Review: Buffy The Vampire Slayer Chroniken 2: Durchgeknallt (Graphic Novel)

Buffy & Angel - Das Buffyverse

Buffy & Angel – Das Buffyverse

Diese Graphic Novel ist Teil des Buffyverse. Folge dem Link, um mehr darüber zu erfahren und weitere Artikel zum Thema zu entdecken.

 

Eigentlich wollte ich heute ja mal wieder mit einem Schauspieler-Portrait um die Ecke kommen, doch gilt es dafür natürlich nicht nur einen Artikel zu erstellen, sondern eben auch eine Zeichnung zu zeichnen und weil das zeitlich alles nicht so recht passen wollte, woran das Wetter gestern nicht ganz unschuldig war, kommt dafür heute direkt der zweite Band der Buffy Chroniken, damit der erste im Archiv nicht mehr so ganz allein für sich stehen muss 😉 Nachher gibt es dann natürlich – ich hoffe wieder pünktlich um 18:00 Uhr den nächsten Media Monday, versteht sich ja von selbst, oder!?

Buffy The Vampire Slayer
Chroniken 2: Durchgeknallt

Buffy The Vampire Slayer #55-59,
Buffy The Vampire Slayer: Spike & Dru #3
USA 2000/2003, 160 Seiten

Buffy The Vampire Slayer Chroniken 2: Durchgeknallt | © Panini
© Panini

Autoren:
Paul Lee (Dawn & Hoopy, der Bär)
Scott Lobdell (Durchgeknallt)
Fabian Nicieza (Durchgeknallt)
Christopher Golden (Ausgestellt)
Zeichner:
Paul Lee (Dawn & Hoopy, der Bär)
Cliff Richards (Durchgeknallt)
Eric Powell (Ausgestellt)

Verlag (D):
Panini Verlag
ISBN:
978-3-866-07083-7

Genre:
Drama | Fantasy | Action | Horror

 

Inhalt:

Dawn & Hoopy, der Bär

Buffy ist noch immer verschwunden, doch ist dies längst nicht allen dunklen Mächten bekannt und so kommt es, dass Matthew als Handlanger eines finsteren Dämonen den Fehler begeht, einen magisch verzauberten Bär an Buffys kleine Schwester Dawn zuzustellen, statt ihn der Jägerin zukommen zu lassen, die es eigentlich mit dem Plüschbären zu vernichten gilt, denn Hoopy – wie Dawn den Bären tauft – erwacht zum Leben und lässt Wünsche in Erfüllung gehen, doch pervertiert er diese ins Dunkle und Böse. Davon ahnt Dawn freilich nichts, selbst als Berichte von einem umherstreifenden und brandgefährlichen Bären die Runde machen. Doch die Macht, die ein kleines Mädchen über seine Plüschtiere besitzt, ist nicht zu unterschätzen…

Durchgeknallt

Ausschnitt aus Buffy The Vampire Slayer Chroniken 2: Durchgeknallt | © Panini
© Panini

Buffy kehrt aus Vegas nach Hause zurück, doch nehmen ihre Probleme damit kein Ende, denn ihre neugierige Schwester Dwan hat derweil Buffys Tagebuch gefunden, in dem sie auch von ihrer Bestimmung als Jägerin berichtet. Für Unbeteiligte sind derlei Informationen natürlich nur schwer zu verdauen, geschweige denn glaubhaft und so kommt es, dass Joyce und Hank keine andere Möglichkeit sehen, als Buffy in eine psychiatrische Klinik einzuweisen. Derweil muss sich ein ambitionierter Wächter namens Giles an einem Ort namens Blackshed in Irland seinen inneren Dämonen stellen – besser bekannt als Ripper. Doch auch in dem Sanatorium scheint nicht alles mit rechten Dingen zuzugehen und so sind die Gruppensitzungen mit den anderen Insassen noch das kleinere Übel für die Jägerin, während ihr von ihrer Therapeutin ungewöhnlich viel Verständnis entgegengebracht wird…

Ausgestellt

Dreiunddreißig Jahre nach dem Boxeraufstand in Peking, China, wo Spike eine Jägerin getötet hat, verschlägt es ihn und Drusilla zur Weltausstellung nach Chicago, Illinois, wo sie eine Menge Unruhe stiften, bevor ihr eine Gruppe Kämpfer auflauert, die nach all der Zeit den Mord an der Jägerin rächen wollen. Damit nicht genug, hat sich ein Wissenschaftler mit finsteren Mächten eingelassen und so böse Spike und Dru auch sein mögen, liegt es an ihnen, die Welt vor einer unbeschreiblichen Gefahr zu bewahren.

