Review: S.H.I.E.L.D. 3: Legenden (Graphic Novel)

Wie versprochen heute wieder mit was Tollem und deshalb erzähle ich euch diesmal vom finalen Band S.H.I.E.L.D.. Aber natürlich nicht nur, denn diesmal gibt es auch direkt wieder zwei Reviews, wie sich das so gehört 😉

S.H.I.E.L.D. 3:
Legenden

S.H.I.E.L.D. #11-12, S.H.I.E.L.D. 50th Anniversary:
Quake, Mockingbird, Fury, The Cavalry, Agent Carter, USA 2015, 156 Seiten

S.H.I.E.L.D. 3: Legenden | © Panini
© Panini

Autoren:
Mark Waid (#11-12)
Matthew Rosenberg (Quake, Mockingbird, The Cavalry, Agent Carter)
Patrick Kindlon (Quake)
Chelsea Cain (Mockingbird)
David F. Walker (Fury)
Jody Houser (The Cavalry)
Kathryn Immonen (Agent Carter)
Zeichner:
Howard Chaykin (#11)
Joe Bennett (#12)
Daniel Warren Johnson (Quake)
Joelle Jones (Mockingbird)
Lee Ferguson (Fury)
Luke Ross (The Cavalry)
Rich Ellis (Agent Carter)

Verlag (D):
Panini Verlag
ISBN:
978-3-957-98767-9

Genre:
Abenteuer | Science-Fiction | Action

 

Inhalt:

Unverhofft kontaktiert Dominic Fortune seinen alten Bekannten Phil Coulson, um ihn um seine Hilfe bei einem prekären Fall zu bieten, derweil schnell klar wird, dass Fortune ohne Frage noch eine Agent der ganz alten Schule ist und sich am ehesten und vorrangig auf sich selbst und niemand sonst verlässt, doch die eigentliche Prüfung steht Coulson und den Agenten von S.H.I.E.L.D. erst noch bevor, als jemand den Allvater Odin ermordet und die Welt in pures Chaos stürzt, hielten die Asen den Mörder schließlich für ein Kind Midgards, woraufhin sie auf der Erde blutige Rache nahmen, der auch ein Großteil der Avengers zum Opfer fiel, so dass es jetzt an den einfachen Menschen von S.H.I.E.L.D. liegt, den Mord rückwirkend zu verhindern und so die Welt zu retten…

Rezension:

Mit S.H.I.E.L.D. 3: Legenden findet nun auch diese Comic-Reihe ihr Ende, denn ähnlich wie schon bei Black Widow beschließt das sich ankündigende Mega-Event Secret Wars auch den Run von Mark Waid, womit ich in meiner Blauäugigkeit kaum gerechnet hätte, hat es die eigentlich so vielversprechende Serie – die erfrischenderweise mehr aus One-Shots und in sich geschlossenen Einzelepisoden besteht – schließlich auf gerade einmal zwölf Ausgaben gebracht, doch immerhin findet sich hinten im Band bereits die Ankündigung einer neuen Serie, nun unter dem noch näher an der TV-Inspiration gelagerten Titel Agents of S.H.I.E.L.D.. Nachdem in den vorangegangenen zwei Bänden aber bereits insgesamt zehn Hefte veröffentlicht worden sind, mag man sich fragen, was den vorliegenden dritten Band auf über 150 Seiten hat anwachsen lassen, doch ist diese Frage leicht zu beantworten, sind schließlich zum S.H.I.E.L.D. 50th Anniversary eine gute Handvoll Einzelhefte zu allerhand illustren Gestalten aus dem S.H.I.E.L.D.-Kosmos erschienen, die nun also auch hier ihre Veröffentlichung finden.

Den Auftakt aber bestreiten die zwei finalen Stories der Heftreihe, wobei mir deren erster Part weit weniger gut gefallen hat als die abschließende Storyline, die immerhin auch noch einmal mehr Figuren als lediglich Phil Coulson aufs Trapez bringt und die Agenten in einem clever inszenierten Konstrukt noch einmal die Welt retten lassen, weshalb die Geschichte auch als versöhnlicher Abschluss durchaus funktioniert, zumal initiale Ereignisse aus dem allerersten Heft erneut aufgegriffen werden und so die Sache im Nachhinein doch relativ rund wirkt, auch wenn man ja wie gesagt nicht von einer durchgehenden Dramaturgie oder einem wirklich vorhandenen roten Faden sprechen kann. Dem Umstand geschuldet, dass S.H.I.E.L.D. auch in den vorangegangenen Bänden weitestgehend aus One-Shots bestanden hat, ist es dann auch gar nicht einmal so irritierend oder ärgerlich, dass man sich im Anschluss hieran mit den Einzelstories diverser Figuren abgeben muss, zumal auch diese grundsätzlich allesamt als gelungen bezeichnet werden können.

