Portrait: Matthew McConaughey

Nachdem Michael mich erst vor nicht einmal einer Woche gefragt hat, welche Person, die das Kinojahr 2014 für mich geprägt hat, ich portraitieren würde, war es ja nur allzu naheliegend, meiner dortigen Antwort auch Taten folgen zu lassen, doch wenn ich ehrlich sein soll, hatte ich natürlich schon von längerer Hand geplant, heute Matthew McConaughey zu thematisieren, denn seit seinen jüngsten Rollen muss ich mehr denn je wirklich sagen, dass er mir quasi binnen kürzester Zeit einer der liebsten Schauspieler geworden ist und mir vor allem seine Film- und mittlerweile auch Serien-Auswahl doch ein ums andere Mal besonders zusagt, so dass er mittlerweile auch in entsprechender Häufigkeit an dieser Stelle vertreten ist, dass sich ein Artikel lohnt. Und damit verabschiede ich mich für heute und wünsche noch einen schönen Sonntagabend!

Matthew McConaughey

Matthew McConaughey

Der am 4. November 1969 in Uvalde, Texas geborene Matthew McConaughey war, nachdem er zunächst in diversen Werbespots mitspielte, ab 1993 in mehreren kleinen Filmen zu sehen, bevor er 1996 durch seine Rolle in dem auf dem gleichnamigen John Grisham-Roman basierenden Die Jury weithin Bekanntheit erlangte. Trotz des Erfolges und damit einhergehender Nominierungen und unter anderem der Auszeichnung mit dem MTV Movie Award, die ihm unter anderem Rollen in Filmen wie Contact oder U-571 einbrachten, gelang es ihm zunächst nicht, sich als ernsthafter und ernstzunehmender Schauspieler zu etablieren, so dass er etwa seit 2000 in vorwiegend romantischen Komödien besetzt wurde, dennoch aber auch neben Bill Paxton in Dämonisch oder zusammen mit Christian Bale und Gerard Butler in Die Herrschaft des Feuers spielte.

Nachdem er bis 2009 auf die Rolle des Schönlings abonniert zu sein schien, fand diese Reihe mit Der Womanizer ihren Abschluss und McConaughey legte eine zweijährige Schaffenspause ein, um mit der Hauptrolle in Brad Furmans Der Mandant 2011 seine fulminante Rückkehr zu feiern. Noch im selben Jahr folgten tragende Rollen in Friedkins Killer Joe und der Literaturverfilmung The Paperboy, bevor er 2012 in Steven Soderberghs Magic Mike zu sehen war. Auch für seine Rolle in Jeff Nichols‘ Mud waren die Kritiker voll des Lobes.

Diese Euphorie seitens des Feuilletons gipfelte ein Jahr später in der Rolle des Ron Woodroof in Dallas Buyers Club, die ihm verdientermaßen sowohl einen Golden Globe als auch den Oscar als bester Hauptdarsteller bescherte. Nachdem er noch im selben Jahr in Martin Scorseses The Wolf of Wall Street an der Seite von Leonardo DiCaprio zu sehen war, übernahm er 2014 neben Woody Harrelson eine der beiden Hauptrollen in der HBO-Serie True Detective, die mit Lob und Preisen nahezu überschüttet wurde. Zuletzt war McConaughey in Christopher Nolans Interstellar zu sehen und übernahm 2015 die Hauptrolle in Gus Van Sants The Sea of Trees.

[Zuletzt aktualisiert am 13.01.16]

Filmografie: (Auswahl)

2015: The Sea of Trees
2014: Interstellar
2014: True Detective (Serie)
2013: The Wolf of Wall Street
2013: Dallas Buyers Club
2012: Magic Mike
2012: Mud – Kein Ausweg
2012: The Paperboy
2010-2012: Eastbound & Down (Serie)
2011: Killer Joe
2011: Bernie
2011: Der Mandant
2009: Der Womanizer
2008: Surfer, Dude
2008: Tropic Thunder
2008: Ein Schatz zum Verlieben
2006: Sie waren Helden
2006: Zum Ausziehen verführt
2005: Das schnelle Geld
2005: Sahara – Abenteuer in der Wüste
2003: Tiptoes
2003: Wie werde ich ihn los in 10 Tagen
2002: Die Herrschaft des Feuers
2001: Dämonisch
2001: Thirteen Conversations About One Thing
2001: Wedding Planner
2000: U-571
1999: EDtv
1998: The Newton Boys
1997: Amistad – Das Sklavenschiff
1997: Contact
1996: Showdown in Scorpion Spring
1996: Die dicke Vera
1996: Die Jury
1996: Lone Star
1995: Kaffee, Milch & Zucker
1994: Texas Chainsaw Massacre: Die Rückkehr
1993: Confusion – Sommer der Ausgeflippten

 

Vorhandene Rezensionen sind jeweils verlinkt!

  • Wortman

    Den habe ich vorher irgendwie nie wahrgenommen. Bei True Detective hat er mich von den ersten Minuten an fasziniert. Das war eine überaus beachtliche Leistung.

    • Ich hab ihn ja auch ‚erst‘ – wie man schön nachvollziehen kann – seit „Der Mandant“ auf dem Schirm, aber stimmt schon, „True Detective“, zusammen mit seiner Darstellung in „Dallas Buyers Club“ war der bisherige Höhepunkt.

  • Dafuer, dass er 1996 geboren wurde, hat er aber schon einiges geschafft 😉
    Ich kann dir aber ansonsten auch nur zustimmen, fuer mich hat er sich 2014 echt zu einem meiner Lieblinge gemosert. Ich freue mich sehr auf die Filme, die noch kommen :)

    • Gnah, immer diese Flüchtigkeitsfehler. Jetzt wo du es erwähnst, glaube ich auch, dass der werte Herr schon mehr als achtzehn Jahre alt sein müsste. Bin auch sehr gespannt, was da noch kommen wird, zumal ich total auf diese ganzen Südstaaten-Stories stehe, die zwar mal mehr, mal weniger überzeugen konnten, durch seine Beteiligung aber doch immer bereichert worden sind.

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