnahmsweise einmal nicht mit herausragenden schauspielerischen Leistungen, sondern mit einer intelligenten und frischen Geschichte, die geschickt zwischen Tragik und Komik hin und her pendelt. An sich ist es erschreckend, wie nah an der Realität diese Geschichte angesiedelt ist, denn es handelt sich tatsächlich um eine wahnsinnig einfallsreiche Marketing-Idee, die so oder so ähnlich auch im wahren Leben ihre Umsetzung erfahren könnte. Dies, gepaart mit dem moralischen Zwiespalt unserer Charaktere, macht den Film zu einem höchst ungewöhnlichen Erlebnis.

Die Ausstattung, der Bombast, die Luxusartikel tragen natürlich enorm zu der Atmosphäre des wohlhabenden Städtchens und ihrer neuesten Marketing-Abteilung bei und selbst als Zuschauer merkt man, dass die Familie Jones es schafft, ein solches Leben erstrebenswert erscheinen zu lassen, obwohl man ja als unbeteiligter Betrachter in die Lage versetzt wird, hinter die Kulissen zu blicken. Allein auch, dass Konflikte zwar hochschaukeln und im weiteren Verlauf vermehrt die Komik der Tragik weichen muss, ohne das eine Handlung oder Begebenheit zu überzogen, zu unglaubwürdig wird, stärkt den Tenor des Films meines Erachtens sehr.

Ich kann mich also beim besten Willen nicht in die Riege der Negativrezensenten einreihen, muss aber einräumen, dass man The Joneses natürlich nicht zu ernst nehmen sollte. Würde man das Werk als gesellschaftskritische Inszenierung mit erhobenem Zeigefinger verstehen wollen, so würde der Film über weite Teile nicht funktionieren, als reine Komödie hätte er ebenso das Nachsehen. Aber gerade diese Mischung, das mitreißende Geschehen, der Einfallsreichtum, die Ideen sind es, die The Joneses zu genau dem einzigartigen Film werden lassen, der er ist. Er ist dabei kein Meisterwerk geworden, dafür fehlt ihm dann doch ein wenig Tiefgang, aber es ist auch kein schlechter Film, tatsächlich sogar ein ziemlich guter.

Fazit & Wertung:

The Joneses besticht mit einer ungewohnten Mischung und vereint Aspekte verschiedener Einschläge in einem extreme kurzweiligen und dennoch durchdachten Film, der letztlich nur hin und wieder ein wenig an der eigenen und propagierten Oberflächlichkeit leidet.

8 von 10 Product-Placements

The Joneses

  • Product-Placements - 8/10
    8/10

Fazit & Wertung:

The Joneses besticht mit einer ungewohnten Mischung und vereint Aspekte verschiedener Einschläge in einem extreme kurzweiligen und dennoch durchdachten Film, der letztlich nur hin und wieder ein wenig an der eigenen und propagierten Oberflächlichkeit leidet.

8.0/10
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