Rezension:

Munter geht es weiter mit den Buffy The Vampire Slayer Chroniken 2: Durchgeknallt und wie schon beim vorangegangenen Band bin ich doch überrascht, wie eng die Geschehnisse der Comics – obwohl nicht offiziell Teil der Kontinuität des Buffyverse (eine Ausnahme bildet hier natürlich Wie alles begann aus den Buffy The Vampire Slayer Chroniken 1) –, denn die Hauptstory des zweiten Bandes, wenn man sie denn der Länge nach so nennen darf, schließt sich exakt an die Geschehnisse aus Viva Las Buffy an und führt die Jägerin, ebenfalls noch vor ihrer Ankunft in Sunnydale und somit vor Beginn der Serie, in eine psychiatrische Einrichtung, nachdem Dawn ihr Tagebuch gelesen und Joyce gezeigt hat, die natürlich ob des Geredes von der Auserwählten glaubt, dass ihre Tochter unter Wahnvorstellungen leidet und gemeinsam mit Vater Hank beschließt, sie einzuweisen.

Ausschnitt aus Buffy The Vampire Slayer Chroniken 2: Durchgeknallt | © Panini
© Panini

Ja, richtig gelesen, Dawn wird auch hier wieder ganz bewusst als Teil des Kanons betrachtet, was auch im Vorwort des ersten Bandes schon ausführlich erläutert wurde und im Kontext der Geschichten, aber auch im Kontext der Serien-Realität und der Erklärung ihres Erscheinens durchaus Sinn macht, woran sich aber – ich erwähnte es bereits im letzten Artikel zu den Buffy The Vampire Slayer Chroniken – sicherlich die Geister scheiden werden. Immerhin wurde dadurch auch das kurios-skurrile One-Shot Dawn & Hoopy, der Bär ermöglicht, eine Geschichte, die zwar keinerlei erhellende Erkenntnisse enthält und im Gesamtkontext sicherlich zu vernachlässigen ist, wiederum aber einmal mehr vom Einfallsreichtum der zahllosen Künstler kündet, die sich im Laufe der Jahre im Buffyverse austoben durften, zumal die Story an sich sehr witzig geraten ist und in ihrer Kürze eine Menge Esprit verströmt.

Weitaus lohnenswerter ist da allerdings noch der namensgebende Hauptteil Durchgeknallt, bestehend aus den Buffy-Heften #56-59 und somit kurz vor Ende der regulären Serie, die es auf immerhin 63 Ausgaben gebracht hat, bevor das Comic-Franchise mit der Adaption der achten Staffel eine Frischzellenkur erfuhr. Das Gedankenspiel, Buffys Kräfte und Bestimmung anzuzweifeln und sie schließlich selbst anzweifeln zu lassen ist dabei ausgesprochen gelungen, hätte für meinen Geschmack aber durchaus noch ausführlicher behandelt werden können, doch immerhin gibt es da ja noch die TV-Folge Zwei Welten (6.17), die in eine ähnliche Kerbe schlägt. In letzter Konsequenz aber geht es natürlich auch hier wieder darum, dass Buffy einen fiesen Dämon zur Strecke bringt, der es sich hinter den Mauern des Sanatoriums bequem gemacht hat, auch wenn ich dieses Finale nicht gebraucht hätte, schließlich funktioniert die Geschichte auch für sich genommen wunderbar, nimmt sogar Rückbezüge auf die beiden vorangegangenen Stories und führt in einem Nebenplot auch Giles‘ Berufung zum Wächter fort, was auch einen Gastauftritt des Rippers beinhaltet, also seines früheren Alter Ego, von dem man in der Serie wie ich finde auch leider viel zu selten etwas sieht oder erfährt.