Da wäre zunächst einmal eine Storyline um Quake, die hier in Kontakt mit den Avengers kommt, eine recht interessante Geschichte um Mockingbird – die ich ja schon im Team-Up mit Melinda May ziemlich großartig fand – sowie eine Geschichte um den allseits bekannten Nick Fury, hier sogar in doppelter Ausfertigung, wobei sich hier das volle Potential der Geschichte ob der geringen Seitenzahl nicht ganz so entfalten kann, wie es möglich gewesen wäre, aber das ist natürlich nur mein Eindruck. Wo ich ja gerade schon auf Melinda May zu sprechen gekommen bin, gibt es natürlich auch ein unter The Cavalry firmierendes One-Shot zu ihrer Person, das wie ich finde zu den Highlights des Bandes gezählt werden darf und last but not least eine im Jahre 1966 angesiedelte Geschichte um Agent Carter, der hier die Asin Lady Sif an die Seite gestellt wird, was ebenfalls eine interessante Combo ergibt, auch wenn ich mir für den Schlussakt des Bandes und der Reihe etwas fulminanteres gewünscht hätte.

Nicht nur optisch, sondern auch inhaltlich ist der Band somit auch durchaus als durchwachsen zu bezeichnen, denn während Mark Waid für sämtliche S.H.I.E.L.D.-Hefte die Autorenschaft innehatte, machen diese im letzten Band nur einen kleinen Teil aus und so gibt sich eine ganze Riege von Autoren die Klinke in die Hand, ebenso wie für beinahe jede Story ein anderer Zeichner verpflichtet wurde, was ich ja sonst bekanntermaßen nicht sehr schätze, doch aufgrund dessen, dass jede Geschichte für sich steht und selbst die Protagonisten wechseln, fiel dieser Umstand diesmal in keiner Weise störend ins Gewicht, zumal sämtliche Verantwortlichen auf einem gewissen Niveau agieren, dass man an dem Stil selbst nichts zu bemängeln haben kann, wobei mir persönlich gerade der Stil der allerersten Geschichte nicht sonderlich zugesagt hat, aber das fällt dann wieder unter reine Geschmackssache und mag jedem anders ergehen. Summa summarum habe ich auch den dritten S.H.I.E.L.D.-Band mit Freude gelesen und eine Menge Spaß – vor allem aber auch Abwechslung – gehabt und auch, wenn ich mir gerne eine längere Reihe kurzweiliger Stories gewünscht hätte, bin ich nun schon sehr gespannt auf die neuen Agents of S.H.I.E.L.D. und den Ansatz, den Mark Guggenheim, der ja immerhin auch die TV-Serie Arrow mit ersonnen hat und in vielen Aspekten betreut, bei diesem neuen Run verfolgen wird.

Fazit & Wertung:

Während es sich bei S.H.I.E.L.D. 3: Legenden leider schon wieder um den Abschluss der Reihe handelt, bietet dieser dank der vielen im Rahmen des S.H.I.E.L.D. 50th Anniversary veröffentlichten One-Shots zu Gestalten wie Fury, Melinda May oder Agent Carter immerhin einen versöhnlichen und kurzweiligen Abschluss, während ich mir bis zum Schluss mehr von Figuren wie beispielsweise Fitz und Simmons erhofft hätte, die zwar zu Beginn groß angepriesen worden sind, hier aber bis zuletzt eine nur untergeordnete Rolle spielen, während selbst Phil Coulson hier lediglich eine Nebenrolle spielt.

7 von 10 zur Hilfe gerufenen Superhelden

S.H.I.E.L.D. 3: Legenden

  • Zur Hilfe gerufene Superhelden - 7/10
    7/10

Fazit & Wertung:

Während es sich bei S.H.I.E.L.D. 3: Legenden leider schon wieder um den Abschluss der Reihe handelt, bietet dieser dank der vielen im Rahmen des S.H.I.E.L.D. 50th Anniversary veröffentlichten One-Shots zu Gestalten wie Fury, Melinda May oder Agent Carter immerhin einen versöhnlichen und kurzweiligen Abschluss, während ich mir bis zum Schluss mehr von Figuren wie beispielsweise Fitz und Simmons erhofft hätte, die zwar zu Beginn groß angepriesen worden sind, hier aber bis zuletzt eine nur untergeordnete Rolle spielen, während selbst Phil Coulson hier lediglich eine Nebenrolle spielt.

7.0/10
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S.H.I.E.L.D. 3: Legenden ist am 19.04.16 im Panini Verlag erschienen. Hat der Artikel euer Interesse geweckt, dann bestellt doch über den nachfolgenden Link und unterstützt damit das Medienjournal!

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