Review: Death Valley | Staffel 1 (Serie)

Nachdem es hier – abgesehen vom Media Monday und den Kinostarts – eine ganze Weile ziemlich still war, melde ich mich heute hochoffiziell zurück und schiebe endlich eine neue Review nach. Positiv zu vermelden gibt es seit meinem letzten Lebenszeichen, dass ich erfolgreich Krankheit und Siechtum überwunden habe und am heutigen Tage direkt noch die mündliche Prüfung zum Betriebswirt bestanden habe. Somit stehen dem neuen Titel nur noch eine dreißigseitige Projektarbeit und eine weitere mündliche Prüfung im Wege. Doch heute und in den nächsten Tagen habe ich erst einmal Ruhe und deshalb widmen wir uns einem weiteren medialen Fundstück, welches zwar schon vor geraumer Zeit im Free-TV aufgetaucht ist, mir als altem Fernsehverächter aber erst jetzt – pünktlich zur DVD-Auswertung – unter die Augen gekommen ist.

Death Valley
Staffel 1

Death Valley, USA 2011, ca. 21 Min. je Folge

Death Valley | © Paramount Pictures
© Paramount Pictures

Serienschöpfer:
Curtis Gwinn
Showrunner:
Eric Weinberg

Main-Cast:
Bryan Callen (Captain Dashell)
Bryce Johnson (Officer Billy Pierce)
Caity Lotz (Officer Kirsten Landry)
Charlie Sanders (Officer Joe Stubeck)
Texas Battle (Officer John ‚John John‘ Johnson)
Tania Raymonde (Officer Carla Rinaldi )
in weiteren Rollen:
Toby Meuli (Jamie)
Vene L. Arcoraci (Detective Dunwalt)
Courtney Halverson (Natalie)
R.J. Cantu (Rico)

Genre:
Komödie | Horror

Trailer: (in englisch)

 

Inhalt:

Vor einem Jahr fielen Vampire, Werwölfe und Zombies im San Fernando Valley ein und wie die Regierung so ist, kennt sie zwar die Ursache nicht, bildet aber prompt die schlagfertige Undead Task Force, kurz UTF, die der Polizei verdächtig ähnlich sieht, sich aber ausschließlich um die übernatürlichen Problemfälle kümmert. Geht es um die Einhaltung der für Werwölfe verhängten Ausgangssperre, die Entführung von Blutspende-Bussen oder schlicht illegal operierende Vampir-Nutten – die UTF ist stets zur Stelle.

Szenenbild aus Death Valley | © Paramount Pictures
© Paramount Pictures

Dieser unermüdliche Einsatz für die Bevölkerung blieb nicht lange ohne Folgen und so werden die Mitarbeiter der UTF von einem wagemutigen Kamerateam begleitet, das ihre heldenhaften und nicht so heldenhaften Momente auf Zelluloid bannt dessen Mitglieder freilich selbst zuweilen das Zeitliche segnen, wenn sie nicht aufpassen. Doch die UTF ist ein harter Haufen und auch wenn nicht alle von ihnen zu den intelligentesten oder feinfühligsten Menschen gezählt werden können, wissen sie sich doch ein ums andere Mal gegen die übernatürliche Bedrohung zu behaupten.

Rezension:

Death Valley ist auf den Punkt gebracht einfach mal wieder eine Serie ganz nach meinem Geschmack! Übelster Trash und eine ganze Menge auf lustig getrimmter Splatter neben zahlreichen wirklich superben dummen Sprüchen verspricht eine Mischung, die süchtig macht – so man sich denn für diese Kombination erwärmen kann. Dieser Umstand wird wohl auch dafür gesorgt haben, dass die Serie leider nicht verlängert worden ist und es somit abzusehen ist, dass diese ersten zwölf Folgen der ersten Staffel auch gleichzeitig die einzigen bleiben werden. Schade, denn die Idee, eine derart abstruse Grundidee als Polizisten-Mockumentary aufzuziehen und dabei wirklich kein Blatt vor den Mund zu nehmen, sich herrlich selbstironisch zu präsentieren und dabei um keine popkulturelle Anspielung verlegen zu sein hätte durchaus das Potential gehabt, über Jahre hinweg eine meiner liebsten Serien zu werden.

Szenenbild aus Death Valley | © Paramount Pictures
© Paramount Pictures

Anspruch sucht man in Death Valley freilich vergebens, doch stellt die Serie selbst auch diesen Anspruch nicht an sich und konzentriert sich darauf, auf allerbeste Weise zu unterhalten. War die erste Folge noch vergleichsweise durchschnittlich, dreht die Serie von Folge zu Folge immer weiter auf und präsentiert immer neue Facetten des von Vampiren, Zombies und Werwölfen bevölkerten San Fernando Valley. Dabei beginnt so gut wie jede Folge mit einer Einsatzbesprechung im UTF-Hauptquartier, dargebracht von Captain Dashell – grandios verkörpert von Bryan Callen – , der mit staubtrockenem Humor jede Szene dominiert und zweifellos den Glanzpunkt der Serie ausmacht, wenngleich die Polizisten-Duos Billy und Joe sowie John John und Carla die Erzählungen dominieren. Dann gibt es natürlich noch die obligatorische, vermeintlich unbedarfte Neue im Team namens Kirsten, die aufgrund ihres jugendlichen Aussehens auch prompt vom Captain akquiriert wird, seine Nichte Natalie zu beschatten.

