Review: Star Wars: Legacy II, Teil 3: Gesucht: Ania Solo (Graphic Novel)

Das Star Wars Universum

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Und dann – ja klar – soll es heute noch um Star Wars gehen und ja, am Sonntag kommt dann auch die Review zum nächsten Film, ich weiß doch ihr wartet drauf 😉

L E G E N D S

Star Wars
Legacy II, Teil 3
Gesucht: Ania Solo

Star Wars Legacy II #11-15, USA 2014, 124 Seiten

Star Wars: Legacy II, Teil 3: Gesucht: Ania Solo | © Panini
© Panini

Autoren:
Corinna Bechko
Gabriel Hardman
Zeichner:
Gabriel Hardman

Verlag (D):
Panini Verlag
ISBN:
978-3-957-98231-5

Genre:
Science-Fiction | Action | Abenteuer

 

Inhalt:

Nachdem Ania und Sauk gemeinsam die Mon Calamari und Quarren befreit haben, befinden sie sich noch immer auf Irrfahrt durch die Weiten des Alls, nicht ahnend, dass bereits eine mysteriöse Frau die Fährte von Ania Solo und ihren Gefährten aufgenommen hat. Ebenso wenig ahnen die beiden und ihr Begleiter AG-37, dass derweil ein Steckbrief auf Ania ausgestellt worden ist, da sie einen Imperialen Ritter getötet haben soll. Doch in den Weiten des Alls ist diese Information erst einmal völlig ohne Belang, als Ania in einem Asteroidenfeld ihrem Exfreund Ramid begegnet, dessen wahre Beweggründe zunächst ebenfalls im Verborgenen bleiben.

Ausschnitt aus Star Wars: Legacy II, Teil 3: Gesucht: Ania Solo | © Panini
© Panini

Dennoch lässt sich festhalten, dass sich die Schlinge um Ania Solo unversehens zuzieht, ahnt sie schließlich einerseits noch nichts von dem Steckbrief und ist andererseits auch Darth Wredd noch längst nicht vergessen und schmiedet im Hintergrund weiter seine finsteren Pläne, während die Imperatorin gewillt ist, Ania Solo so schnell irgend möglich der Gerechtigkeit zuzuführen, weshalb es schlussendlich an Jao Assam, dem desertierten Imperialen Ritter liegen wird, ihre Haut zu retten.

Rezension:

Mit Gesucht: Ania Solo liegt nun der also mittlerweile dritte Band der Reihe vor und ist nun auch schon einmal vorsorglich mit dem Legends-Schriftzug versehen worden, handelt es sich schließlich um eine Geschichte, die noch bei Dark Horse ihre Veröffentlichung fand und nun nach der Übernahme des Star Wars-Franchise nicht mehr Kanon ist, also eben als Legende betrachtet werden kann, doch abgesehen davon ändert sich natürlich an der eigentlichen Geschichte nichts, wenn man auch festhalten muss, dass der im ersten Band mit viel Getöse eingeführte Sith Darth Wredd auch diesmal wieder nicht zum Zuge kommt, zumal Ania Solo mit ganz anderen Problemen zu kämpfen hat, gerät sie schließlich nicht nur in die Fänge eines Exliebhabers, sondern muss sich auch noch des Mordvorwurfs erwehren und selbst ihre engsten Vertrauten teils erst von ihrer Unschuld überzeugen.

Ausschnitt aus Star Wars: Legacy II, Teil 3: Gesucht: Ania Solo | © Panini
© Panini

Dahingehend entfernt sich die Geschichte von Gesucht: Ania Solo von ihrem Kernthema und gibt vor, die Figur Anias selbst mehr zu beleuchten, doch tatsächlich sind es mehr ihre Begleiter Sauk, Jao Assam und AG-37, die hier ein paar echte Charaktermomente spendiert bekommen denn die vermeintliche Titelheldin, die in großen Teilen Opfer der Umstände und somit zur Passivität verdammt ist. Dennoch wird zumindest ihre Vergangenheit in Kriegsgefangenschaft angerissen und auf einem liebevoll gestalteten Panel kann man einen Blick auf Anias wohl berühmtesten Vorfahren und dessen pelzigen Begleiter werfen, was natürlich immer eine schöne Sache ist, wenn das zugrundeliegende Werk dermaßen huldvoll referenziert wird, zumal die Zeichnungen diesmal wie schon beim ersten Band Zwischen den Welten von Gabriel Hardman stammen und die Geschichte ansprechend in Szene setzen.

