Review: Captain America 3: Civil War (Film)

Das Marvel Cinematic Universe

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Am Wochenende war es auch für mich soweit, dem neuesten Marvel-Vertreter einen Besuch abzustatten, denn manche Filme, das bin ich ja gerne bereit einzuräumen, muss man einfach auf der großen Leinwand erlebt haben. Jetzt aber ohne lange Vorrede auf zu meiner Film-Kritik, mit der ich schon wieder gefühlt ziemlich spät dran bin, wenn ich sehe, was andere Blogger schon längst zu dem Streifen fabriziert haben, aber egal!

Captain America 3:
Civil War

Captain America: Civil War, USA 2016, 147 Min.

Captain America 3: Civil War | © Walt Disney
© Walt Disney

Regisseure:
Anthony Russo
Joe Russo
Autoren:
Christopher Markus
Stephen McFeely

Main-Cast:
Chris Evans (Steve Rogers / Captain America)
Robert Downey Jr. (Tony Stark / Iron Man)
Scarlett Johansson (Natasha Romanoff / Black Widow)
Sebastian Stan (Bucky Barnes / Winter Soldier)
Anthony Mackie (Sam Wilson / Falcon)
Don Cheadle (Lt. James Rhodes / War Machine)
Jeremy Renner (Clint Barton / Hawkeye)
Chadwick Boseman (T’Challa / Black Panther)
Paul Bettany (Vision)
Elizabeth Olsen (Wanda Maximoff / Scarlet Witch)
Daniel Brühl (Zemo)
in weiteren Rollen:
Paul Rudd (Scott Lang / Ant-Man)
Emily VanCamp (Sharon Carter)
Tom Holland (Peter Parker / Spider-Man)
Frank Grillo (Brock Rumlow / Crossbones)
William Hurt (Thaddeus Ross)
Martin Freeman (Everett K. Ross)
Marisa Tomei (May Parker)
John Slattery (Howard Stark)
Jim Rash (M.I.T. Liaison)

Genre:
Action | Abenteuer | Science-Fiction

Trailer:

 

Inhalt:

Szenenbild aus Captain America 3: Civil War | © Walt Disney
© Walt Disney

Gemeinsam mit Black Widow, Scarlet Witch und Falcon befindet sich Captain America in der nigerianischen Metropole Lagos, um einen Anschlag auf ein Institut für Seuchenkrankheiten seitens Crossbones zu vereiteln, doch während es Scarlet Witch nur knapp gelingt, einen Anschlag auf Steve Rogers zu vereiteln, fordert ihr Eingreifen verheerende Opfer unter der Zivilbevölkerung, was – in Zusammenhang mit den Ereignissen in Sokovia – den US-Außenminister Thaddeaus Ross veranlasst, zu fordern, dass die Avengers künftig einem Gremium der Vereinten Nationen unterstellt werden, das künftig entscheiden soll, ob und inwieweit ihr Eingreifen erforderlich ist und gebilligt werden kann. Während sich ein Teil der Gruppe – unter ihnen auch Iron Man Tony Stark – mit dem Gedanken anfreunden kann und es für besser hält, das kleinere Übel zu wählen, würde eine Verweigerung schließlich die Auflösung der Avengers bedeuten, kann sich nicht nur Captain America nicht damit abfinden, künftig vorgeschrieben zu bekommen, ob und wem er helfen dürfe, was einen ersten Keil zwischen die Mitglieder der Superheldentruppe treibt.

Als es dann bei der Sitzung der Vereinten Nationen zu einem Anschlag kommt, für den anscheinend der Winter Soldier Bucky Barnes, Steves früherer Freund und Weggefährte verantwortlich ist, muss sich der Captain entscheiden, ob er wirklich bereit ist, sich gegen die Regierung und einige seiner engsten Freunde zu stellen, um an seinen hehren Idealen festzuhalten. Zu seinem Glück sehen das einige der Helden ganz ähnlich wie er, doch kaum dass es zum Bruch der Avengers kommt, beginnen sich die Fronten zu verhärten, als auch noch ein neuer Widersacher, Black Panther, die Bühne betritt. Derweil reist der undurchsichtige wie unscheinbare Zemo durch das Land und verfolgt seine ganz eigenen Pläne für die Zukunft der Avengers und agiert dabei dergestalt im Verborgenen, dass die entzweiten Helden zunächst nicht einmal ahnen, dass eine unbekannte Größe im Hintergrund ihre Intrigen spinnt…