Ausschnitt aus Buffy The Vampire Slayer Chroniken 2: Durchgeknallt | © Panini
© Panini

Durchgeknallt ist dabei wieder von Cliff Richards zeichnerisch umgesetzt worden und ich muss sagen, dass ich mich bei aller Schlichtheit seines Stils immer mehr mit ihm anfreunden kann, zumal es ihm hier schon deutlich häufiger gelingt, Buffy wirklich glaubhaft in Szene zu setzen, wohingegen Paul Lee, der sowohl Skript als auch Zeichnungen für Dawn & Hoopy, der Bär zu verantworten hat, doch eher ein Freund der groben Strichführung zu sein scheint, immerhin aber auch einen soliden Job macht (und für die Idee der Story Pluspunkte sammelt). Optisch am enttäuschendsten geraten ist dann leider die dritte und letzte Geschichte des Bandes, Ausgestellt, ein One-Shot, der sich ganz Spike und Drusilla widmet, die sich hier auf der Weltausstellung 1933 in Chicago verlustieren, wobei die Geschichte ihren Anfang nimmt während des Boxeraufstandes 1900 in China, sich also direkt an die Buffy-Folge Eine Lektion fürs Leben (5.07) und die Angel-Folge Darla (2.07) anschließt und ein weiteres Beispiel für die enge Verzahnung von Serien- und Comic-Kosmos darstellt. Der Stil allerdings ist dermaßen grobschlächtig und weder Spike und Dru sind wirklich zu erkennen, haben gar als Vampire blutrot leuchtende Augen, was unpassend wirkt und irritiert, während die Geschichte selbst sich zwar nett liest, gegenüber anderen Storylines aber merklich zurücksteht und nicht wirklich essentiell von Bedeutung ist.

Fazit & Wertung:

Die Buffy The Vampire Slayer Chroniken 2: Durchgeknallt hinterlassen einen durchaus gemischten Eindruck, denn während man die beiden One-Shots Dawn & Hoopy, der Bär und Ausgestellt als nette, mal mehr, mal weniger lohnenswerte Dreingabe betrachten kann, überzeugt dafür die Hauptstory um Buffy in der Irrenanstalt auf voller Linie und ist eng verzahnt mit den Geschehnissen aus Band 1, so dass allein dafür ein Blick sich lohnt, wohingegen der Rest durchaus zu vernachlässigen gewesen wäre, aber immerhin noch solide Unterhaltung für Fans der Serie verspricht, die einmal mehr tiefer ins Buffyverse vordringen möchten.

7,5 von 10 gepfählten Vampiren

Buffy The Vampire Slayer Chroniken 2: Durchgeknallt

  • Gepfählte Vampire - 7.5/10
    7.5/10

Fazit & Wertung:

Die Buffy The Vampire Slayer Chroniken 2: Durchgeknallt hinterlassen einen durchaus gemischten Eindruck, denn während man die beiden One-Shots Dawn & Hoopy, der Bär und Ausgestellt als nette, mal mehr, mal weniger lohnenswerte Dreingabe betrachten kann, überzeugt dafür die Hauptstory um Buffy in der Irrenanstalt auf voller Linie und ist eng verzahnt mit den Geschehnissen aus Band 1, so dass allein dafür ein Blick sich lohnt, wohingegen der Rest durchaus zu vernachlässigen gewesen wäre, aber immerhin noch solide Unterhaltung für Fans der Serie verspricht, die einmal mehr tiefer ins Buffyverse vordringen möchten.

7.5/10
Leser-Wertung 0/10 (0 Stimmen)
Sende

Meinungen aus der Blogosphäre:
Tonight is gonna be a large one.: 6/10 Punkte (Dawn & Hoopy, der Bär), 9/10 Punkte (Durchgeknallt), 6/10 Punkte (Ausgestellt)

Buffy The Vampire Slayer Chroniken 2: Durchgeknallt ist am 09.10.09 im Panini Verlag erschienen. Hat der Artikel euer Interesse geweckt, dann bestellt doch über den nachfolgenden Link und unterstützt damit das Medienjournal!

%d Bloggern gefällt das: