Preview: House of Lies | #1.1 (Serie)

Schon geht es los mit einem ersten kurzen Blick auf:

House of Lies
#1.1 The Gods of Dangerous Financial Instruments

House of Lies, USA 2012, ca. 30 Min. je Folge

House of Lies
Quelle: IMPawards.com

Serienschöpfer:
Matthew Carnahan
Regisseur:
Stephen Hopkins

Autor:
Matthew Carnahan
Produzenten:
Don Cheadle
Matthew Carnahan
Jessika Borsiczky

Main-Cast:
Don Cheadle (Marty Kaan)
Kristen Bell (Jeannie Van Der Hooven)
Ben Schwartz (Clyde Oberholt)
Josh Lawson (Doug Guggenheim)
Dawn Olivieri (Monica Talbot)
Donis Leonard Jr. (Roscoe Kaan)
Glynn Turman (Jeremiah Kaan)
in weiteren Rollen:
Greg Germann (Greg Norbert)

Genre:
Komödie

Trailer: (in englisch)

 

Inhalt, Rezension & Fazit

Bei dem ersten Beitrag gestern handelte es sich also um Showtimes im Januar gestartete, neue Comedy House of Lies. Diese entstand auf Basis des gleichnamigen Sachbuches von Martin Kiehn mit dem wohlklingenden Untertitel How management consultants steal your watch and then tell you the time. Don Cheadle spielt Marty Kaan, einen skrupellosen wie charismatischen Unternehmensberater, der ein Opportunist vor dem Herrn ist und immer nur das eigene Wohl im Auge hat. Ihm zur Seite stehen Kristen Bell als die ehrgeizige wie attraktive Jeannie van der Hooven sowie Ben Schwartz als Clyde Oberholt und Josh Lawson als Doug Guggenheim. Die vierköpfige Consulting-Truppe wird immer dann gerufen wenn es brennt, nimmt aber im Gegenzug seine Klienten auch gnadenlos aus. Kaans Exfrau ist ebenfalls im Business tätig und ihrerseits schärfste Konkurrentin des strebsamen Erfolgsmenschen.

Naturgemäß kommt die Geschichte im Piloten noch etwas zu knapp und eine Exposition der Figuren gibt es kaum, stattdessen treiben diese sich in Strip-Clubs rum und verjubeln mit vollen Händen die Gelder ihrer Auftraggeber. Aber die Gags sitzen und der Clou, dass zuweilen die gesamte Szenerie einfriert und Marty Kaan sich direkt ans Publikum wendet, um ihm Consulting-Begriffe zu erklären oder an seinen anderen „Lebensweisheiten“ teilhaben zu lassen, funktioniert hier so dermaßen gut wie eigentlich noch nie. Noch dazu ist Greg Germann, der den meisten am ehesten aus seiner Paraderolle in Ally McBeal in Erinnerung sein dürfte, dabei und ganz ehrlich, wertet sein Erscheinen für mich so ziemlich jede Produktion auf, weil ich seine Art so dermaßen witzig und sympathisch finde.

Die erste Folge hat mich im Ganzen wunderbar unterhalten, was vor allem an genialen Dialogen und knackigen One-Linern gelegen hat, aber auch an herrlich abstrusen Situationen, die man zwar nicht ernst nehmen kann, aber einen deutlich Unterhaltungswert besitzen. Auch wenn mir noch unklar ist, in welche Richtung die Geschichte sich bewegen wird und inwieweit man die Oberflächlichkeit des Big Business durch dramaturgische Kniffe die Figuren betreffend aufbrechen wird. House of Lies ist alles in allem herrlich scharfzüngig, freizügig, bissig und fies, die Geschichte noch etwas platt und eindimensional, aber die durchweg unsympathischen Figuren machen – so konfus das klingen mag – definitiv Lust auf mehr.

8 von 10 Consulting-Regeln

 

  • Da sieht man einmal, wie unterschiedlich man die Serie doch auffassen kann. Von mir gab es für den Pilot gerade mal 3-4 Punkte. Das lag daran, dass ich die Sexzenen noch aufgesetzter fand, als z.B. in der dritten Staffel von „Californication“ und die One-liner alles andere als lustig. Die unsymapthischen Figuren haben es mir dann komplett verhagelt. Die nächsten 2 Folgen fand ich auch nicht besser, weshalb ich die Serie für mich abgesetzt habe. Zudem: Business-Kasper, die den ganzen Tag mit Marketing Buzzwords um sich werfen, habe ich auch im echten Job – insofern kann ich mir das in der Freizeit sparen… 😉

    • Ja, die Sex-Szenen sind wirklich recht selbstzweckhaft und tragen auch nicht zur Geschichte bei, sprich fügen sich schlecht ein. Das ist tatsächlich ein „Manko“ der Kabel-TV-Serien, denn die Macher haben scheinbar das Gefühl, den zahlenden Kunden etwas für ihr Geld bieten zu müssen, egal ob es passt oder nicht.

      Ich hingegen mag manchmal unsympathische Figuren – so wie hier. Klar, kennt man die realen Vorbilder muss man diesen charakterdefizitären Figuren sicher nicht auch noch in Serienform folgen.

  • maloney

    Don Cheadle und Kristen Bell? Gekauft!

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