Portrait: Ryan Gosling

Zugegeben, das heutige Portrait ist ohne Frage schon lange überfällig, doch habe ich den von mir hochgeschätzten Ryan Gosling immer wieder nach hinten verschoben in dem Bestreben, ein möglichst breites Spektrum – sprich viele – seiner Filme abdecken zu können. Noch länger warten wollte ich nun aber auch nicht und da ich ja, wie bereits mehrfach erwähnt, einen gewissen Vorlauf an fertigen Film-Kritiken habe, weiß ich auch bereits jetzt darum, dass in den nächsten Wochen zumindest schon einmal zwei noch ausstehende Filme mit ihm nachfolgen werden, womit wir dann bereits im zweistelligen Bereich wären, weshalb ich nicht länger umhin komme(n will), ihm endlich einen Artikel dieser Art zu widmen.

Ryan Gosling

Ryan Gosling

Der am 12. November 1980 in London, Ontario geborene Ryan Gosling wuchs in Cornwall auf und war im zarten Alter von neun Jahren ab 1989 im Mickey Mouse Club zu sehen. Mitte der 90er folgten zahlreiche Gastrollen in diversen TV-Serien, bevor er ab 1997 regulär in der Serie Breaker High und ab 1998 in der Hauptrolle des Hercules in Der junge Hercules zu sehen war. Nach dem Ende der Serie spielte er im Jahr 2000 eine Rolle in Jerry Bruckheimers Sportfilm Gegen jede Regel, bevor er 2001 die Hauptrolle bei dem Film Inside a Skinhead übernahm, der den Grand Jury Prize beim Sundance Film Festival einheimste und auch Gosling folglich einige Aufmerksamkeit bescherte.

Es folgten in den anschließenden Jahren diverse Hauptrollen in gleichermaßen hoch budgetierten oder dem Independent-Kino zuzuordnenden Filmen wie etwa Mord nach Plan auf der einen sowie State of Mind auf der anderen Seite, während er 2005 beispielsweise an der Seite von Ewan McGregor und Naomi Watts in dem Film Stay zu sehen war, bevor er mit der Rolle des Dan Dunne in Ryan Flecks Half Nelson 2006 Erfolge feierte und seine erste Oscar-Nominierung für sich verbuchen konnte. Für den 2007 entstandenen Lars und die Frauen heimste er wiederum eine Golden Globe-Nominierung ein und lieferte drei Jahre später in Derek Cianfrances Blue Valentine an der Seite von Michelle Williams eine ähnlich überzeugende Leistung ab, die ihm eine weitere Golden Globe-Nominierung einbrachte, derweil er sich in den Jahren zwischen den beiden Filmen seiner gemeinsam mit Zach Shields gegründeten Band "Dead Man’s Bones" widmete.

2011 wiederum drehte Ryan Gosling gleich drei Filme und während Crazy, Stupid, Love. sein erstes Leinwandtreffen mit Emma Stone markiert und ihm – ebenso wie The Ides of March je eine weitere Golden Globe-Nominierung einbrachte, wird der unter Regie von Nicolas Winding Refn entstandene Drive vielerorts bereits heute als Kultfilm gehandelt. Von diesem Moment an mauserte sich Gosling langsam zum Gewohnheitstier und war in den darauffolgenden zwei Jahren in Cianfrances‘ nächstem Film The Place Beyond the Pines sowie Winding Refns Nachfolgewerk Only God Forgives zu sehen, trat in Gangster Squad erneut gemeinsam mit Emma Stone vor die Kamera und wandte dann 2013 dem Film-Business kurzfristig den Rücken zu, nur um sich kaum ein Jahr später mit seinem Regie-Debüt Lost River zurückzumelden, das allerdings weitestgehend floppte.

So verlegte sich Gosling ab 2015 wieder auf seine Qualitäten als Darsteller und war neben Christian Bale, Steve Carell und Brad Pitt in The Big Short zu sehen, bevor er 2016 gemeinsam mit Russell Crowe in Shane Blacks The Nice Guys dem Crime-Noir-Genre huldigte. Noch im selben Jahr teilte Gosling dann in Damien Chazelles La La Land zum dritte Mal die Leinwand mit Emma Stone und beide wurden für ihre Leistung in dem weithin gefeierten Musical-Film erneut mit einer Oscar-Nominierung bedacht, wobei nur Stone letztlich den Preis auch abstauben konnte. 2017 derweil war seine Rollenwahl nicht minder spannend, war Ryan schließlich unter anderem neben Michael Fassbender in Terrence Malicks Song to Song zu sehen und begeisterte in dem von Denis Villeneuve inszenierten und lang erwarteten Blade Runner 2049. Mutmaßlich 2018 wiederum wird First Man erscheinen, wo Gosling in die Rolle des Astronauten Neil Armstrong schlüpft.

[Zuletzt aktualisiert am 02.11.17]

Filmografie: (Auswahl)

2017: Blade Runner 2049
2017: Song to Song
2016: La La Land
2016: The Nice Guys
2015: The Big Short
2014: Lost River (Regie)
2013: Only God Forgives
2013: Gangster Squad
2012: The Place Beyond the Pines
2011: The Ides of March – Tage des Verrats
2011: Crazy, Stupid, Love.
2011: Drive
2010: All Beauty Must Die
2010: Blue Valentine
2007: Lars und die Frauen
2007: Das perfekte Verbrechen
2006: Half Nelson
2005: Stay
2004: Wie ein einziger Tag
2003: State of Mind
2002: Mord nach Plan
2002: The Slaughter Rule
2001: Inside a Skinhead
1998-1999: Der junge Hercules (Serie)
1997-1998: Breaker High (Serie)
1996: Frankenstein and Me

 

Vorhandene Rezensionen sind jeweils verlinkt!

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