Review: Star Wars: Kanan – Der letzte Padawan (Graphic Novel)

Das Star Wars Universum

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Da will man sich allem widmen, was in Sachen Star Wars so erscheint und – zack – hat man plötzlich schon wieder drei Comic-Bände auf Halde liegen. Höchste Zeit also, dass ich mich dem ersten dieser Bände widme. Tue ich, jetzt.

Star Wars
Kanan – Der letzte Padawan

Star Wars: Kanan – The Last Padawan #1-6, USA 2015, 140 Seiten

Star Wars: Kanan - Der letzte Padawan | © Panini
© Panini

Autor:
Greg Weisman
Zeichner:
Pepe Larraz (#1-5)
Jacopo Camagni (#6)

Verlag (D):
Panini Verlag
ISBN:
978-3-957-98708-2

Genre:
Abenteuer | Science-Fiction | Action

 

Inhalt:

Ausschnitt aus Star Wars: Kanan - Der letzte Padawan | © Panini
© Panini

Gemeinsam mit seinen Gefährten gelangt Kanan Jarrus auf der Fulcrum Ghost in die Nähe des Planeten Kaller, doch während er gegenüber seinen Rebellenfreunden behauptet, noch nie dort gewesen zu sein, beginnt die Erinnerung einzusetzen, wie er damals, fünfzehn Jahre zuvor und noch unter dem Namen Caleb Dume als Padawan der Jedi-Meisterin Depa Billaba nach Kaller gelangt war, nur kurze Zeit bevor Palpatine den Klonsoldaten die Ausführung der Order 66 befahl und Calebs Leben für immer veränderte, sah er sich schließlich infolge der dramatischen Ereignisse gezwungen, fortan ein Leben auf der Flucht zu führen und in die niedersten Niederungen des Abschaums der Galaxis vorzustoßen, um sich dort unter falschem Namen vor den Klonsoldaten zu verstecken, die noch immer Jagd auf den flüchtigen Padawan machten und nicht eher ruhen würden, bis auch er zur Strecke gebracht worden sei…

Rezension:

Gleich zu Beginn meiner Rezension zu Kanan – Der letzte Padawan sollte ich zunächst einmal einräumen, trotz meiner Vernarrtheit für das Franchise bisher keinerlei Berührung mit der Serie Star Wars Rebels gehabt zu haben und folglich auch keinerlei Vorkenntnisse zu der Figur des Kanan Jarrus hatte, was sich aber natürlich zumindest dahingehend als Segen erweist, als dass ich nun wage beurteilen zu können, ob sich der Band denn auch für Nicht-Kenner der TV-Serie lohnen möge und um das gleich vorwegzunehmen: Ja, das tut er. Lediglich eine Seite nimmt sich der Band, den erwachsenen und aus der Serie bekannten Kanan vorzustellen um dann gleich in einem wuchtvollen zweiseitigen Panel in dessen Vergangenheit zu wechseln, die große Teile der Handlung bestimmen wird, was für mich anfangs tatsächlich ein wenig gewöhnungsbedürftig war, weil ich es einfach nicht so sehr mit derart jugendlichen Protagonisten habe, zumal Zeichner Pepe Larraz ihm oftmals für meinen Geschmack zu überzogene Grimassen angedeihen lässt, die für mich den Ernst und damit das Flair der Geschichte zu untergraben drohten.

Ausschnitt aus Star Wars: Kanan - Der letzte Padawan | © Panini
© Panini

Von diesen seltenen Gesichtsentgleisungen aber einmal abgesehen, liefert Larraz einen wahnsinnig guten Job ab und Kanan – Der letzte Padawan sieht streckenweise unverschämt gut aus, vermittelt eine angenehm düstere und zuweilen dreckige Atmosphäre und ist dank Autor Greg Weisman auch temporeich und voller Verve inszeniert, derweil er sich insgesamt fünf Kapitel und somit Hefte Zeit nimmt, die Irrfahrten und Abenteuer des jungen Kanan, der eigentlich Caleb Dume heißt und im Verlauf der Geschichte einen Decknamen annimmt, um sich aufgrund der ergangenen Order 66 vor den Klonsoldaten zu verstecken und seine Herkunft als Padawan zu verschleiern, die nun in der gesamten Galaxis unerbittlich gejagt und kaltblütig getötet werden. Dabei macht sich Kanan sowohl Freunde als auch Feinde und speziell der verschlagene Kalleraner Janus Kasmir ist es, der sich als wegweisend für Kanans weiteren Werdegang als Dieb und Schmuggler herausstellen wird.

