Review: Star Wars: Chewbacca (Graphic Novel)

Das Star Wars Universum

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Freitag, das bedeutet nicht nur früher Feierabend, sondern auch früher bloggen, zumindest in dem Fall heute. Dann habe ich das nämlich schon einmal erledigt und kann mich mal wieder ganz der Bastelei im Hintergrund verschreiben. Der eine oder andere wird nämlich schon das neue Theme bemerkt haben, was hier ab und an mal für einige wenige Minuten aufgeblitzt ist und das ich gerade noch optimiere, bevor es dann hoffentlich demnächst bald einmal online geht und dem Ganzen hier einen frischen Anstrich verpasst, wobei ich viele liebgewonnene Dinge natürlich beibehalten werde und der Umstieg so nicht allzu schwer fallen sollte. Erst aber gilt es meine bald 1.750 Artikel zu überarbeiten, da bin ich dann ja schon Perfektionist (lies: pedantisch), aber dieses Mammut-Projekt geht eigentlich schon ganz gut voran. Was schreibe ich heute aber auch so viel in die Einleitung!? Naja, jetzt aber erst einmal viel Spaß mit dem berühmtesten und beliebtesten Wookie der Galaxis!

Star Wars:
Chewbacca

Star Wars: Chewbacca #1-5, USA 2015, 128 Seiten

Star Wars: Chewbacca | © Panini
© Panini

Autor:
Gerry Duggan
Zeichner:
Phil Noto

Verlag (D):
Panini Verlag
ISBN:
978-3-957-98803-4

Genre:
Abenteuer | Science-Fiction | Action

 

Inhalt:

Nach der Schlacht um Yavin ist Chewbacca, der berühmte Co-Pilot des Millennium Falcon, auf einem vom Imperium kontrollierten Planeten gestrandet. Während der alsbald möglich wieder aufzubrechen plant, macht er unerwartet die Bekanntschaft mit der jungen Zarro, die gemeinsam mit ihrem Vater und vielen weiteren Zivilisten ob ihrer Schulden gegen ihren Willen in den von Gangster Jaum kontrollierten Minen arbeiten müssen. Chewie, der um die Bedeutung von Freiheit weiß, lässt sich von Zarro überreden, ihr beizustehen, den Anderen zur Flucht zu verhelfen, doch das Imperium selbst ist ebenfalls bereits auf dem Weg und die Situation für das ungleiche Duo droht schnell brenzlig zu werden…

Ausschnitt aus Star Wars: Chewbacca | © Panini
© Panini

Rezension:

Ich bin ja ein großer und ausgewiesener Freund von Phil Noto, hinsichtlich Star Wars aufgrund seiner Bebilderung der Young Adult Novels im Rahmen der Journey to Star Wars: Das Erwachen der Macht, in Bezug auf Comics allgemein aber zuvorderst für seine großartige Interpretation von Black Widow während Nathan Edmondsons 20 Hefte umfassenden Run. Entsprechend gespannt war ich nun auf Star Wars: Chewbacca, doch ob es an den vielen Vorschusslorbeeren meinerseits gelegen oder weit profanere Gründe hat, wusste mich der aus fünf Heften bestehende Band nicht vollumfänglich zu überzeugen, sowohl was Notos Zeichnungen angeht, die einem Agenten-Thriller doch weitaus besser zu Gesicht stehen und ausgerechnet den berühmtesten Wookie oftmals mehr wie eine Karikatur wirken lassen, als auch leider inhaltlich, denn davon abgesehen, dass die Story nicht gerade viel Neues oder Innovatives zu bieten hätte, entpuppt es sich als ausnehmend schwierig, eine wenn auch bekannte Figur, die sich allerdings ausschließlich mittels kaum zu deutender Laute verständigt, in den Fokus einer Erzählung zu rücken.

