Review: Doctor Who | Staffel 2 (Serie)

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Doctor Who

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Da bin ich auch schon wieder und spreche heute erneut über die BBC-Kultserie und das alles sogar, ohne überhaupt den Laptop hochzufahren, denn wie gestern habe ich soeben vom Handy aus gebloggt, weil ich im Moment dabei bin, unser Arbeitszimmer neu einzurichten und da habe ich weder Platz für den Laptop, noch Zeit dafür, weshalb ich froh bin, ein weiteres Mal aus dem Fundus der fertigen Artikel schöpfen zu können.

Doctor Who
Staffel 2

Doctor Who, USA 2005-, ca. 45 Min. je Folge

Doctor Who | © KSM
© KSM

Serienschöpfer:
Sydney Newman
Showrunner:
Russell T. Davies
Steven Moffat

Main-Cast:
David Tennant (The Doctor)
Billie Piper (Rose Tyler)
in weiteren Rollen:
Camille Coduri (Jackie Tyler)
Noel Clarke (Mickey Smith)
Shaun Dingwall (Pete Tyler)
Paul Kasey (Cyber-Leader/The Ood)
Nicholas Briggs (Dalek/Cybermen [Stimme])
Anthony Stewart Head (Mr. Finch)
Elisabeth Sladen (Sarah Jane Smith)
Sophia Myles (Reinette)

Genre:
Abenteuer | Science-Fiction | Fantasy

Trailer:

 

Inhalt:

Szenenbild aus Doctor Who | © BBC
© BBC

Die Daleks sind besiegt, die Erde gerettet – doch zu welchem Preis, denn der Doctor musste sich opfern, um den Feind zu besiegen und ist folglich erneut reinkarniert. Der neue Doctor ist Rose zunächst fremd und nur kurze Zeit nach seiner Reinkarnation wird die Erde erneut von Außerirdischen angegriffen und das ausgerechnet zu Weihnachten. Doch auch der neue Doctor ist natürlich ziemlich findig, wenn es darum geht, die eigene Haut zu retten, so dass er auch dieser Bedrohung Herr wird und seine Reisen mit Rose Tyler alsbald fortsetzen kann, die die beiden erneut kreuz und quer durch Zeit und Raum schleudern werden. Doch bald beginnen sich die Zeichen zu mehren, dass ihre gemeinsame Zeit sich womöglich bald schon gen Ende neigt…

Rezension:

Mittlerweile liegt nun also auch die Wiederholungssichtung der zweiten Staffel Doctor Who (selbstredend nach neuer Zählweise der Staffeln) hinter mir liegt und ja, auch David Tennant macht als neuer Doctor eigentlich von Anfang an eine mindestens ebenso gute Figur wie Christopher Eccleston zuvor. Wahrscheinlich war ich seinerzeit, wenn auch mit dem Konzept der zuweilen notwendigen Reinkarnation des Doctors durchaus grob vertraut, einfach vor den Kopf gestoßen, das er so schnell das Feld wieder hat räumen müssen (wollen, wie ich mittlerweile weiß). Einzig aufgefallen ist mir, dass mir die Chemie zwischen Rose und dem Doctor in der Staffel zuvor weitaus besser gefallen hat, was zu Teilen auch mit dem Altersunterschied zusammenhängen mag, doch wo es zuvor zuweilen eine knisternde Spannung zwischen den beiden gegeben hat, gackern sie hier die meiste Zeit lachend und beschwingt durch die Gegend, was mir ab und an doch zu viel des Guten war, was in der ohnehin schon eher schwachen Folge Mit Zähnen und Klauen (2.02) besonders auffällig war, selbst wenn hier – und das mag noch das wenige positive an dieser sonst recht generischen Werwolf-Folge gewesen sein – erneut auf das Torchwood-Institut und dessen Gründung verwiesen wird. Die Auftaktfolge Die neue Erde (2.01) wiederum hat mir überraschend gut gefallen, weil sie einen schönen Bogen zwischen den Staffeln zu spannen wusste, ein Wiedersehen mit dem Gesicht von Boe bereithielt und mit einer schönen Variation des Zombie-Themas unterhalten konnte.

