Review: The Walking Dead 10: Dämonen (Graphic Novel)

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The Walking Dead

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Und weil es so schön war und bekanntermaßen sich ja nicht nur Werwölfe gesteigerter Beliebtheit erfreuen, habe ich natürlich auch noch eine Portion Zombies für euch im Gepäck. Das soll dann für heute aber auch reichen und deshalb verziehe ich mich jetzt auf den Balkon, um noch ein wenig zu lesen und die Sonne zu genießen. Bis bald an dieser Stelle!

The Walking Dead 10
Dämonen

The Walking Dead, Vol. 10: What we become, USA 2009, 144 Seiten

The Walking Dead 10: Dämonen | © Cross Cult
© Cross Cult

Autor:
Robert Kirkman
Zeichner:
Charlie Adlard

Verlag (D):
Cross Cult
ISBN:
978-3-941-24839-7

Genre:
Endzeit | Drama | Horror

 

Inhalt:

Ausschnitt aus The Walking Dead 10: Dämonen | © Cross Cult
© Cross Cult

Nachdem Rick, Carl und Michonne wieder mit Andrea, Dale, Maggie, Glenn, Sophia und den Zwillingen vereint sind und in Form von Abraham, Rosita und Dr. Porter sogar Gruppenzuwachs bekommen haben, beschließt der bunt zusammengewürfelte Haufen, gemeinsam nach Washington zu reisen, wo Dr. Porter dabei helfen will, die Seuche zu stoppen und wo es eine sichere Zuflucht geben soll. Rick allerdings leidet noch immer sehr unter dem Tod seiner Frau und seiner Tochter, während auch Maggie ihren Lebenswillen zu verlieren droht ob der schrecklichen Geschehnisse der vergangenen Monate.

Doch das sind nicht die einzigen Probleme, derer die Gruppe Herr werden muss, denn auch Sprit und Proviant drohen knapp zu werden und während ihrer Streifzüge müssen Rick und Konsorten bald feststellen, dass sie nicht die einzigen Überlebenden sind, von den umherstreifenden Zombies, die sich immer öfter in großen Horden zusammenrotten und dadurch eine nicht zu unterschätzende Bedrohung werden einmal ganz zu schweigen.

Rezension:

Empfand ich den Vorgängerband Im finsteren Tal zum ersten Mal als kleinen Durchhänger in der ansonsten hochspannenden Reihe, schickt sich der Jubiläumsband Dämonen an, sich wieder zu alter Größe aufzuschwingen. Anders als auf der Farm oder im Gefängnis fehlt natürlich ein Setting mit Widererkennungswert und die bunt zusammengewürfelte Truppe ist noch immer auf dem Weg nach Washington, doch erlaubt diese neue Freiheit natürlich auch spannende Szenarien und Begegnungen abseits der Straße und ist nicht so streng reglementiert. Das hat zwar auch zur Folge, dass es kein übergeordnetes Thema zu geben scheint und lässt ein wenig den roten Faden vermissen, der in früheren Bänden deutlich ausgeprägter war. Im Gegenzug verstärkt das natürlich auch beim Lesen das Gefühl, die versprengten Reste der Gruppe müssten sich erst wieder zusammenraufen und neu formieren, wofür auch spricht, dass Dale und Andrea erneut darüber nachdenken dem Rest der Gruppe den Rücken zu kehren.

Ausschnitt aus The Walking Dead 10: Dämonen | © Cross Cult
© Cross Cult

Davon abgesehen beginnt Dämonen direkt mit einem wahrhaft grauenhaften Alptraum für Rick, während Maggie in eine handfeste Depression mit dramatischen Folgen schlittert. Schnell nimmt die Geschichte an Fahrt auf und endlich bekommt auch Sergeant Abraham Ford eine Vorgeschichte spendiert und gewinnt dadurch deutlich an Profil, zumal er nicht unbedingt das ist, was ich erwartet hätte. Vor allem aber führt der Angriff dreier Straßenräuber zu einer seit spätestens dem letzten Band fälligen Aussprache zwischen Rick und Carl und liefert einen der stärksten – und längsten – Dialoge der Reihe. Und im letzten Drittel etwa gibt es noch ein Wiedersehen mit einem alten Bekannten, der die Gruppe auch gehörig durcheinanderzubringen verspricht.

Apropos alte Bekannte ist The Walking Dead 10: Dämonen auch in punkto Zusatzmaterial besonders freigiebig, denn der Geschichte vorangestellt ist diesmal nicht nur ein simples Who is who auf einer Doppelseite, sondern gleich mit einer ganzen Steckbriefsammlung aller bisher in Erscheinung getretenen Figuren inklusive Hinweis, wo man sie zuerst getroffen hat und ob sie noch am Leben sind. Der Zombie-Guide widmet sich diesmal folgerichtig den Zombie-Filmen der 1980er Jahre und ist gewohnt informativ und kurzweilig geraten.

Ausschnitt aus The Walking Dead 10: Dämonen | © Cross Cult
© Cross Cult

Wenn also gefühlsmäßig Dämonen noch nicht ganz an die mitreißenden Vorgänger-Bände heranreicht, befindet sich die Geschichte doch auf einem guten Weg und zeigt auf, wie viele Gefahren in der Wildnis – aber auch innerhalb der Gruppe – lauern und endlich einmal sind auch die Zombies wieder für eine echte Bedrohung gut und dienen nicht mehr nur als bloße Staffage in dem postapokalyptischen Setting von The Walking Dead. Also ein abwechslungsreicher, spannender und würdiger Jubiläumsband, der für mehr als nur eine Überraschung gut ist und lediglich Abzüge in der B-Note dafür bekommt, dass die Reise trotz klar definiertem Ziel noch merkwürdig diffus und planlos wirkt.

Fazit & Wertung:

Mit The Walking Dead 10: Dämonen gelingt es Robert Kirkman, die Qualitäten der Reihe wieder aufleben zu lassen und konzentriert sich ganz auf die Kernaspekte des Survival-Horrors sowie der Dynamik innerhalb der ungleichen Gruppe; spannend, wendungsreich und dramatisch.

8,5 von 10 wandelnden Toten

The Walking Dead 10: Dämonen

  • Wandelnde Tote - 8.5/10
    8.5/10

Fazit & Wertung:

Mit The Walking Dead 10: Dämonen gelingt es Robert Kirkman, die Qualitäten der Reihe wieder aufleben zu lassen und konzentriert sich ganz auf die Kernaspekte des Survival-Horrors sowie der Dynamik innerhalb der ungleichen Gruppe; spannend, wendungsreich und dramatisch.

8.5/10
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Meinungen aus der Blogosphäre:
Tofu Nerdpunk: 9,3/10 Punkte

Weitere Details zu The Walking Dead 10: Dämonen findet ihr auf der Seite von Cross Cult. Dort findet sich übrigens auch eine Leseprobe.

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