Rezension:

Spätestens nach Captain America 3: Civil War dürfte klar sein, dass die Gebrüder Anthony und Joe Russo würdige Erben für Joss Whedon abgeben werden, wenn sie in einiger Zeit auch den dritten The Avengers-Film realisieren dürfen, wobei die vorrangig durch ihre Arbeit an Community bekannt gewordenen Regisseure sich ohne Frage bereits mit Captain America 2: The Winter Soldier ihre Meriten verdient haben dürften, doch wird dieser dritte Wurf der Story um den ersten Avenger nicht zu Unrecht auch als Avengers 2.5 gehandelt, kommt hier schließlich ein Großteil der bislang eingeführten Superhelden zusammen, während man zwar einzig auf Thor und Hulk verzichten muss, dafür aber auch neue Helden geboten bekommt, die den ohnehin schon umfangreichen Cast ergänzen, doch während sich Black Panther dank stimmiger Einführung und nachvollziehbarer Motivation noch vergleichsweise gut in das Ensemble fügt – auch wenn ich bei seinem ersten Auftritt kurz an Rektor Skinner im Catwoman-Suit habe denken müssen – , ist Spider-Man in weiten Teilen leider genauso ärgerlich und überflüssig, wie die wenigen Minuten im Trailer bereits haben vermuten lassen, wenn er auch wirklich genauso agiert, wie man sich das von einem jugendlichen Spider-Man erwarten würde, doch tröstet das nicht darüber hinweg, dass speziell Tony Starks Besuch bei ihm und Tante May eine der wenigen Längen des Films darstellt, der den immerhin bislang längsten Teil des umfangreichen Franchise darstellt.

Szenenbild aus Captain America 3: Civil War | © Walt Disney
© Walt Disney

Um aber von vorn zu beginnen, ist der Einstieg in die Geschichte wieder einmal außerordentlich gelungen und wartet mit durchdachter Action und stimmungsvollen Kämpfen auf, die jedem Helden seine Glanzmomente zugestehen, während es sicherlich zweifelsohne Black Widow und Scarlet Witch sind, die ihren männlichen Gegenparts spielend den Rang ablaufen, doch dient dieser Einstieg eben nicht einfach nur dazu, den Adrenalinspiegel schon einmal vorsorglich nach oben schnellen zu lassen, sondern mündet in ein Fiasko, dass die Ereignisse des Films an sich überhaupt erst in Gang setzen, wobei es schön ist zu beobachten, wie die Russo-Brüder auch hier wieder Wert darauf legen, Rückbezüge auf frühere Ereignisse in die Handlung mit einzuflechten und so nicht nur auf die Ereignisse aus The Avengers und Captain America 2 anspielen, sondern vor allem auf die finale Schlacht in Sokovia gegen Ende von The Avengers 2, die ebenfalls einen nicht zu unterschätzenden Baustein innerhalb des sich langsam entspinnenden Story-Geflechts darstellt. Während diese sich zu großen Teilen um den Winter Soldier dreht, ist die Geschichte an sich dabei trotz- oder gerade deswegen sehr Captain America-zentriert, was ich mir angesichts des immensen Aufgebots an Superhelden in der Form nicht erwartet hätte, doch auch wenn beinahe jeder Part seine Daseinsberechtigung hat und natürlich speziell Tony Stark ebenfalls merklich im Vordergrund steht, verlässt Captain America 3: Civil War doch selten die Perspektive von Steve Rogers.