So brachial, derb und urkomisch sich Death Valley aber auch gibt, hat man sich insbesondere in den späteren Folgen einen durchgehenden und noch dazu überzeugenden Handlungsablauf zu inszenieren, der es umso trauriger macht, die Zukunft der Serie vermutlich nicht mehr erleben zu können. Nichtsdestotrotz machen auch alleine diese zwölf Folgen dermaßen viel Spaß und Laune, dass sich niemand davon abschrecken lassen sollte. Natürlich sollte man auch diese Serie nach Möglichkeit im Originalton genießen, damit die Sprüche auch ihre volle Wirkung entfalten können, aber auch um die unnötigerweise nicht ausblendbaren Untertitel zu rechtfertigen, jedes Mal, wenn ein Mitglied des Kamerateams einem der UTF’ler eine Frage stellt, also quasi so, als würde man sich eine Polizei-Doku ansehen.

Szenenbild aus Death Valley | © Paramount Pictures
© Paramount Pictures

Summa summarum haben die Macher von Death Valley das Wort Tiefgang vermutlich noch nicht aus der Nähe betrachtet, schmeißen stattdessen aber mit Anspielungen jeder Couleur um sich und gehen bisweilen auch tief unter die Gürtellinie, ohne indes dabei vulgär zu werden. Dominiert wird das Geschehen aber natürlich von zahllosen Vampiren, Werwölfen und vor allem Zombies, die ein ums andere Mal auf wirklich eindrucksvolle und explizite Weise zur Strecke gebracht werden, was ein auf der DVD enthaltener Body Count der Staffel umso mehr verdeutlicht (der eine Menge Spaß macht). Für alle Freunde bekloppten Humors mit einem festen Magen, die auch mal augenzwinkernd über die offensiv zelebrierte Dummheit einiger der Protagonisten hinwegsehen können oder gar Freude dabei empfinden, ist Death Valley also mehr als eine Empfehlung wert und hat zumindest mich mehr als vortrefflich unterhalten!

Fazit & Wertung:

Death Valley ist wohl eine der kompromisslosesten Horror-Comedies der letzten Jahre und überzeugt in seiner Sparte auf voller Länge. Die Serie braucht zwar ein bis zwei Folgen, um in Fahrt zu kommen, besticht dann aber mit ein ums andere Mal abstruser werdenden Einfällen und Sprüchen zum Niederknien.

8 von 10 zu Klump geschossenen Zombies

Death Valley | Staffel 1

  • Zu Klump geschossene Zombies - 8/10
    8/10

Fazit & Wertung:

Death Valley ist wohl eine der kompromisslosesten Horror-Comedies der letzten Jahre und überzeugt in seiner Sparte auf voller Länge. Die Serie braucht zwar ein bis zwei Folgen, um in Fahrt zu kommen, besticht dann aber mit ein ums andere Mal abstruser werdenden Einfällen und Sprüchen zum Niederknien.

8.0/10
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Episodenübersicht: Staffel 1

01. Pilot
02. Help Us Help You
03. Blood Vessels
04. Two Girls, One Cop
05. Zombie Fights
06. The Hottest Day of the Year
07. Who, What, When, Werewolf…Why
08. Undead Hookers
09. Tick, Tick, Boom
10. Assault on Precinct UTF
11. Partners
12. Peace in the Valley

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Death Valley | Staffel 1 erscheint am 17.01.13 auf DVD im Vertrieb von Paramount Pictures. Hat der Artikel euer Interesse geweckt, dann bestellt doch über den Link und unterstützt damit das Medienjournal!

DVD:

  • Klingt tatsächlich ganz interessant. Vielleicht schau ich mal rein, wenn mein Serienstapel „abgearbeitet“ ist…

    • Ja, das Problem kenne ich ja nur zu gut. Habe mich der Serie auch nur widmen können, aufgrund des „Zwanges“, dass es sich um ein Rezensionsexemplar handelte. Denn allein „Band of Brothers“ und „The Pacific“ stehen immer noch ungesehen und seit mittlerweile gut einem halben Jahr bei mir im Schrank. Empfehlen kann ich „Death Valley“ aber wirklich, wenn man diesem trashigen Humor gegenüber aufgeschlossen ist, auch wenn es ja leider keine Fortsetzung geben wird.

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