Review: The Walking Dead 11: Jäger und Gejagte (Graphic Novel)

The Walking Dead – Graphic Novels, Serien, Bücher und mehr

The Walking Dead

Diese Graphic Novel ist Teil des The Walking Dead Franchise. Folge dem Link, um mehr darüber zu erfahren und weitere Artikel zum Thema zu entdecken.

 

Und hier kommt auch schon der angekündigte zweite Comic, hatte ich ja schließlich kürzlich erst erwähnt, mich dieser Reihe auch mal wieder widmen zu wollen. So bleibt mir nur noch, euch einen schönen Abend und vorab einen guten Start ins Wochenende zu wünschen, denn morgen werde ich mich an dieser Stelle nicht melden, dafür aber sicherlich bei Instagram, wo es dann viele tolle Bilder von der Messe zu bestaunen geben wird!

The Walking Dead 11
Jäger und Gejagte

The Walking Dead, Vol. 11: Fear the Hunters, USA 2010, 144 Seiten

The Walking Dead 11: Jäger und Gejagte | © Cross Cult
© Cross Cult

Autor:
Robert Kirkman
Zeichner:
Charlie Adlard

Verlag (D):
Cross Cult
ISBN:
978-3-941-24890-8

Genre:
Endzeit | Drama | Horror

 

Inhalt:

Noch immer auf dem Weg nach Washington, D. C., muss die Gruppe um Rick diesmal wieder einiges verkraften, denn eines Nachts entdeckt Andrea Ben, der seinen Zwillingsbruder Billy erstochen hat in dem festen Glauben, er würde bald zurückkehren, habe er schließlich seinem Kopf nichts getan. Die Gruppe ist verständlicherweise schockiert und weiß mit der Situation nicht umzugehen, zumal sie sich einig sind, dass der Mord tatsächlich nicht in böser Absicht geschah, ist Ben schließlich noch viel zu klein, um die Konsequenzen seines Handelns zu begreifen.

Ausschnitt aus The Walking Dead 11: Jäger und Gejagte | © Cross Cult
© Cross Cult

Als wäre das nicht genug, werden bald erste Stimmen laut, dass Ben für die Gruppe nicht länger tragbar sei. Schockiert wenden sich Andrea und Dale von den Anderen ab, doch können sie nicht verhindern, dass eine wild entschlossene Person in der darauffolgenden Nacht Worten Taten folgen lässt. Doch in den Wäldern lauern noch andere Gefahren auf die bis dahin unwissenden Wanderer, denn ein Zusammenschluss skrupelloser Personen ist längst zu dem Schluss gekommen, dass Kannibalismus die einzige Chance ist, in dieser lebensfeindlich gewordenen Welt zu überleben. Und auf ihrer Jagd nach Essbarem schrecken sie erwartungsgemäß vor nichts und niemandem zurück.

Rezension:

Der elfte Band The Walking Dead mit dem bezeichnenden Titel Jäger und Gejagte war für mich eine Überraschung im positivsten Sinne, denn nachdem Kirkman schon im zehnten Band Anstalten machte, mit der Comic-Reihe zu alter Größe zurückzukehren, war ich dennoch überrascht, wie stark sich dieser Band nun präsentiert hat, der mit einer ganzen Reihe tragischer wie schockierender Entwicklungen daherkommt und wie gewohnt das Figuren-Ensemble weiter ausdünnt, diesmal wieder sehr zu meinem Bedauern, denn eine der letzten mir liebsten Figuren segnet in diesem Band auf traurigste Weise das Zeitliche. Davon möchte ich aber natürlich nichts verraten, doch kann ich zumindest andeuten, dass bereits auf den ersten Seiten eine Marschrichtung vorgegeben wird, dass klar ist, wie schrecklich es noch werden wird, zumal speziell Carls Figur in diesem Band eine spannende und konsequente Entwicklung durchmacht.

Ausschnitt aus The Walking Dead 11: Jäger und Gejagte | © Cross Cult
© Cross Cult

Vor allem aber kommt nun das Thema Kannibalismus zum Tragen, eine Idee, ein Schreckgespenst, das schon lange unterschwellig mitschwang, ist es schließlich eine wenn auch grausame, so doch nachvollziehbare Verhaltensweise, um in einer Welt bei Kräften zu bleiben, in der die zu plündernden Supermärkte seltener und seltener werden und auch Konserven langsam aber sicher der Verderbnis anheimfallen. Die Kannibalen, die hier nun also auf den Plan treten, erklären auch den Titel Jäger und Gejagte und erneut werden zahlreiche moralische Fragen aufgeworfen, wobei sich ein Pater, dem die Gruppe begegnet, als mehr als nur grauschattierte Instanz der Rechtmäßigkeit und Gerechtigkeit herauskristallisiert, zumal er selbst nicht annähernd frei von Fehlern ist und es ihm kaum zusteht, über andere zu richten.

