Das Star Wars Universum

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Ehe ich völlig ins Hintertreffen gerate mit den Star Wars-Veröffentlichungen widme ich mich heute endlich Imperium in Trümmern! Und wenn es die Zeit zulässt, komme ich nachher vielleicht noch mit einem anderen Thema ums Eck, bevor es der nächste Media Monday online geht.

Journey to Star Wars: Das Erwachen der Macht

Star Wars
Imperium in Trümmern

Star Wars: Shattered Empire #1-4, USA 2015, 120 Seiten

Star Wars: Imperium in Trümmern | © Panini
© Panini

Autor:
Greg Rucka
Zeichner:
Marco Checchetto (#1-4)
Angel Unzueta (#2-3)
Emilio Laiso (#2)

Verlag (D):
Panini Verlag
ISBN:
978-3-957-98236-0

Genre:
Abenteuer | Science-Fiction | Action

 

Inhalt:

Die Schlacht von Endor neigt sich dem Ende und der Todesstern des Galaktischen Imperiums steht kurz vor seiner Zerstörung. Nicht nur in diesem alles entscheidenden Gefecht hat sich die Rebellenpilotin Shara Bey um das hehre Ziel der Befreiung der Galaxis verdient gemacht und leistet auch hier nun ihren Beitrag, um das Imperium endgültig zu besiegen. Doch eine einzelne Schlacht entscheidet keinen Krieg und so ist es kaum verwunderlich, dass die versprengten imperialen Streitkräfte noch immer eine Bedrohung für die zahllosen Welten darstellen, zumal der Imperator scheinbar noch aus dem Grab heraus in der Lage ist, einen letzten Befehl zu erteilen. So findet sich nur wenige Tage nach dem Ende der Schlacht ein Gesandter auf dem Sternenzerstörer Torment ein, um Captain Lerr Duvat den Befehl zu übermitteln, Operation Asche in Gang zu setzen.

Ausschnitt aus Star Wars: Imperium in Trümmern | © Panini
© Panini

Während die imperialen Streitkräfte ihre Bemühungen aufnehmen, dem Befehl ihres Imperators Folge zu leisten, begeben sich sowohl Shara Bey als auch ihr Ehemann Kes Dameron auf unterschiedlichste Missionen, die allesamt zum Ziel haben, die letzten Widerstandsnester des Imperiums zu zerstören. Dank ihres exzellenten Rufes als Pilotin wird Shara gar beauftragt, die berühmte Leia Organa nach Naboo zu geleiten, wo sie sich mit der derzeitigen Königin zu treffen plant. Doch Operation Asche schließt selbstredend auch den Heimatplaneten des früheren Senators Palpatine mit ein…

Rezension:

Während Panini im Rahmen des jüngst neu gestarteten Kanon bereits im Oktober mit Prinzessin Leia einen der ersten Vertreter der „neuen“ Zeitachse veröffentlicht hat, war es für mich weit mehr der Vierteiler Imperium in Trümmern, auf den ich mich sondergleichen gefreut habe, ungeachtet der Tatsache, dass die unter dem Label der Journey to Star Wars: Das Erwachen der Macht veröffentlichten Bücher doch qualitativ recht durchwachsen waren, jedoch wusste ich das ja im dritten Quartal des vergangenen Jahres noch nicht und auch dort gab es ja durchaus positive Überraschungen zu verzeichnen. Nun habe ich also endlich auch diesen Band lesen dürfen und muss sagen, dass er mich ein klein wenig zwiegespalten zurücklässt, insbesondere was die Diskrepanz von Dramaturgie und Inszenierung anbelangt, doch lohnt allein das Wiedersehen mit den Ikonen der Rebellion schon die Lektüre des Bandes, der allerdings durchaus etwas stringenter hätte konzipiert werden dürfen.

Ausschnitt aus Star Wars: Imperium in Trümmern | © Panini
© Panini

Der Band beginnt überaus vielversprechend und setzt noch während der Schlacht von Endor aus dem finalen Film der ursprünglichen Trilogie ein und liefert teils unglaubliche Zeichnungen ab, was man Zeichner Marco Checchetto kaum hoch genug anrechnen kann, der dankenswerterweise auch für die restlichen drei Hefte verantwortlich zeichnet, wenn ihm auch hier einerseits Angel Unzueta sowie andererseits Emilio Laiso zur Seite gestanden haben, was aber keineswegs negativ ins Gewicht fällt. Schnell lernt man hier die Rebellenpilotin Shara Bey kennen und spätestens bei der Erwähnung ihres Mannes Kes Dameron sollte es – verzeiht das lauwarme Wortspiel – zu dämmern beginnen, dass es sich um die Eltern von Poe Dameron aus Das Erwachen der Macht handelt, die übrigens ja auch schon in dem ebenfalls von Greg Rucka verfassten Kurzgeschichtenband Vor dem Erwachen Erwähnung gefunden haben, was die Sache angenehm rund erscheinen lässt, doch leider zerfasert die Geschichte von diesen anfänglichen Oho- und Aha-Momenten ausgehend mehr und mehr.

