Review: Dexter | Staffel 5 (Serie)

Kaum mehr als vier Monate ist es her, dass ich euch mit meiner Review zur vierten Staffel Dexter beehrt habe und siehe da: Hier folgt denn nun auch bereits die fünfte Staffel, die ich euch in gewohnter Ausführlichkeit und bei gleichbleibender Begeisterung näherbringen möchte.

Dexter
Staffel 5

Dexter, USA 2006- , ca. 55 Min. je Folge

Dexter | © Paramount Pictures
© Paramount Pictures

Serienschöpfer:
James Manos, Jr.
Jeff Lindsay
Showrunner:
Scott Buck

Main-Cast:
Michael C. Hall (Dexter Morgan)
Jennifer Carpenter (Debra Morgan)
Desmond Harrington (Det. Joseph Quinn)
Lauren Velez (Lt. Maria Laguerta)
David Zayas (Angel Batista)
James Remar (Harry Morgan)
C. S. Lee (Vince Masuka)
in weiteren Rollen:
Julia Stiles (Lumen Ann Pierce)
Jonny Lee Miller (Jordan Chase)
Peter Weller (Stan Liddy)
Shawn Hatosy (Boyd Fowler)

Genre:
Krimi | Drama | Mystery

Trailer:

 

Inhalt:

Promobild zu Dexter | © Paramount Pictures
© Paramount Pictures

Rita ist tot, ermordet vom Trinity-Killer Arthur Mitchell und Dexter war nicht in der Lage, ihn davon abzuhalten. Der sonst so gefühllose Killer spürt das erste Mal im Leben so etwas wie Schuld und dieser irrationale Gedanke wird auch von Ritas Kindern Astor und Cody geteilt, denn auch sie verfluchen Dexter dafür, dass er auf ihre Mutter nicht hat beschützen können. Dexter braucht eine ganze Weile, um sich an die geänderten Umstände zu gewöhnen und zu allem Überfluss beginnt Quinn ihn zu verdächtigen, weil er meint, ihn auf einem Phantombild von Kyle Butler wiederzuerkennen, der die letzte Spur auf der Jagd nach dem Trinity-Killer darstellt, den die Polizei immer noch sucht.

Als wäre es noch nicht genug, dass Astor und Cody zu ihren Großeltern gebracht werden und Dexter sich für Harrison um ein Kindermädchen bemühen muss, während Quinn ihm mit Stan Liddy einen in Verruf geratenen und korrupten Ex-Polizisten auf den Hals hetzt, muss er sich auch noch damit herumschlagen, dass er, kaum dass er seine früheren Aktivitäten als Serienkiller wieder aufnimmt und den zwielichtigen Boyd Fowler ins Auge gefasst hat, alsbald die verstörte und traumatisierte Lumen an der Seite hat, die ihm nicht nur offenbart, dass Boyd Fowler lediglich die Spitze des Eisberges um eine Gruppe skrupelloser Gestalten rund um den Medienguru Jordan Chase ist, sondern auch, dass sie sein dunkles Verlangen zu teilen scheint.

Rezension:

Ich hatte mich ja schon bezüglich des vorangegangenen Staffelfinales geäußert, dass ich extrem gespannt wäre, was man mit Ritas Tod nun in dieser Staffel anfangen würde, denn mit ihrem Dahinscheiden geht selbstverständlich eine enorme Veränderung von Dexters Lebensumständen einher, sowohl was sein familiäres Umfeld, seine Beziehung zu Astor und Cody, seine Nachbarschaft und seine Tarnidentität im Allgemeinen anbelangt. Doch der sonst so emotions- und teilnahmslose Dexter muss sich auch mit Schuldgefühlen herumschlagen und der Angst, dass sein Sohn Harrison nun ähnlich traumatisiert ist wie er selbst, so dass im Verlauf der Staffel seine diesbezüglichen Ängste auch immer wieder thematisiert werden und er immer wieder Zeichen zu erkennen meint, die dafürsprechen.

Szenenbild aus Dexter | © Paramount Pictures
© Paramount Pictures

Doch selbstverständlich kommt eine Staffel Dexter auch nicht ohne den Special Guest Star aus, der in dem staffelübergreifenden Handlungsbogen eine wie gewohnt tragende Rolle hat. Neu dabei ist, dass Julia Stiles in ihrer Rolle als Lumen Ann Pierce diesmal nicht den großen Bösewicht verkörpert, sondern vielmehr ein Opfer, während Jonny Lee Miller in seiner Rolle als Jordan Chase den Antagonisten geben darf, der in seiner Ausrichtung gänzlich anders geartet ist als beispielsweise John Lithgows Trinity-Killer, doch ist dies natürlich ein weiteres Qualitätsmerkmal der Serie, die sich fernab der ausgetretenen Pfade eines Falls der Woche bewegt und somit auch mit differenzierteren und interessanteren Figuren aufzuwarten weiß.

