Review: True Blood 2: Tainted Love (Graphic Novel)

So, das Wochenende naht und ich werde trotzdem nicht müde weiter Rezensionen zu verfassen, weil es mir im Moment eine wahnsinnige Freude bereitet und die Worte nur so zu sprudeln scheinen und weil ich außerdem noch einiges in petto habe, was ich euch gerne baldmöglichst präsentieren möchte. Aber auch, weil sich in den letzten Tagen Begebenheiten gehäuft haben, die mich in dem, was ich hier tue, enorm bestätigen, insbesondere aber auch die wirklich zahlreichen Kommentare zu so ziemlich jedem Beitrag, der hier veröffentlicht worden ist, verbunden mit wirklich guten Besucherzahlen 70+ aufwärts, was bei mir, abgesehen vom Media Monday, stets eine absolute Ausnahme war.

Sei es wie es sei habe ich meiner Euphorie ja jetzt Ausdruck verliehen und beschließe diese Einleitung mit der Ankündigung, dass dies nicht die letzte Review aus dem weiten Kosmos von True Blood gewesen sein wird und in den nächsten Tagen noch deutlich mehr Material diesbezüglich nachfolgen wird.

True Blood 2:
Tainted Love

True Blood: Tainted Love, USA 2011, 148 Seiten

True Blood 2: Tainted Love
© Panini Comics

Autoren:
Alan Ball
Marc Andreyko
Michael McMillian
Zeichner:
Joe Corroney
Stephen Molnar

Verlag (D):
Panini Verlag
ISBN:
978-3-862-01305-0

Genre:
Drama | Horror | Fantasy

 

Inhalt:

In Bossier City, Louisiana befindet sich eine der größten Tru Blood-Produktionsanlagen, die im Grunde den ganzen Süden der USA mit dem synthetischen Blut versorgt. Doch die so sicher scheinende Anlage wurde infiltriert und ein unbekannter Zusatz dem Blut beigemischt, um die wahre Natur der Vampire, ihre animalischen Instinkte hervorzurufen und sie in nach Blut dürstende Bestien verwandelt. Während in den Medien über unerklärliche Vampirangriffe berichtet wird, bei denen aber auch deren Art nicht unerheblich zu Schaden gekommen ist, gehen die Einwohner von Bon Temps ihrem normalen Tagesgeschäft nach und Hoyt erfährt, dass seine Vampir-Freundin Jessica nie in den Genuss kam, ihren Schulball zu besuchen. Prompt ist der Entschluss gefasst und Hoyt wendet sich vertrauensvoll an seine Freunde, um für Jessica im Merlotte’s einen Schulball auszurichten.

Dummerweise hat Hoyt an alles gedacht und auch Tru Blood für seine Angebetete bereitgestellt, jedoch ist dieses bereits kontaminiert und Jessica verwandelt sich in eine blutrünstige und instinktgesteuerte Bestie. Schnell offenbart sich, dass mit dem synthetischen Blut etwas nicht stimmt und im Fernsehen bekennt sich die VBA – die Vampir-Befreiungsarmee – zu den Anschlägen und trachtet danach, den angepassten und zivilisierten Vampiren ihr Verhalten heimzuzahlen. Zwar hilft auch Bill bei der Suche nach Jessica, die kurz nach ihrer „Verwandlung“ aus dem Merlotte’s verschwunden ist, doch Sookie sieht sich gezwungen auch Eric um Hilfe zu bitten, doch der hat auch mit seinen eigenen Problemen zu kämpfen, schließlich wird das Tru Blood aus Bossier City auch ins Fangtasia geliefert.

Rezension:

Nun ist also bereits der zweite True Blood-Comic-Sammelband mit dem wohlklingenden Titel Tainted Love erschienen, welcher wiederum sechs Einzelhefte umfasst und für Nachschub ist ebenfalls bereits gesorgt, steht der dritte Geschichtenzyklus French Quarter schließlich bereits in den Startlöchern und eine monatliche Erscheinungsweise verspricht auch künftig neue Abenteuer. Zunächst aber noch ein kurzes Wort zur zeitlichen Einordnung: Die Geschichte in dem hier vorliegenden Band muss sich grob im letzten Drittel der dritten Staffel ereignet haben, als Sookie und Bill bereits getrennt waren, Sookie ihrerseits aber noch nicht für ein Jahr in die Welt der Feen übergetreten war.

Worum es in der Geschichte geht habe ich ja bereits grob umrissen und positiv fällt als Allererstes auf, dass hier Wert auf eine durchgehende und zusammenhängende Handlung gelegt wurde und die Story nicht wie noch im Vorgänger aus nur lose zusammenhängenden One-Shots besteht. Im Mittelpunkt von Tainted Love steht ganz klar Jessica, was sich auch dadurch belegen lässt, dass in immer wieder eingeflochtenen Rückblenden zu ihrer menschlichen Vergangenheit Jessicas Kindheit und Jugend durch prägende, einschneidende Begebenheiten umrissen wird und gleichzeitig den Grundstein legt für den weiteren Fortgang der Geschichte, während sich Jessica unter dem Einfluss des verseuchten Tru Blood befindet.

Aber natürlich tauchen auch zahllose weitere Bekannte aus dem True Blood-Kosmos auf und bereichern die Geschichte auf die ein oder andere Art. Diese werden tatsächlich auch relativ treffend zeichnerisch dargestellt, auch wenn sich die Kunstfertigkeit und der Detailreichtum noch arg in Grenzen halten und der Band sich kaum mit einschlägigen Vertretern des Genres wird messen können. Zumindest aber haben die Panels einen gewisse Ähnlichkeit zu der Darstellung in der Serie, so dass man sich in der Geschichte doch recht schnell heimisch fühlt und im Geiste die Stimmen der liebgewonnenen TV-Darsteller vernehmen kann.

Dies gilt zumindest bis zu dem Punkt an dem ein Zeichnerwechsel innerhalb der sechsteiligen Geschichte einen doch recht argen Bruch erzeugt und leider überhaupt nicht zu überzeugen weiß. Dafür punktet Tainted Love mit seiner Geschichte, die sich einerseits nahtlos ins Serien-Universum fügt und andererseits trotzdem imstande ist Spannung aufzubauen und sogar, einigen Figuren neue Aspekte abzuringen, ohne diese in Widerspruch zu ihren Charakteristika in der TV-Serie zu stellen.

Fazit & Wertung:

Auch Tainted Love überzeugt nicht vollends, ist für Fans der Serie aber allemal lohnende Unterhaltung, wenn man sich mit dem zuweilen etwas unglücklichen Zeichenstil anfreunden kann.

7 von 10 verseuchten Flaschen Tru Blood

True Blood 2: Tainted Love

  • Verseuchte Flaschen Tru Blood - 7/10
    7/10

Fazit & Wertung:

Auch Tainted Love überzeugt nicht vollends, ist für Fans der Serie aber allemal lohnende Unterhaltung, wenn man sich mit dem zuweilen etwas unglücklichen Zeichenstil anfreunden kann.

7.0/10
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