Review: Contraband (Film)

Schon ist der Montag wieder rum, klopft schon fast der Dienstag an die Tür. Doch bevor das passiert, komme ich mit einer neuen Kritik um die Ecke, hab ja schließlich schon am Samstag dem Müßiggang gefrönt.

Contraband

Contraband, USA/UK/FR 2012, 109 Min.

Contraband | © Universal Pictures
© Universal Pictures

Regisseur:
Baltasar Kormákur
Autor:
Aaron Guzikowski

Main-Cast:
Mark Wahlberg (Chris Farraday)
Kate Beckinsale (Kate Farraday)
Ben Foster (Sebastian Abney)
Giovanni Ribisi (Tim Briggs)
in weiteren Rollen:
Caleb Landry Jones (Andy)
J.K. Simmons (Captain Camp)

Genre:
Action | Krimi | Thriller

Trailer:

 

Inhalt:

Szenenbild aus Contraband | © Universal Pictures
© Universal Pictures

Nachdem Chris Farraday schon vor Jahren dem kriminellen Dasein abgeschworen hat und mittlerweile eine gut laufende Sicherheitsfirma leitet, sieht er sich gezwungen, ein letztes Mal in den Moloch des Verbrechens zurückzukehren, als sein Schwager, der Bruder seiner Frau Kate, einen Deal versiebt und in Schwierigkeiten steckt. Zusammen mit seinem besten Freund Abney plant Chris einen letzten Coup, der in nach Panama und mit mehreren Millionen Dollar Falschgeld zurück nach New Orleans führen soll.

In Südamerika allerdings stößt Chris auf unerwartete Komplikationen und sieht sich unter anderem gezwungen, sich mit dem dubiosen Drogenbaron Gonzalo einzulassen, während auch in der Heimat die Gefahr für Frau und Kinder von Chris ansteigt, während Briggs immer ungehaltener wird.

Rezension:

Die Sichtung von Contraband war mir ein persönliches Bedürfnis, obschon ich freilich darum wusste, dass die Kritiken überwiegend nicht gerade wohlwollend ausgefallen sind und dass es sich um ein Remake von Reykjavik-Rotterdam handelt. Ausschlaggebend für diesen Wunsch war wie so oft bei der Auswahl meiner Filme die Besetzungsliste und zugegebenermaßen sind sowohl Mark Wahlberg, als auch Kate Beckinsale und Giovanni Ribisi für mich immer Garanten für gute oder zumindest unterhaltsame Filme gewesen. Genau in diese Bresche schlägt nun also auch Baltasar Kormakurs Neuinterpretation des Films, in dessen Originalfassung er noch die Hauptrolle gespielt hat, die er hier nun eben Wahlberg überlässt: Ein guter, doch zumindest unterhaltsamer Film, der zuvorderst mit seinen Darstellern zu punkten weiß.

Szenenbild aus Contraband | © Universal Pictures
© Universal Pictures

En détail offenbart Contraband gleichermaßen Stärken und Schwächen und kommt zutiefst ambivalent daher, denn einerseits haben mich der unterkühlte Look überzeugt, ebenso wie großartige Panorama-Aufnahmen sowohl von New Orleans als auch Panama, enttäuscht hingegen hat mich, dass der Film etwa geschlagene vierzig Minuten benötigt, um wirklich an Fahrt aufzunehmen, denn bis dahin verläuft die Reise nach Panama und auch die dafür ausschlaggebende Konfrontation mit dem Gangsterboss Briggs in vergleichsweise ruhigen Bahnen. Dann allerdings dreht der Film auf und auch wenn so einige Wendung mehr als vorhersehbar war und insbesondere die Twists gegen Ende einerseits Überhand zu nehmen drohen und andererseits an Glaubwürdigkeit einbüßen, unterhält insbesondere die zweite Hälfte des Films vortrefflich.

Da präsentiert sich der Panama-Part endlich als der Heist-Plot, der er schon viel früher hätte werden dürfen, da zieht endlich die Spannung auch im heimatlichen New Orleans an und die Figuren offenbaren ihre wahren Pläne und Hintergründe, während auch Figuren in den Sumpf des Verbrechens abdriften, von denen man es vorher nicht unbedingt angenommen hätte. Zuweilen bricht sich sogar ein wenig Absurdität die Bahn und über manche Zufälle und Verkettungen kann man leise schmunzeln, über andere Begebenheiten schon beinahe lauter lachen, doch zumindest funktioniert der Film hier als tadelloser Thriller ohne großartige Schnörkel und Verrenkungen.

Szenenbild aus Contraband | © Universal Pictures
© Universal Pictures

Da ist es dann schon schade, dass einerseits das Ende ein wenig abgedroschen wirkt und andererseits der Anfang beinahe behäbig daherkommt, denn ansonsten hätte Contraband ein richtig guter, düsterer und bitterböser Action-Thriller werden können, der nicht nur dadurch glänzt, dass Mark Wahlberg, Kate Beckinsale, Giovanni Ribisi und nicht zuletzt Ben Foster hervorragend miteinander harmonieren und ihre Rollen glaubhaft und mit Verve zu spielen verstehen. So allerdings bleibt der schale Nachgeschmack, dass hier deutlich mehr zu holen gewesen wäre, zumal der unbedingte Stilwille des Regisseurs Kormakurs in jeder Szene deutlich zutage tritt. Optisch und darstellerisch braucht sich dieses Remake also beileibe nicht zu verstecken, inhaltlich wäre bei etwas mehr Feinschliff und angezogenem Tempo deutlich mehr drin gewesen.

Fazit & Wertung:

Contraband punktet vor allem mit klangvollen Namen, die für gute Filme stehen, in diesem Fall aber einen kaum mehr als durchschnittlichen Heist-Movie im Schmuggler- und Drogen-Milieu tragen, der mehr durch Optik denn Substanz überzeugt.

6,5 von 10 Falschgeld-Bündeln

Contraband

  • Falschgeld-Bündel - 6.5/10
    6.5/10

Fazit & Wertung:

Contraband punktet vor allem mit klangvollen Namen, die für gute Filme stehen, in diesem Fall aber einen kaum mehr als durchschnittlichen Heist-Movie im Schmuggler- und Drogen-Milieu tragen, der mehr durch Optik denn Substanz überzeugt.

6.5/10
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Meinungen aus der Blogosphäre:
Cellurizon: 3/10 Punkte
Filmherum: 8/10 Punkte

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DVD:

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