Das Geflecht um Jordan Chase entwickelt sich nur langsam und offenbart mit fortschreitender Ermittlungsarbeit des ungleichen Gespanns Dexter und Lumen mehr und mehr Facetten, während ihnen auch von Seiten des neu eingeführten Stan Liddy – dargestellt von Peter Weller – Gefahr droht, da dieser sich mehr und mehr an ihre Fersen heftet und nach und nach prekäres Beweismaterial zusammenstellt, dass Dexters gänzliches Lebenskonstrukt zum Einsturz bringen könnte, während Quinn sich alsbald wünschen wird, Liddy niemals beauftragt zu haben, zumal es zwischen ihm und Dexters Schwester Debra mehr und mehr zu funken scheint.

Wie gewohnt fährt die Ausnahmeserie von Showtime betont mehrgleisig und bietet mehrere spannende Handlungsstränge, die sich mal ergänzen, mal überlappen, aber nie aufgesetzt, überflüssig oder überraschungsarm sind. Die fünfte Staffel markiert daher – insbesondere mit Bezug auf den Mord an Rita – so etwas wie einen Wendepunkt und sowohl die Serie Dexter wie auch der namensgebende Hauptdarsteller erleben eine spannende und wohldurchdachte Neuausrichtung. Man darf sich also weiterhin mit Spannung darauf freuen, noch viele weitere Staffeln mit dem fraglos sympathischsten Serienkiller aller Zeiten zu durchleben, denn die Autoren machen einmal mehr deutlich, dass ihnen noch lange nicht der Stoff ausgegangen ist für nicht nur spannende, sondern auch berührende Geschichten, die dem Zuschauer, ganz anders als Dexter selbst, zu Herzen gehen. Doch meint man auch bei ihm mehr und mehr so etwas wie eine Seele durchblitzen zu sehen, denn die einschneidenden Ereignisse prallen beileibe nicht ohne Spuren zu hinterlassen an ihm ab.

Szenenbild aus Dexter | © Paramount Pictures
© Paramount Pictures

Fazit & Wertung:

Auch die fünfte Staffel Dexter hält das hohe Niveau der vorangegangenen und punktet mit frischen Ideen, einfallsreich konstruierten Abläufen und einem Dexter, der sich zuweilen gar nicht anfühlt wie der seeelenlose Killer, als der er sich selbst gerne sieht. Selten war eine Serie über einen solchen Zeitraum beinahe durchgängig derart überzeugend, so dass zu wünschen bleibt, dass dieser Umstand auch in den unweigerlich folgenden Staffeln zu unterstreichen ist.

9 von 10 auf Film gebannten Vergewaltigungen

Dexter | Staffel 5

  • Auf Film gebannte Vergewaltigungen - 9/10
    9/10

Fazit & Wertung:

Auch die fünfte Staffel Dexter hält das hohe Niveau der vorangegangenen und punktet mit frischen Ideen, einfallsreich konstruierten Abläufen und einem Dexter, der sich zuweilen gar nicht anfühlt wie der seeelenlose Killer, als der er sich selbst gerne sieht. Selten war eine Serie über einen solchen Zeitraum beinahe durchgängig derart überzeugend, so dass zu wünschen bleibt, dass dieser Umstand auch in den unweigerlich folgenden Staffeln zu unterstreichen ist.

9.0/10
Leser-Wertung 9/10 (1 Stimme)
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Meinungen aus der Blogosphäre:
Tonight is gonna be a large one.: 9/10 Punkte

Episodenübersicht: Staffel 5

01. Auf Wiedersehen, Rita Bennett
02. Auf der Fährte
03. Das Gefühl der Leere
04. Der Mörder und das Biest
05. Gier nach Vergeltung
06. Alles ist illumeniert
07. Das Licht der Dunkelheit
08. Hol’s dir!
09. Kein guter Tag
10. Nummer 13
11. Verliebte Rächer
12. Das Eine und das Andere

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  • Ja, da sind wir wieder ganz auf einer Linie. Bin gespannt was du zur nächsten Staffel sagst. Die fand ich ja doch bedeutend schwächer.

    • Schwächer? Oh nein – und ich war schon so voller Vorfreude auf neue Höhenflüge! Dann bin ich auch mal gespannt, wenn es zu einer Sichtung der sechsten Staffel kommt *seufz*

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