So wird man recht schnell mit der Tatsache konfrontiert, dass der Imperator noch aus dem Grab heraus den Befehl zur Initiierung der Operation Asche zu geben imstande ist und wähnt sich einer spannenden Bedrohung gegenüber, doch abgesehen von diesem kurzen Auftritt bleibt es auf Seiten der Imperialen Streitkräfte merkwürdig still und die Geschichte von Imperium in Trümmern fokussiert weitestgehend auf Shara Bey und zuweilen auch auf Kes, wobei der eine merklich untergeordnete Rolle spielt. Vor allem aber scheint sich jedes der vier Hefte zu bemühen, in sich möglichst geschlossen zu wirken und gleichsam einen der ursprünglichen Helden in den Vordergrund zu rücken, was schon arg konstruiert wirkt, wenn Shara eben in zunächst als Pilotin Leia Organa zugeteilt wird und sich nach Naboo aufmacht, während Kes Dameron mit niemand Geringerem als Han Solo ins Feld zieht und Shara später noch eine Mission mit Luke Skywalker unternimmt. Speziell die Geschehnisse auf Naboo nämlich wirken reichlich überzogen, sollen zwar wohl als Brücke zur Prequel-Trilogie dienen, doch wenn die dortige Königin Soruna wie zufällig eine erfahrene Pilotin sein soll und gemeinsam mit Leia und Shara einem schier übermächtigen Aufgebot imperialer Schiffe entgegenfliegt, entbehrt das Ganze schon in weiten Teilen jeglicher Glaubwürdigkeit.

Ausschnitt aus Star Wars: Imperium in Trümmern | © Panini
© Panini

Überhaupt dürfte Imperium in Trümmern dahingehend einen schweren Stand haben, als dass es als Vorgeschichte zum siebten Star Wars-Film vermarktet wird, letztlich aber nur eine kurze Zeitspanne nach dem Ende des sechsten Teils umfasst und lediglich dazu dient, die Figuren von Shara und Kes dem geneigten Leser näherzubringen, während die eigentlichen Nachwehen der Schlacht von Endor zwar thematisiert werden, abgesehen von einigen kleineren Scharmützeln aber nicht wirklich Bewandtnis haben, geschweige denn näher beleuchtet werden. So bleibt ein durchaus kurzweiliger, spannender und vor allem optisch beeindruckender Band, der gemessen an der Erwartungshaltung einer epischen Überleitung von Episode VI zu Episode VII aber auch viel Enttäuschung generieren dürfte, zumal sich das Geschehen trotz durchlaufender Storyline eben mehr wie eine Aneinanderreihung von Kurzgeschichten wirkt und im Gesamtkontext betrachtet als relativ belanglos einzuordnen ist. Nichtsdestotrotz hatte ich meinen Spaß mit dem Band und kann ihn auch durchaus empfehlen, wenn man sich denn eben von der falschen Erwartungshaltung freimacht und damit leben kann, eine „nur“ unterhaltsame Reihe von Geschichten rund um Shara und Kes offeriert zu bekommen.

Fazit & Wertung:

Nach einem vielversprechenden Auftakt flacht die Story von Star Wars: Imperium in Trümmern zwar ein wenig ab und nicht jeder der Handlungsstränge weiß für sich genommen zu überzeugen, doch wenn man nicht mit dem Anspruch an den Comic herangeht, hier das ultimative Bindeglied zwischen den Filmen geliefert zu bekommen, vermag die Geschichte um Poe Damerons Eltern und deren Rolle im Nachgang zu der Schlacht von Endor durchaus zu unterhalten, zumal die beeindruckenden Zeichnungen von Marco Checchetto allein den Kauf des Bandes rechtfertigen dürften.

7 von 10 Missionen gegen die Überreste des Imperiums

Star Wars: Imperium in Trümmern

  • Missionen gegen die Überreste des Imperiums - 7/10
    7/10

Fazit & Wertung:

Nach einem vielversprechenden Auftakt flacht die Story von Star Wars: Imperium in Trümmern zwar ein wenig ab und nicht jeder der Handlungsstränge weiß für sich genommen zu überzeugen, doch wenn man nicht mit dem Anspruch an den Comic herangeht, hier das ultimative Bindeglied zwischen den Filmen geliefert zu bekommen, vermag die Geschichte um Poe Damerons Eltern und deren Rolle im Nachgang zu der Schlacht von Endor durchaus zu unterhalten, zumal die beeindruckenden Zeichnungen von Marco Checchetto allein den Kauf des Bandes rechtfertigen dürften.

7.0/10
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Star Wars: Imperium in Trümmern ist am 16.12.15 im Panini Verlag erschienen. Hat der Artikel euer Interesse geweckt, dann bestellt doch über den nachfolgenden Link und unterstützt damit das Medienjournal!