Überhaupt hat mir die Geschichte trotz ihrer Schlenker und Nebenhandlungen gut gefallen, weil sie einmal nicht den üblichen Kampf Gut gegen Böse offeriert, sondern merklich differenzierter zu Werke geht und auch eine stimmige Auflösung für Anias Mordanklage findet. Durch den schwachen Start der Star Wars Legacy II-Reihe gelingt es zwar auch dem vorliegenden Band nicht, wirklich Boden gut zu machen, weil die Vorgeschichte auf der er fußt auch schlichtweg nicht viel mehr herzugeben vermag, doch sind zumindest Tendenzen erkennbar und insofern ist es schade, dass die Reihe nach nur drei noch folgenden Ausgaben, die einen erschreckend dünnen Sammelband abgeben werden, ihr Ende finden wird, da es sich ja quasi um ein Auslaufmodell früherer Tage handelt, die Geschichte in ihrer vorliegenden Form schlichtweg nicht mit den neuen Gegebenheiten dacor gehen wird und deshalb nun einmal ins Reich der Legenden verbannt worden ist.

Ausschnitt aus Star Wars: Legacy II, Teil 3: Gesucht: Ania Solo | © Panini
© Panini

Immerhin ist der Genuss des Bandes in meinen Augen diesmal überraschend kurzweilig geraten und auch wenn ich mich bei manchen großformatigen Panels und breit angelegten Action-Sequenzen des Gefühls von Füllwerk mal wieder nicht erwehren konnte, ist dies doch eine der besseren Star Wars-Veröffentlichungen, die nur eben leider im Fahrwasser des Geschichtenzyklus trotzdem relativ belanglos wirkt, sich im Grunde mit leicht geänderter Konstellation und Dramaturgie vielleicht sogar eher als One-Shot geeignet hätte denn als Teil einer laufenden Reihe, die hier doch spürbar vom Weg abkommt, so stimmig die Geschichte auch inszeniert sein mag. Immerhin der Cliffhanger am Ende lässt darauf hoffen, dass die verbliebenen Hefte genutzt werden, die Geschichte zu einem stimmigen und runden Abschluss zu bringen, denn nichts wäre fataler als wenn die Geschichte bei ihrer teils holprigen Ausgestaltung auch noch in ein offenes und nichtssagendes Ende münden würde. Das allerdings, bleibt ja vorerst abzuwarten und soll den Lesegenuss dieses auch für sich recht gut stehenden Bandes nicht schmälern.

Fazit & Wertung:

Gewohnt actionreich aufgezogen, trotzt Ania Solo erneut allen Gefahren und Widrigkeiten, erlangt zwar auch in Star Wars Legacy II: Gesucht: Ania Solo nicht die Tiefe und den Schneid, den ich mir für die Figur gewünscht hätte, doch immerhin deuten Art und Ausrichtung der Story in die richtige Richtung und zum Ende hin verspricht sie gar, sich nun womöglich wieder der eigentlichen Kerngeschichte zuwenden zu wollen. Dennoch ein unterhaltsamer Band mit einer gehörigen Portion Abenteuer-Feeling.

7 von 10 heroischen Taten der Imperialen Ritter

Star Wars: Legacy II, Teil 3: Gesucht: Ania Solo

  • Heroische Taten der Imperialen Ritter - 7/10
    7/10

Fazit & Wertung:

Gewohnt actionreich aufgezogen, trotzt Ania Solo erneut allen Gefahren und Widrigkeiten, erlangt zwar auch in Star Wars Legacy II: Gesucht: Ania Solo nicht die Tiefe und den Schneid, den ich mir für die Figur gewünscht hätte, doch immerhin deuten Art und Ausrichtung der Story in die richtige Richtung und zum Ende hin verspricht sie gar, sich nun womöglich wieder der eigentlichen Kerngeschichte zuwenden zu wollen. Dennoch ein unterhaltsamer Band mit einer gehörigen Portion Abenteuer-Feeling.

7.0/10
Leser-Wertung 8/10 (1 Stimme)
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Star Wars: Legacy II, Teil 3: Gesucht: Ania Solo ist am 17.02.15 im Panini Verlag erschienen. Hat der Artikel euer Interesse geweckt, dann bestellt doch über den nachfolgenden Link und unterstützt damit das Medienjournal!

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