Review: Star Wars: Legacy II, Teil 4: Die letzte Schlacht (Graphic Novel)

Das Star Wars Universum

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Und da wäre ich dann auch schon wieder, nach rund anderthalb Wochen Auszeit, in denen ich mich außer Landes befunden habe, weshalb mir auch die rechte Lust zum bloggen fehlte, doch nachdem mich nun ja auch der Arbeitsalltag wieder gepackt hat, spricht ja auch nichts dagegen, mich nicht auch wieder vom allabendlichen Bloggeralltag verführen zu lassen, zumal ich natürlich wieder einiges in petto habe, wovon ich euch berichten möchte. Die nachfolgenden zwei Comic-Reviews sind da natürlich lediglich die Spitze des Eisberges.

L E G E N D S

Star Wars
Legacy II, Teil 4
Die letzte Schlacht

Star Wars Legacy II #16-18, USA 2014, 100 Seiten

Star Wars: Legacy II, Teil 4: Die letzte Schlacht | © Panini
© Panini

Autoren:
Corinna Bechko
Gabriel Hardman
Zeichner:
Brian Albert Thies

Verlag (D):
Panini Verlag
ISBN:
978-3-957-98234-6

Genre:
Science-Fiction | Action | Abenteuer

 

Inhalt:

Nachdem der Imperiale Ritter Jao Assam auf den Befehl der Imperatorin Marasiah Fel inhaftiert worden ist, versucht Ania Solo verzweifelt, eine Audienz bei der Imperatorin zu bekommen, sind sie schließlich entfernt verwandt, doch die Wachen verweigern ihr vehement den Zutritt. Just in diesem Augenblick gelingt es einem unbekannten Schiff, sich Zugang zu Assams Zelle zu verschaffen und ihn von Coruscant fortzubringen. Was aussieht wie eine Flucht, könnte ebenso eine Entführung gewesen sein und die Imperatorin lässt Ania schlussendlich doch noch zu sich rufen, um ihr ebendiese Annahme zu eröffnen.

Ausschnitt aus Star Wars: Legacy II, Teil 4: Die letzte Schlacht | © Panini
© Panini

Sie entsendet Ania gemeinsam mit einer Gruppe Sturmtruppen, um Jao Assam aufzuspüren und auf die Hauptwelt zurückzubringen. Und ganz wie Ania vermutet, führt sie die Spur von Assam geradewegs zu Darth Wredd, dem undurchsichtigen Sith, dessen Pläne noch immer im Verborgenen liegen. Der offenbart sich derweil Assam und versucht ihn auf seine Seite zu ziehen für einen alles entscheidenden Kampf, der sich auf einem wandernden Planeten zutragen soll, der einst Darth Wredds Heimat gewesen ist, lange bevor die dunkle Seite der Macht sich seiner bemächtigt hat…

Rezension:

Bereits bei der Rezension des dritten Bandes Gesucht: Ania Solo hatte ich ja bereits orakelt, dass der Abschluss der Star Wars Legacy II mit seinen gerade einmal drei Heften einen „erschreckend dünnen Sammelband“ abgeben würde und schließlich, nachdem mir nun auch Die letzte Schlacht vorliegt, muss ich leider feststellen, damit Recht behalten zu haben, auch wenn man dem Band noch ein aktualisiertes und gar nicht mal so uninteressantes Legacy-Handbuch spendiert hat, das gerade mir als altem Newbie, der ich die alte Legacy-Saga von Ostrander und Duursema nie gelesen habe, durchaus einige Zusammenhänge aufzeigen konnte, doch tröstet das eben auch nicht darüber hinweg, dass die hier erneut verantwortlichen Autoren Corinna Bechko und Gabriel Hardman eben nur gerade einmal drei Hefte hatten, um ihre im alten und mittlerweile obsoleten Expanded Universe gelagerte Geschichte zu einem befriedigenden Abschluss zu bringen.

Ausschnitt aus Star Wars: Legacy II, Teil 4: Die letzte Schlacht | © Panini
© Panini

Das nämlich merkt man der Geschichte an, die schon mit einem dezenten Zeitsprung startet und relativ schnell ans Eingemachte geht, dafür aber mir früher oft zu langatmig thematisierte Kampfhandlungen in nur wenigen Panels abzuhandeln weiß, um nur ja keine Seite sinnlos zu verschwenden. Der Aha-Faktor ist natürlich ebenso groß, denn in Windeseile wird nun aufgeklärt, woher Darth Wredd stammt, was es mit ihm auf sich hat und welche Ziele er verfolgt, was man natürlich durchaus eleganter hätte machen können, zumal er in den Vorgängerbänden ja doch die meiste Zeit durch Abwesenheit geglänzt hat, doch war zu diesem Zeitpunkt das absehbare Ende der Reihe natürlich noch längst nicht so absehbar und so bin ich auf jeden Fall dahingehend positiv gestimmt, dass sich Bechko und Hardman doch bemüht haben, den Haupthandlungsstrang zu einem sinnvollen Abschluss zu bringen und die Leser nicht auch noch mit einem offenen Ende zu verärgern, zumal es sich nicht nur von den Veröffentlichungen her um das Ende des alten Expanded Universe handelt, sondern auch chronologisch betrachtet, spielt die Geschichte schließlich rund 139 Jahre nach der Schlacht von Yavin.