Szenenbild aus Doctor Who | © BBC
© BBC

Ein weiteres frühes Highlight der Staffel schloss sich dann prompt mit der Episode Klassentreffen (2.03) an, nicht nur, weil man hier auf den kultigen K-9 und des Doctors frühere Gefährtin Sarah Jane Smith trifft, die hier dreißig Jahre nach dem Ende ihrer regulären Rolle innerhalb der Serie erneut von der mittlerweile leider verstorbenen Elisabeth Sladen verkörpert wird, welche unter anderem auf Basis dieser Episode 2007 ihre eigene Serie – The Sarah Jane Adventures spendiert bekam, die es bis zu ihrem Ableben auf immerhin fünf Staffeln brachte, sondern auch, weil ich in dieser Folge enorme Freude an dem Gastauftritt von Anthony Stewart Head (Buffy, Dominion) hatte, wobei man schon sagen muss, dass gerade die animierten Monster in dieser Folge doch sehr unvorteilhaft gealtert sind. Diese Folge wurde dann allerdings umgehend und spielend getoppt von der vierten Episode Das Mädchen im Kamin (2.04), die ich wohl lange Zeit als eine der besten Serienfolgen in Erinnerung behalten werde, vereint sie schließlich von einer cleveren Prämisse über geschliffene Dialoge, Verquickung unterschiedlicher Genres, Raumschiffe, Zeitreisen und Thrill so ziemlich alles, was Doctor Who so großartig macht, während gleichsam Sophia Myles (mit der Tennant zu Zeiten des Drehs wohl zusammen war) in ihrer Rolle der Madame de Pompadour nicht minder großartig war (und mich zuweilen frappierend an Yvonne Strahovski erinnert hat).

Es schließt sich ein ebenfalls überzeugender Zweiteiler rund um die Cybermen an und in den Folgen Der unmögliche Planet (2.08) und Der Höllenschlund (2.09) eine weitere, zweigeteilte Geschichte auf einem fernen Stern, die mit zum gruseligsten gehört, was die Serie so hervorgebracht hat und mich mehr als einmal an Event Horizon erinnert hat, was, um das klarzustellen, selbstredend positiv gemeint ist. Ähnlich verhielt es sich mit der sich daran anschließenden Episode Liebe und Monster (2.10), die aus der Sicht von Elton Pope geschildert wird, der eine Art Dokumentarfilm über den Doctor zu drehen plant, was sich zunächst ähnlich und vor allem ähnlich unterhaltsam gestaltet wie in der Buffy-Episode Der Geschichtenerzähler (7.16), doch mit zunehmender Absurdität verliert die Geschichte leider auch zunehmend an Reiz und versandet letztlich völlig. Immerhin das zweiteilige Staffelfinale reißt es dann wieder raus und braucht sich vor dem des Vorjahres nicht zu verstecken, und das – und dieses Tatsache werte ich bewusst nicht als Spoiler, bleibt uns David Tennant schließlich als Doctor noch in den Staffeln 3 und 4 erhalten – , obwohl diesmal kein Doctor zu Tode kommt.

Szenenbild aus Doctor Who | © BBC
© BBC

Letztendlich sind die Episoden der zweiten Staffel Doctor Who ihrer Tendenz nach für sich genommen stärker geworden, doch ist dafür diesmal ein roter Faden nur weit weniger ausgeprägt erkennbar, als das zuvor der Fall gewesen ist, so dass sich zwar einzelne Geschichten miteinander verknüpfen lassen oder auch auf das Staffelfinale hindeuten, die Verbindungspunkte aber doch seltener und subtiler sind, so dass man das Gefühl hat, man wolle hier in sich geschlossene Geschichten wieder ein kleines Stück weit mehr in den Vordergrund rücken, auch wenn sich die Geschichten durchaus aufeinander beziehen oder gar aufeinander aufbauen. Nichtsdestotrotz scheint mir, man habe hier den goldenen Mittelweg zwischen Procedural und Serial noch nicht ganz gefunden. Erfrischend hingegen, – hätte ich beinahe schreiben wollen – dass die Staffel gänzlich ohne Daleks auszukommen weiß, aber der Schein trügt, wobei ich sie jetzt nicht direkt wieder als Antagonisten des Doctor gebraucht hätte, aber gut, das nur am Rande.