Ausschnitt aus Star Wars: Chewbacca | © Panini
© Panini

Dabei gelingen Noto zwar durchaus auch eindrückliche Entwürfe Chewbaccas, doch umso ärgerlicher sind dann wiederum die Gesichts-Grimassen, derer er sich bedient, um offensiv auf Chewies Meinung oder Gemütszustand hinzudeuten. Autor Gerry Duggan bedient sich zwar wie so viele zuvor des Kniffs, dem haarigen Wookie einen menschlichen Konterpart zur Seite zu stellen, diesmal in Form der blitzgescheiten wie mutigen Zarro, die zwar rundweg sympathisch charakterisiert wird, aber im Gegensatz zu beispielsweise Han Solo absolut keine Ahnung hat, was der Wookie so von sich gibt und nicht nur die Kommunikation der beiden Protagonisten untereinander erschwert, sondern zuweilen auch das Verständnis des Lesers. Vor allem aber, und das mag einer der größten Kritikpunkte an Star Wars: Chewbacca sein, findet sich so auf vielen Seiten herzlich wenig Dialog, so dass die Seiten nur so dahinzufliegen scheinen und ich vielerorts kaum länger als ein paar Sekunden bei den einzelnen Panels verweilt habe. In Kombination mit auffallend vielen Action-Einlagen, die sowieso schon nicht durch ausufernde Dialoge geprägt sind, schleicht sich so zuweilen das Gefühl ein, die Geschichte hätte mitnichten fünf Hefte bedurft, um sie stimmig zu erzählen.

Erschwerend hinzu kommt, dass eben auch dieser Band wirklich nichts von Bedeutung zu erzählen weiß, als in sich geschlossenes, nettes kleines Abenteuer zwar durchaus funktioniert, aber zum Verständnis des Kanon absolut entbehrlich ist, derweil es im alten Expanded Universe – und das weiß sogar ich – extrem lohnenswerte Geschichten um Chewie gab wie etwa den in der Master Series unter gleichem Titel erschienen Vierteiler, der ein Requiem auf den berühmten Co-Piloten des Millennium Falcon dargestellt hat. Hier derweil bleibt die Handlung weitestgehend profan und gibt sich anfänglich auch noch ziemlich überraschungsarm, was sich immerhin im letzten Drittel noch ändert, wobei das Finale und der Abschluss des Bandes – der insbesondere die Offenbarung enthält, wohin Chewie eigentlich unterwegs war und warum – ohnehin noch am überzeugendsten geraten sind, zumal hier ein netter kleiner Querverweis auf Episode IV enthalten ist, nach deren Ende die Geschichte spielt.

Ausschnitt aus Star Wars: Chewbacca | © Panini
© Panini

Die ausgewiesenen Star Wars-Fanatiker oder eingeschworenen Chewie-Fans mögen also durchaus gerne einen Blick riskieren, enttäuschend ist die Geschichte sicherlich nicht, doch leider viel zu schnell ausgelesen, in vielen Punkten tendenziell oberflächlich, insbesondere da sich der Wookie nicht wirklich verbal auszudrücken weiß und Zarro nun einmal ein Kind ist und kein sämtliche Sprachen beherrschender Protokoll-Droide, doch als leichtfüßige und actiongeladene Erzählung taugt Star Wars: Chewbacca allemal, wenn es auch langsam im neuen Kanon gerne auch Geschichten mit ein wenig mehr Substanz geben dürfte, wobei die monatlichen Serien diesbezüglich schon einmal in die richtige Richtung zu gehen scheinen.

Fazit & Wertung:

Die aus fünf Heften bestehende Storyline von Star Wars: Chewbacca hat durchaus ihre Momente, doch ist im weitesten Sinne als trivial zu bezeichnen, zumal es nicht immer gelingt, den Gemütszustand Chewbaccas nonverbal zu transportieren und erfahrbar zu machen. Optisch weiß der Band tendenziell zu gefallen, doch hat Phil Noto schon weitaus überzeugendere Arbeiten abgeliefert und ausgerechnet die Gesichtsausdrücke des Wookies wissen nicht immer zu überzeugen.

6 von 10 Wutausbrüchen eines Wookies

Star Wars: Chewbacca

  • Wutausbrüche eines Wookies - 6/10
    6/10

Fazit & Wertung:

Die aus fünf Heften bestehende Storyline von Star Wars: Chewbacca hat durchaus ihre Momente, doch ist im weitesten Sinne als trivial zu bezeichnen, zumal es nicht immer gelingt, den Gemütszustand Chewbaccas nonverbal zu transportieren und erfahrbar zu machen. Optisch weiß der Band tendenziell zu gefallen, doch hat Phil Noto schon weitaus überzeugendere Arbeiten abgeliefert und ausgerechnet die Gesichtsausdrücke des Wookies wissen nicht immer zu überzeugen.

6.0/10
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Star Wars: Chewbacca ist am 15.07.16 im Panini Verlag erschienen. Hat der Artikel euer Interesse geweckt, dann bestellt doch über den nachfolgenden Link und unterstützt damit das Medienjournal!

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