Review: Darkness Rebirth 2 (Graphic Novel)

Es wird allerhöchste Zeit für einen neuen Artikel, nachdem ich am gestrigen Tag und Abend dem Müßiggang gefrönt habe und deshalb haue ich jetzt schnell noch einen raus, bevor ich – wie gewohnt auf den letzten Drücker – dem nächsten Media Monday den letzten Feinschliff verpasse. Einen schönen Wochenendausklang allerseits.

Darkness Rebirth 2
Breaking Dark

Darkness Rebirth Vol. 2, USA 2012/2013, 100 Seiten

Darkness Rebirth 2 | © Panini
© Panini

Autoren:
David Hine
Ron Marz
Zeichner:
Jeremy Haun
John Tyler Christopher

Verlag (D):
Panini Verlag
ISBN:
keine ISBN

Genre:
Mystery | Horror | Krimi | Drama | Thriller

 

Inhalt:

Nachdem die Finsternis von Jackie Estacado getrennt worden ist, macht sie auf eigene Faust Jagd auf den Gangsterboss Balakov, doch der Hexenmeister Aram scheint sich auf Balakovs Seite geschlagen zu haben, der bald schon seine wahre Macht offenbart. Jackie kommt derweil dahinter, was die Finsternis in dem Bunker unterhalb des Anwesens Erewhon treibt und spürt den Einfluss auf seine Familie wachsen, woraufhin er eine Notfallsitzung mit seinen engsten Vertrauten bei Estacado Enterprises anberaumt.

Bald schon findet Jackie die Finsternis und Balakov, die noch immer in einem erbitterten Kampf gegenüberstehen, doch es gelingt ihm vermeintlich, die Auseinandersetzung zu seinen Gunsten zu beenden. Nachdem zumindest die Bedrohung durch Balakov gebannt scheint, ruft Jackie Dr. Wallace an und beordert sie unter dem Vorwand zu sich nach Hause, seine Tochter Hope zu untersuchen, wobei es ihm mehr um seine Frau geht, die sich in umnachteten Momenten nicht einmal zu erinnern scheint, mit ihm verheiratet zu sein. Hopes Blutergebnisse allerdings offenbaren schreckliches und auch Balakov ist längst nicht besiegt, während die Finsternis gleichwohl erneut ihre Fühler ausstreckt.

Rezension:

Der zweite Band von Darkness Rebirth macht seinem Namen – Breaking Dark – alle Ehre, denn die Situation für Jackie Estacado spannt sich immer weiter an und wird spürbar prekärer. Nicht nur, dass die Finsternis sich mehr und mehr seinem Zugriff entzieht und dann auch noch auf eigene Faust Jagd auf Balakov macht, der in diesem Band offenbart, welchen uralten Mächten er sich verschrieben hat, stellt sich auch noch Aram gegen Jackie. Der ist bemüht, die Finsternis wieder einzufangen und mobilisiert seine letzten Kräfte und Verbündeten, während seine Familie mehr und mehr von dem Einfluss der Finsternis zugrunde gerichtet wird.

Insbesondere die familiäre Situation von Jackie Estacado rückt ein interessantes moralisches Moment in den Fokus, denn wenn auch indirekt wird hier doch mehrfach thematisiert, welche Auswirkungen Jackies Einmischung in das Universum nach sich gezogen haben und vor allem, welche Konsequenzen dies für seine Frau Jenny bedeutet, die eigentlich tot sein müsste und seine Tochter, die feststellen muss, dass in der ursprünglichen Welt ihre Mutter gar nicht ihre Mutter ist. Auch auf psychologischer Ebene lassen Alptraumsequenzen und Jackies Weigerung, der Wahrheit ins Auge zu blicken, interessante Einblicke zu, die man in einer Comic-Reihe dieser Art in solcher Ausprägung nicht erwarten würde. Dennoch kommt auch die Action nicht zu kurz und die Kämpfe mit Balakov sind recht eindrucksvoll illustriert. Man kann David Hine nur erneut zu dem eingeschlagenen Pfad beglückwünschen, denn Darkness Rebirth atmet zwar weiterhin den Geist der Vorlage, kommt aber so unverbraucht, neu und einfallsreich daher, dass es eine Freude ist.

Für die Zeichnungen ist übrigens erneut Jeremy Haun verantwortlich und lässt die Geschichte weiterhin aus einem Guss wirken und verleiht Darkness Rebirth erneut ein düsteres, stimmungsvolles Flair, wenn die Detailgenauigkeit in kleineren Panels manchmal ein wenig zu wünschen übrig lässt. Dennoch punktet er erneut sowohl bei der Gestaltung der Finsternis wie auch der anderen großen Macht, die sich in Breaking Dark erhebt, wenngleich sie für Jackie selbst noch die kleinere Gefahr darstellt im Vergleich zu der manifestierten Finsternis, die sich sein Leben mehr und mehr unter den Nagel reißt und nicht müde wird, um die Sympathien von Jackies Familie zu buhlen.

Ein großartiger Band, der mit fünf enthaltenen Bänden der Heftreihe nicht ganz so umfangreich geraten ist wie der Erstling und auch auf dramaturgischer Ebene nicht ganz die Exzellenz des Vorgängers erreicht, präsentiert sich Darkness Rebirth erneut von seiner besten Seite und führt die begonnene Geschichte stimmig, düster und grausam fort, überrascht mit grausamen Erkenntnissen, erschüttert mit eindrücklichen Alpträumen und lässt den Schmerz spürbar werden, den Jackie empfindet, als er beginnt zu begreifen, dass er seine über alles geliebte Familie zu verlieren droht, während sich an allen Fronten unterschiedliche Feinde gegen ihn in Position ziehen und er durch die Abwesenheit der Finsternis kaum mehr ist als ein einfacher Mensch, der sich zwar zu wehren weiß, aber kaum gegen derartige überirdische Mächte bestehen könnte.

Fazit & Wertung:

Der geglückte Neustart von Darkness Rebirth wird mit Breaking Dawn kongenial fortgeführt und punktet mit Ansätzen psychologischen Horrors und einer Familientragödie, die ihresgleichen suchen und den einstigen Träger Jackie Estacado beinahe wie ein Opfer wirken lassen, während er versucht, sich der Übergriffe der Finsternis zu erwehren und im Hintergrund noch andere Kräfte walten.

8,5 von 10 albtraumhaften Erscheinungsformen der Finsternis

Darkness Rebirth 2

  • Alptraumhafte Erscheinungsformen der Finsternis - 8.5/10
    8.5/10

Fazit & Wertung:

Der geglückte Neustart von Darkness Rebirth wird mit Breaking Dawn kongenial fortgeführt und punktet mit Ansätzen psychologischen Horrors und einer Familientragödie, die ihresgleichen suchen und den einstigen Träger Jackie Estacado beinahe wie ein Opfer wirken lassen, während er versucht, sich der Übergriffe der Finsternis zu erwehren und im Hintergrund noch andere Kräfte walten.

8.5/10
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Darkness Rebirth 2 ist am 17.09.13 im Panini Verlag erschienen. Hat der Artikel euer Interesse geweckt, dann bestellt doch über den nachfolgenden Link und unterstützt damit das Medienjournal! Der zweite Band allerdings war zum Zeitpunkt der Rezension noch nicht bei Amazon gelistet.

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