Einziger Wermutstropfen – wobei es sich hier wirklich um Jammern auf hohem Niveau handelt – ist natürlich, dass mit dem Umstand einhergehend, dass es sich bei weiten Teilen der Geschichte um eine einzige große Rückblende handelt, die Gefahr für Kanans Leib und Leben nie wirklich greifbar wird, weiß man schließlich, dass er überleben muss, was immer ihm auch widerfahren wird, doch würde sich das zugegebenermaßen kaum anders verhalten, wenn dem nicht so wäre, ist er schließlich Namensgeber und Hauptprotagonist der Storyline. Dennoch erlebt die Geschichte noch einmal einen gehörigen Schub an Spannungszuwachs, wenn die Geschichte wieder in die „Gegenwart“, zurück zum erwachsenen Kanan wechselt, den es nun nach langen Jahren zurück nach Kaller verschlägt, wo er fünfzehn Jahre zuvor als Padwan unter der Jedi-Meisterin Depa Billaba gelernt hat, bevor die schicksalsträchtige Order 66 erging, die sein Leben für immer verändern sollte.

Ausschnitt aus Star Wars: Kanan - Der letzte Padawan | © Panini
© Panini

Das letzte Kapitel schließlich, der Epilog sozusagen, in dem man dem erwachsenen Kanan begegnet (und der auch mit Jacopo Camagni als neuem, aber kaum minder überzeugendem Zeichner aufwartet), schafft nicht nur eine gewisse Konklusion zu den vorangegangenen Ereignissen, sondern endet auch noch gemeinerweise mit einem Cliffhanger, der wohl erst im September diesen Jahres aufgelöst werden wird, wenn mit dem zweiten Band die Fortsetzung zu Kanan – Der letzte Padawan veröffentlicht werden wird. Dessen ungeachtet macht der Band aber auch für sich alleinstehend eine gute Figur und bietet zumindest die Rückblende betreffend eine in sich geschlossene, ungemein stimmig und abwechslungsreich dargebrachte Geschichte, die gehörig Star Wars-Flair verströmt und mit bekannten Motiven hantiert, ohne dabei abgedroschen oder langweilig zu wirken, zumal es sich Autor Weisman nicht einmal nehmen lässt, selbst die beiden Klonsoldaten Styles und Grey, die unerbittlich Jagd auf den jungen Padawan machen, unerwartet facettenreich zu gestalten, was in letzter Konsequenz ausnehmend gut funktioniert, auch wenn es mich anfänglich ein wenig irritiert haben mag.

Fazit & Wertung:

Der Band Star Wars: Kanan – Der letzte Padawan widmet sich der Vorgeschichte des aus der TV-Serie Star Wars Rebels bekannten Kanan Jarrus und kehrt hierfür zu den Tagen der Order 66 zurück, um von dort ausgehend eine wendungsreiche Story zu erzählen, die gleichermaßen atmosphärisch wie packend geraten ist, vor allem aber auch für Nicht-Kenner der Serie eine Empfehlung wert ist.

8 von 10 Erinnerungen an eine andere Zeit

Star Wars: Kanan - Der letzte Padawan

  • Erinnerungen an eine andere Zeit - 8/10
    8/10

Fazit & Wertung:

Der Band Star Wars: Kanan – Der letzte Padawan widmet sich der Vorgeschichte des aus der TV-Serie Star Wars Rebels bekannten Kanan Jarrus und kehrt hierfür zu den Tagen der Order 66 zurück, um von dort ausgehend eine wendungsreiche Story zu erzählen, die gleichermaßen atmosphärisch wie packend geraten ist, vor allem aber auch für Nicht-Kenner der Serie eine Empfehlung wert ist.

8.0/10
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Star Wars: Kanan – Der letzte Padawan ist am 22.02.16 im Panini Verlag erschienen. Hat der Artikel euer Interesse geweckt, dann bestellt doch über den nachfolgenden Link und unterstützt damit das Medienjournal!

  • Hatte mir den GRT-Comic zu Kanan geholt, der OKay war. Die TV-Serie kriegt alledings ein Doppelplus, nach ein paar Aufwärmfolgen ganz hervorragende SW-Kost, auch für Kinder geeignet, aber durchaus auch Stoff für ältere Semester.

    • Kann ich nur zustimmen, durch den ziemlich direkten Rückgriff auf die „Clone Wars“-Vorarbeit war die „Aufwärmzeit“ zum Glück deutlich geringer. Und mit Ahsoka im Figuren-Ensemble kann eigentlich sowieso nichts mehr schiefgehen … :-)

    • Oha, ich sehe schon, dass ich mich der Serie/den Serien über kurz oder lang auch einmal werde widmen müssen… Woher ich allerdings dafür auch noch die Zeit nehmen soll; ich weiß es nicht 😉

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