Doch nicht nur seitens der Kannibalen droht Gefahr, auch das soziale Gefüge der Gruppe wird erneut auf harte Proben gestellt werden, unter anderem auch, da ein bestimmtes Verbrechen Verdachtsmomente aufwirft und den Leuten lange Zeit nicht klar ist, wer dahinter stecken mag, wohingegen der Leser in diesem Fall einmal mehr einen ganz klaren Wissensvorteil hat. The Walking Dead dringt also wieder einmal tief in die Niederungen menschlichen Verhaltens und skizziert speziell Ricks und Carls Beziehung zu- und untereinander, ebenso wie mir Abe mehr und mehr ans Herz wächst, dessen Figur langsam aber sicher den dringend benötigten Tiefgang bekommt.

Ausschnitt aus The Walking Dead 11: Jäger und Gejagte | © Cross Cult
© Cross Cult

Robert Kirkman legt mit Jäger und Gejagte einen Band vor, der, obgleich er ganz anders wirkt als die Geschichte es noch zu Zeiten des Gefängnisses war, genau dieselben Stärken aufweist und ähnlich dramatisch ist, ohne, dass die Geschichte sich wiederholen oder unglaubwürdig werden würde. Es ist vielmehr die endlich einmal wieder durchweg konsequente Entwicklung unter Berücksichtigung aller vorangegangenen Ereignisse, die die Gruppe um Rick an einen Punkt bringt, der zu den bisher mitunter schockierendsten der Reihe gezählt werden darf, obschon man sich hier aus Pietätsgründen mit der Darstellung ebenselbiger Situation unerwartet zurückhält. Nach einem verhältnismäßig offenen Ende schließt sich der elfte Band des Zombie-Guide an, der erwartungsgemäß die Zombie-Filme der späten 1980er bis 1990 thematisiert.

Fazit & Wertung:

Wieder einmal beweist Kirkman mit Jäger und Gejagte, dass die Comic-Reihe The Walking Dead völlig zurecht seit langen Jahren zu einer der erfolgreichsten Veröffentlichungen gezählt werden darf, denn die komplexe Figurenzeichnung und die differenziert moralisch ambivalenten Verhaltensweisen suchen ihresgleichen, während Kirkman nicht müde wird, weiter stimmige, mitreißende und dramatische Szenarien zu entwerfen.

9 von 10 wandelnden Toten

The Walking Dead 11: Jäger und Gejagte

  • Wandelnde Tote - 9/10
    9/10

Fazit & Wertung:

Wieder einmal beweist Kirkman mit Jäger und Gejagte, dass die Comic-Reihe The Walking Dead völlig zurecht seit langen Jahren zu einer der erfolgreichsten Veröffentlichungen gezählt werden darf, denn die komplexe Figurenzeichnung und die differenziert moralisch ambivalenten Verhaltensweisen suchen ihresgleichen, während Kirkman nicht müde wird, weiter stimmige, mitreißende und dramatische Szenarien zu entwerfen.

9.0/10
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Meinungen aus der Blogosphäre:
Tofu Nerdpunk: 9,5/10 Punkte

Weitere Details zu The Walking Dead 11: Jäger und Gejagte findet ihr auf der Seite von Cross Cult. Dort findet sich übrigens auch eine Leseprobe.

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  • Nicole

    Hallo.
    Oh ich liebe „The Walking Dead“, bin aber ea der Serien gucker, als Leser.
    Mein Bruder hat einige Bücher dieser Reihe und ich selber habe schon bis 4 gelesen. Wobei es ja nicht wirklich viel zu lesen gibt in den Comics. Die Aufmachung/Zeichnung finde ich sehr gelungen. Text verständlich und man kann sich bei den Comics schon in eine anderen Welt begeben.

    Dein Bericht gefällt mir und ich freu mich, wenn ich die Zeit finde auch endlich zum Band 11 zu kommen..

    Liebe Grüße

    http://himmelsblumen.blogspot.de/

    • Hallo, bei mir ist es eher umgekehrt, ich bin mit den Comics viel weiter als mit der Serie (weil es auch einfach zu viele gute Serien gibt), aber ich habe ja selbst noch einen langen Weg vor mir, bis ich auf aktuellem Stand bin, gibt schließlich mittlerweile ja schon 21 Bände… Aber bald irgendwann, da bin ich dann auch vorn mit dabei! :-)
      Liebe Grüße

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