Review: Die Frau des Zeitreisenden (Film)

Und schon wieder ist ein Wochenende ins Land gezogen und eine neue Woche steht vor der Tür. Höchste Zeit also, mit einer neuen Rezension aufzuwarten, bevor morgen pünktlich um 00:01 Uhr der neue Media Monday an den Start geht. Es ist übrigens purer Zufall, dass sowohl bei R. E. D. als auch hier Robert Schwentke Regie geführt hat. Das ist mir dann tatsächlich erst nach Sichtung der Filme aufgefallen.

Die Frau des Zeitreisenden

The Time Traveler’s Wife, USA 2009, 107 Min.

Die Frau des Zeitreisenden
Quelle: IMPawards.com

Regisseur:
Robert Schwentke
Autor:
Bruce Joel Rubin

Main-Cast:
Rachel McAdams (Clare Abshire)
Eric Bana (Henry DeTamble)
in weiteren Rollen:
Arliss Howard (Richard DeTamble)
Ron Livingston (Gomez)

Genre:
Drama | Romantik | Science-Fiction

Trailer:

 

Inhalt:

Henry DeTamble ist Zeitreisender wider Willen. Ein Gendefekt hat zur Folge, dass er unkontrolliert in der Zeit umherreist, doch Henry arrangiert sich mit diesem Handicap so gut es eben geht. Sein Leben ändert sich schlagartig, als er der jungen Clare Abshire begegnet, die behauptet ihn zu kennen, denn sein älteres Alter Ego wird damit beginnen, sie in ihrer Kindheit zu besuchen. Die beiden werden ein Paar, doch so etwas wie Normalität will sich partout nicht einstellen, wird Henry schließlich immer wieder aus ihrem gemeinsamen Leben gerissen ohne dass absehbar wäre, wann und wie lange.

Als Claire sich schließlich ein Kind wünscht, sträubt Henry sich verständlicherweise, befürchtet er doch, den Gendefekt zu vererben und so noch jemanden mit seinem Fluch zu strafen. Doch auch für Zeitreisende ist das Leben vergänglich und die Uhr tickt unerbittlich.

Rezension:

So unkonventionell Die Frau des Zeitreisenden anfänglich klingen mag, so konventionell ist letztlich die Liebesgeschichte, die sich dahinter verbirgt. Zumindest handelt es sich um keine klassische RomCom, denn auf den komödiantischen Aspekt verzichtet Regisseur Schwentke beinahe völlig, um sich ganz der tragischen Geschichte seiner zwei Liebenden hinzugeben.

Bei Die Frau des Zeitreisenden handelt es sich um die Buch-Adaption des gleichnamigen Bestseller-Romans von Audrey Niffenegger. Buch wie auch Film vermitteln bei erster Betrachtung immerhin nicht das Bild einer Science-Fiction-Romanze und dieser Eindruck wird sich dann auch bestätigen, denn der Aspekt des Zeitreisens dient tatsächlich nur als Parabel für Vergänglichkeit und das Unstete im Leben, quasi schlicht ein zusätzliches Hindernis im Leben des Pärchens, dass es, wenn nicht zu überwinden, dann doch zumindest hinzunehmen gilt, so dass Claire und Henry sich – anders als reale Paare es tun würden – nichts sehnlicher wünschen als ein wenig Normalität und Alltag in ihrem Leben.

So wenig der Aspekt des Zeitreisens Verwunderung oder Skepsis hervorzurufen scheint und abgesehen von einigen Randfiguren auch kaum hinterfragt wird, so vorbildlich hat das Team diese verwirrenden Sprünge filmisch umzusetzen verstanden, denn als Zuschauer schlittert man direkt mit Henry durch verschiedene Zeiten und an verschiedene Orte, doch so verwirrend dies anfänglich sein mag, verbindet sich letztlich alles zu einem stimmigen Ganzen, auch wenn es freilich auch diesem Film nicht gelingt, das Paradoxon des Zeitreisens zu erklären oder immerhin zu umschiffen. Nichtsdestotrotz funktioniert die selbstgeschaffene, inhärente Logik des Films und lässt nur wenige Plausibilitätsprobleme zu.

Doch selbst wenn dies nicht so wäre, handelt es sich bei Die Frau des Zeitreisenden vielmehr um eine klassische, tragische, bittersüße Liebesgeschichte, die sich des Zeitreisens nur als Mittel zum Zweck bedient, um eine zwar teils verkitschte, aber trotzdem mitreißende, angenehm unaufgeregte und anrührende Geschichte zu erzählen, die zwar in weiten Teilen ohne größere Dramatik auskommen muss, was ihr aber durchaus gut zu Gesicht steht. Die Darsteller zuletzt, sind bis auf Henry und Clare kaum mehr als bloße Staffage und man merkt deutlich, dass hier eine ursprünglich weitreichendere Geschichte zugunsten einer kompakten filmischen Adaption akut gestutzt wurde. Die tragenden Hauptfiguren Rachel McAdams und Eric Bana erledigen ihre Sache solide, wenn auch meistens ebenso unaufgeregt, wie die Geschichte es ihnen diktiert.

Fazit & Wertung:

Bewegt sich auch die Liebesgeschichte näher an klassischen Erzählungen, als sie sich selbst eingestehen will, wurde der Aspekt und die Auswirkungen des Zeitreisens äußerst spannend und interessant umgesetzt und macht Die Frau des Zeitreisenden zu einem sehenswerten, wenn auch nicht überragenden, Film.

8 von 10 unerwarteten Zeitsprüngen

Die Frau des Zeitreisenden

  • Unerwartete Zeitsprünge - 8/10
    8/10

Fazit & Wertung:

Bewegt sich auch die Liebesgeschichte näher an klassischen Erzählungen, als sie sich selbst eingestehen will, wurde der Aspekt und die Auswirkungen des Zeitreisens äußerst spannend und interessant umgesetzt und macht Die Frau des Zeitreisenden zu einem sehenswerten, wenn auch nicht überragenden, Film.

8.0/10
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