Szenenbild aus Captain America 3: Civil War | © Walt Disney
© Walt Disney

Während man sich also unzweifelhaft bemüht, die Beweggründe von Iron Man und Konsorten zu skizzieren und zu verdeutlichen, weshalb diese sich auf die Seite der Regierung(en) stellen und bereit sind, das Sokovia-Abkommen zu unterzeichnen und sich damit selbst die Hände zu binden, liegen die Sympathiepunkte doch ganz klar beim Cap, der meiner Meinung nach auch das deutlich interessantere und charismatischere Team um sich zu scharen weiß, wenn man vielleicht einmal von Black Widow absieht, wobei es zunächst verwunderlich scheint, dass ausgerechnet sie sich auf die Seite von Tony schlägt, was aber auch innerhalb des Films aufgegriffen und kommentiert wird, bei näherer Betrachtung auch durchaus Sinn ergibt, will sie schließlich Buße tun für ihre früheren Verbrechen und keine weiteren Unschuldigen gefährden. Mir persönlich derweil sehr gut gefallen hat die weitergehende Charakterisierung von sowohl Vision als auch Scarlet Witch, die ja nun einmal seit dem Ende von Age of Ultron irgendwie zu den Avengers gehören, allerdings noch nicht so richtig Profil spendiert bekommen haben, was man hier wohlweislich nachholt und dabei einige wirklich schöne Szenen kreiert, wenn Vision beispielsweise für die geknickte Wanda zu kochen versucht. Überhaupt hat der Film aber auch unerwartet viele Charaktermomente und ruhigere Szenen, die sich aber der Natur der Sache nach beinahe allesamt in der ersten Hälfte des Films verorten lassen, denn nach dem Zusammentreffen am Flughafen, das schon in den Trailern ausgiebig zelebriert worden ist, geht es übergangslos und ohne Pause ins nächste und eigentliche Finale, wobei dieses mich dank des interessanten Bösewichts Zemo, der von einem wirklich überzeugend aufspielenden Daniel Brühl (Rush) verkörpert wird, überrascht hat, denn wo es vorher politische Motive und Streitigkeiten waren, die die Helden aufeinander haben losgehen lassen, ist der finale Konflikt merklich persönlicher motiviert und auch Zemos Rolle und Motivation erhalten hier den letzten Schliff, zumal es eine angenehme Abwechslung darstellt, dass die Avengers – ob nun gemeinsam oder entzweit – einmal nicht gegen Horden von Aliens und Superschurken antreten müssen.

Szenenbild aus Captain America 3: Civil War | © Walt Disney
© Walt Disney

So macht Captain America 3: Civil War alles in allem zwar wieder eine durchaus gute Figur und ist nicht weniger unterhaltsam und stimmig geraten als die meisten anderen der MCU-Vertreter, doch verwehren ihm einige narrative und dramaturgische Schwächen leider auch den Aufstieg in die Top-Riege durch und durch empfehlenswerter Filme, denn natürlich wirkt das Geschehen trotz zweieinhalb Stunden Spielzeit zuweilen wieder reichlich überfrachtet, wenn nun eben nicht nur die aus dem letzten The Avengers-Film bekannte Riege ihr Schaulaufen absolviert, sondern hier nun auch noch Black Panther, Ant-Man und vor allem Spider-Man hinzukommen, während die vollmundige Ankündigung in der Post-Credit-Scene, Spider-Man werde zurückkehren, für manche mehr wie eine Drohung den wie eine frohe Botschaft wirken dürfte, den auch wenn seine flockigen Sprüche sicherlich als wohlgemeinte Auflockerung gedacht gewesen sein mögen, verhunzt er in letzter Konsequenz ein bis dahin unerwartet ernstes und ernstzunehmendes Werk mit reichlich überflüssigen Szenen und Sprüchen, also leider genau so, wie es nach den finalen Sekunden des Trailers, in denen man einen ersten kurzen Blick auf den neuesten Spinnenmann erhaschen durfte, zu befürchten stand.