Fazit & Wertung:

Bereits in ihrem zweiten Jahr bemüht sich die Kultserie Doctor Who merklich, auch mal neue Wege zu beschreiten und insbesondere die Zweiteiler wissen zu begeistern, während auch die Kombi aus David Tennant und Billie Piper von der Chemie her funktioniert, doch trüben auch hier wieder einige nicht so gelungene Einzelepisoden das Gesamtbild ein wenig. Nichtsdestotrotz eine weitestgehend runde Staffel, die Spaß macht und neugierig, was wohl als nächstes passieren wird.

8 von 10 Reisen mit der TARDIS

Doctor Who | Staffel 2

  • Reisen mit der TARDIS - 8/10
    8/10

Fazit & Wertung:

Bereits in ihrem zweiten Jahr bemüht sich die Kultserie Doctor Who merklich, auch mal neue Wege zu beschreiten und insbesondere die Zweiteiler wissen zu begeistern, während auch die Kombi aus David Tennant und Billie Piper von der Chemie her funktioniert, doch trüben auch hier wieder einige nicht so gelungene Einzelepisoden das Gesamtbild ein wenig. Nichtsdestotrotz eine weitestgehend runde Staffel, die Spaß macht und neugierig, was wohl als nächstes passieren wird.

8.0/10
Leser-Wertung 7/10 (2 Stimmen)
Sende

Episodenübersicht: Staffel 2

00. Die Weihnachtsinvasion (8/10)
01. Die neue Erde (8/10)
02. Mit Zähnen und Klauen (7/10)
03. Klassentreffen (8,5/10)
04. Das Mädchen im Kamin (10/10)
05. Die Auferstehung der Cybermen – Teil 1 (8/10)
06. Die Ära des Stahl – Teil 2 (8/10)
07. Die Glotze (7/10)
08. Der unmögliche Planet – Teil 1 (8,5/10)
09. Der Höllenschlund – Teil 2 (9/10)
10. Liebe und Monster (6,5/10)
11. Fürchtet sie! (6/10)
12. Die Armee der Geister – Teil 1 (8,5/10)
13. Weltuntergang – Teil 2 (9/10)

 
 
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Doctor Who | Staffel 2 ist am 20.05.09 auf DVD im Vertrieb von KSM erschienen. Hat der Artikel euer Interesse geweckt, dann bestellt doch über einen der Links und unterstützt damit das Medienjournal!

DVD:

  • Filmschrott

    Das Mädchen im Kamin ist wirklich eine fantastische Episode und bis heute meine Nummer 1 unter den Doctor-Folgen. Und Tennant ist weiterhin mein Lieblinbgsdoctor.
    Die Episode Liebe und Monster ist dafür allerdings meine absolute Hassfolge. Boah, fand ich die scheiße und unlustig. Wenn das Highlight einer Folge ist, wie am Anfang der Doc, Rose und ein Alien wie in Scooby Doo don links nach rechts und zurück rennen, weiß man, dass da einiges schief gelaufen ist.

    • Lieblings- und Hassfolge in einer Staffel spricht ja irgendwie auch für die zweite Season „Doctor Who“, zumindest was den Abwechslungsreichtum anbelangt 😉

      Tennant ist und bleibt auch mein Lieblingsdoctor, auch wenn ich lange dachte, es wäre Eccleston, aber Tennant hatte dann doch mehr großartige Folgen zu verbuchen und ja auch mehr Zeit, seine Version des Doctors zu entwickeln. Dafür bin ich mit seinen Companions nie so richtig warm geworden, also denen, die so nach Rose folgen. Da bin ich bisher mehr so der Clara-Anhänger – doch ich greife vor, das kommt ja alles noch! 😉

  • An

    Also diesmal kann ich deiner Einzelwertung fast komplett genau so zustimmen – die 4. (!), 8. & 9. Folge fand ich auch besonders gut. Nur dass ich „Liebe und Monster“ eindeutig weniger Punkte gegeben hätte – nein, war das schlecht! 😀 Für mich sogar noch schlechter als die Slitheen in Staffel 1, und das will schon was heißen. 😀

    • Ach, „Liebe und Monster“ hatte für mich schon so seine Momente, gerade wie überzogen dämlich die Figuren dieser illustren Runde gezeichnet worden sind, aber der Reiz des Ganzen hat sich halt extrem schnell abgenutzt. Aber gibt ja genügend tolle Episoden, die die Staffel rausreißen.

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