Das finale, ultimative, restlos begeisternde Ende will ihnen dann aber eben doch nicht gelingen, weil dafür die Zeit zu knapp, die Erklärungen zu fadenscheinig, die Hintergründe zu oberflächlich bleiben, doch wo Star Wars Legacy II: Die letzte Schlacht auf einer globalen – nein, galaktischen – Ebene versagt, ist zumindest Ania Solo ein auf persönlicher, emotionaler Ebene befriedigendes Ende vergönnt und ganz allgemein gesprochen, stimmt der Band durchaus versöhnlich, gerade wenn man bedenkt, welche Höhen und Tiefen die Reihen hinter sich hat und wie schwer es ihr in der Vergangenheit fiel, den roten Faden nicht aus den Augen zu verlieren, nach dem hier nun von der ersten Seite an vehement gegriffen wird, wenn er dadurch auch arg gespannt wirkt, wenn ihr versteht was ich meine. Immerhin kommt es dadurch aber auch zu keinerlei Leerlauf und nicht nur ihrer Kürze wegen habe ich die Story in einem Rutsch verschlungen und wurde gar am Ende ein wenig wehmütig und das, obwohl ich doch nie so wirklich lichterloh für die Legacy II-Reihe brannte.

Ausschnitt aus Star Wars: Legacy II, Teil 4: Die letzte Schlacht | © Panini
© Panini

Mitunter mag das daran liegen, dass es den Autoren und Zeichnern hier mit ein paar Wendungen und Erklärungen, gerade zum Ende hin, noch einmal gehörig Star Wars-Feeling aufkommen zu lassen und sich zwar auf weithin bekannte Versatzstücke zu stützen, die aber eben immer auch exemplarisch für diesen Kosmos gestanden haben, zumal gerade die letzten Seiten im Grunde noch einmal auf alles verweisen, was Star Wars ausgemacht hat und wovon man sich auch während des Legacy II-Zyklus gerne noch mehr gewünscht hätte. Einzig weniger gelungen finde ich diesmal die einleitende Textpassage, die im Grunde einen Großteil der Handlung vorwegnimmt und doch eigentlich stets dazu gedient hat, die Geschehnisse zusammenzufassen, die sich zwischen den einzelnen Bänden zugetragen haben und nicht, um die sich anschließende Geschichte zu spoilern, weshalb man hier tunlichst drüber hinweglesen sollte. Ansonsten gelingt den Machern ein zwar recht schnörkelloser, zuweilen verkappter, gehetzt wirkender, aber doch grundsätzlich recht schöner Abschluss gelungen, den man sich natürlich weit epischer und ausladender gewünscht hätte, der aber zumindest die wichtigsten Handlungsstränge zu einem Ende bringt und sich ein letztes Mal vor dem alten, dem jetzt legendären Expanded Universe verneigt.

Fazit & Wertung:

Der in gerade einmal drei Hefte gepresste Plot von Star Wars Legacy II: Die letzte Schlacht, der gleichsam das Ende des alten Expanded Universe markiert, wirkt naturgemäß komprimiert und manchmal sprunghaft, doch gelingt dennoch ein schöner Abschluss mit viel Flair, das es auch nicht versäumt, aufzuzeigen, was möglich gewesen wäre, wäre dies nicht das Ende gewesen. Ein zwar gehetzter Schlussakt, der sicherlich schöner hätte sein können, aber eben auch weitaus unbefriedigender.

7,5 von 10 heroischen Taten der Imperialen Ritter

Star Wars: Legacy II, Teil 4: Die letzte Schlacht

  • Heroische Taten der Imperialen Ritter - 7.5/10
    7.5/10

Fazit & Wertung:

Der in gerade einmal drei Hefte gepresste Plot von Star Wars Legacy II: Die letzte Schlacht, der gleichsam das Ende des alten Expanded Universe markiert, wirkt naturgemäß komprimiert und manchmal sprunghaft, doch gelingt dennoch ein schöner Abschluss mit viel Flair, das es auch nicht versäumt, aufzuzeigen, was möglich gewesen wäre, wäre dies nicht das Ende gewesen. Ein zwar gehetzter Schlussakt, der sicherlich schöner hätte sein können, aber eben auch weitaus unbefriedigender.

7.5/10
Leser-Wertung 9/10 (1 Stimme)
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Star Wars: Legacy II, Teil 4: Die letzte Schlacht ist am 18.08.15 im Panini Verlag erschienen. Hat der Artikel euer Interesse geweckt, dann bestellt doch über den nachfolgenden Link und unterstützt damit das Medienjournal!

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