Szenenbild aus Captain America 3: Civil War | © Walt Disney
© Walt Disney

Immerhin wird dem von Tom Holland (How I Live Now) verkörperten Peter Parker nicht so viel Screentime zugestanden, dass er das Gesamtwerk merklich negativ beeinflussen würde, doch hätte man sich dessen ersten Auftritt getrost für einen späteren Film aufsparen können, zumal Captain America 3: Civil War sowieso schon daran krankt, dass die Spekulationen hinsichtlich einschneidender Ereignisse im Marvel Cinematic Uiverse – gemeint ist damit natürlich der mutmaßliche Tod eines der etablierten Helden – eine gewisse Erwartungshaltung geschürt haben, die der Film in dieser Form nicht erfüllen kann, derweil der Titel Civil War schließlich wie ein Fehlgriff wirkt, denn einen Bürgerkrieg jedweder Art wird man hier nicht erleben, wenn auch die Action-Momente an sich keine Wünsche offen lassen und erneut gespickt sind mit großartigen Einfällen für jeden einzelnen Helden, um dessen Kräfte ins rechte Licht zu rücken, so dass man selbst bei den nicht über Superkräfte verfügenden Figuren wie Hawkeye oder Black Widow nie das Gefühl zu bekommen droht, sie seien kaum mehr als austauschbare Staffage. Dafür aber führt der Film konsequent und nachvollziehbar die bereits in Captain America 2: The Winter Soldier aufs Trapez gebrachten Motive fort und wartet gegen Ende tatsächlich mit einschneidenden Ereignissen auf, die die Frage aufkommen lassen, wie es mit dem Helden-Team-Up weitergehen wird, doch wird man sich bis zur Beantwortung dieser Frage wohl noch ein wenig gedulden müssen, denn der für Oktober diesen Jahres angekündigte Doctor Strange macht nicht den Anschein, als würde er diesen Ereignissen Rechnung tragen. Andererseits ist Marvel ja doch immer für eine Überraschung gut…

Fazit & Wertung:

Im Grunde ist Captain America 3: Civil War ähnlich überzeugend und stimmig geraten wie sein direkter Vorgänger, was daran liegen mag, dass mit den Russos nicht nur dieselben Regisseure, sondern auch dieselben Drehbuchautoren verpflichtet worden sind, doch die Entscheidung seitens Marvel, in dieser eigentlich so ernsten und düsteren Geschichte den wohl flapsigsten Spider-Man überhaupt seinen ersten Auftritt feiern zu lassen, lässt Atmosphäre und Flair doch merklich leiden, während man sich mit Blick auf die Comic-Vorlage womöglich ein noch brachialer wirkendes Aufeinandertreffen der Helden erwartet hätte.

8,5 von 10 Auseinandersetzungen zweier verfeindeter Fraktionen

Captain America 3: Civil War

  • Auseinandersetzungen zweier verfeindeter Fraktionen - 8.5/10
    8.5/10

Fazit & Wertung:

Im Grunde ist Captain America 3: Civil War ähnlich überzeugend und stimmig geraten wie sein direkter Vorgänger, was daran liegen mag, dass mit den Russos nicht nur dieselben Regisseure, sondern auch dieselben Drehbuchautoren verpflichtet worden sind, doch die Entscheidung seitens Marvel, in dieser eigentlich so ernsten und düsteren Geschichte den wohl flapsigsten Spider-Man überhaupt seinen ersten Auftritt feiern zu lassen, lässt Atmosphäre und Flair doch merklich leiden, während man sich mit Blick auf die Comic-Vorlage womöglich ein noch brachialer wirkendes Aufeinandertreffen der Helden erwartet hätte.

8.5/10
Leser-Wertung 7/10 (1 Stimme)
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Meinungen aus der Blogosphäre:
Cellurizon: 9/10 Punkte
Filmherum: 5/5 Punkte
Infernal Cinematic Affairs: 6,5/10 Punkte
Der Kinogänger: 9/10 Punkte
Singende Lehrerin: 8/10 Punkte
Vieraugen Kino: 6/10 Punkte

Captain America 3: Civil War erscheint demnächst auf DVD und Blu-ray im Vertrieb von Walt Disney. Hat der Artikel euer Interesse geweckt, dann bestellt doch über einen der Links und unterstützt damit das Medienjournal!

DVD:

Blu-ray:

  • Singende Lehrerin

    Seltsam, bei den ganzen Kritikpunkten, die in deiner Rezension auftauchen, hätte ich weniger als 8,5 Punkte erwartet… 😉 Meine Kritik klingt positiver – finde ich – , der Film kriegt bei mir aber trotzdem „nur“ 8 Punkte. https://singendelehrerin.wordpress.com/2016/04/30/captain-america-civil-war-3ddolby-atmos-anthony-joe-russo-usa-2016-kurzkritik/

    Dass es schon wieder ein Reboot von Spider-Man geben wird, habe ich mit lautem „Ach, bitte nicht!“ im Kino kommentiert. Boooooooring! Bei genauerem Nachdenken finde ich im Grunde genommen auch, dass er nicht so richtig reingepasst hat, trotzdem mochte ich persönlich den Kampf (richtig, „Civil War“ ist sicher übertrieben) schon wobei ich mich mehr über das Auftauchen Ant-Mans gefreut habe.

    • Mh, ich fand gar nicht, dass ich so viele Kritikpunkte angeführt habe, zumal ich ja auch massig viel gelobt habe und gut fand. Muss ich mir noch mal anschauen. An sich war für mich ja am ehesten Spider-Man überflüssig und störend, aber der stiehlt ja kaum Zeit und ich habe mir unter „Civil War“ halt was anderes vorgestellt, sonst fand ich den ja wieder überraschend gut. Und stimmt, Ant-Man war ein kleines (und dann großes) Highlight, das habe ich auch so empfunden, zumal mir sein Film noch fehlt, worauf ich jetzt aber umso mehr Lust habe.

  • Interessant, daß dich Spidey hier so genervt hat – in vielen Kritiken wird er ja vielmehr als eines der großen Highlights gefeiert. Wobei ich das auch nicht so richtig nachempfinden kann, für mich fügt er sich recht harmonisch in das Ensemble ein; nicht mehr, aber auch nicht weniger.

    Bei der Gelegenheit will ich übrigens noch zwei Dinge anmerken – schon weil sie in meiner eigenen Rezension irgendwie keinen Platz mehr gefunden haben:
    1. Der gern unterschätzte Hawkeye hat mir in „Civil War“ außerordentlich gut gefallen, gerade auch in seiner Reaktion gegenüber Tony. Ich hoffe, daß das in den weiteren Filmen konsequent fortgeführt wird (sowohl Hawkeyes Darstellung als auch der Zwist mit Tony)!
    2. Irgendwie ist es fast schon wieder sexistisch, daß ausgerechnet die beiden weiblichen Avengers die einzigen sind, die nicht von Anfang an klar zu „Team Steve“ oder „Team Tony“ zählen. So nach dem Motto: „Männer hauen gleich drauf, Frauen denken erst mal nach.“ 😉
    Aber zugegeben: So unrealistisch ist das natürlich auch wieder nicht …

    • Er hat halt einfach gestört. Theoretisch, objektiv betrachtet, müsste ich ihn auch loben, weil er weit näher an den Comics ist als Maguiry oder Garfield, aber vermutlich mag ich „diesen“ Spider-Man gar nicht so und war dankbar für die tendenziell etwas erwachsenere Ausrichtung in den früheren Filmen. Wahrscheinlich hätte er sich sogar auch für mein Empfinden harmonisch einfügen können, wenn er nicht ausgerechnet diesen Kampf so lange so dermaßen dominiert hätte, aber Geschmäcker sind halt verschieden und das trifft wohl umso mehr auf unsere unterschiedlichen Spider-Men zu.

      Bezüglich Hawkeye kann ich dir recht geben, der hatte ein paar starke Momente und ich freue mich sowieso über jede Minute, die man ihn auf der Leinwand sieht, weil er eben gerne hinten angestellt wird.

      Und deine Beobachtung bzgl der männlichen und weiblichen Avengers ist mir so noch gar nicht aufgefallen; interessante Lesart, an der wahrscheinlich wirklich ein klein wenig was dran ist, aber das wird man nicht laut sagen dürfen, denn dann fängt man an, in Black Widows kurzzeitigen Frontenwechsel auch etwas hinein zu interpretieren und dann würde es heißen, der Film sage aus, Frauen seien illoyal oder würden sich – im Fall von Scarlet Witch – am liebsten raushalten und einfach zuhause bleiben, statt für ihre Ansichten einzustehen 😉

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