Review: Doctor Who: Der zehnte Doctor 3 – Die Quellen der Ewigkeit (Graphic Novel)

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Das Wochenende ist tatsächlich da und folglich widme ich mich wieder einmal einem diesmal gar recht aktuellen Comic-Band und führe damit eine weitere der zahllosen Reihen fort.

Doctor Who
Der zehnte Doctor 3
Die Quellen der Ewigkeit

Doctor Who – The Tenth Doctor #11-15, Laundro-Room of Doom, UK 2015, 128 Seiten

Doctor Who: Der zehnte Doctor - Die Quellen der Ewigkeit | © Panini
© Panini

Autor:
Nick Abadzis
Zeichner:
Elena Casagrande (#11-15)
Eleonora Carlini (Waschmaschine des Todes, #12)

Verlag (D):
Panini Verlag
ISBN:
978-3-741-60050-0

Genre:
Science-Fiction | Fantasy | Abenteuer | Mystery

 

Inhalt:

Nach einem kurzen Intermezzo mit dem Waschdemat – einer dematerialisiertenden Waschmaschine an Bord der TARDIS – stolpern der Doctor und seine derzeitige Begleiterin prompt ins nächste Abenteuer, denn während Gabby eine Auszeit verordnet wird, um sich mit ihrer besten Freundin Cindy zu treffen, geht der Doctor einer merkwürdigen Spur nach, die ihn von einer ungewöhnlichen Auktion zu einem alternden Hollywood-Star führt und alsbald mit seiner eigenen Vergangenheit in Kontakt treten lässt. Doch was wäre ein Timelord, wenn er Zeitmanipulationen dulden würde? Dumm nur, dass sich um die Wesenheit, die hinter all den Irrungen und Wirrungen steckt, ein regelrechter Kult entsponnen hat…

Rezension:

Der zehnte Doctor ist zurück mit seinem nunmehr dritten Sammelband, der wiederum das erste Jahr an Veröffentlichungen mit einem weiteren Mehrteiler beschließt, der insgesamt fünf Hefte umfasst, doch damit nicht genug, ist hier ebenfalls das One-Shot Waschmaschine des Todes erhalten, welches ursprünglich zum Gratis Comic Tag 2015 unters Volk gebracht worden ist. Diese Kurzgeschichte hat dabei erwartungsgemäß wenig Substanzielles zum Geschehen beizusteuern und bewegt sich weitestgehend losgelöst vom sonstigen Geschehen, ist aber ziemlich atmosphärisch geraten und punktet mit einem ausgiebigen Rundgang durch die TARDIS, inklusive zahlreicher Anspielungen auf frühere Doctoren und TV-Episoden. Optisch in Szene gesetzt wird das Ganze derweil von Eleonora Carlini, die schon das vorangegangene One-Shot Echos (enthalten in Doctor Who: Der zehnte Doctor 2) bebildert hat und einen zwar soliden, aber eher unspektakulären Job macht.

Den Kern von Doctor Who: Der zehnte Doctor 3 – Die Quellen der Ewigkeit stellt aber natürlich der namensgebende Fünfteiler dar und hier findet das aus den ersten fünf Heften bekannte Team – Autor Nick Abadzis und Zeichnerin Elena Casagrande – wieder zueinander. Und erneut erinnert die Story nicht von ungefähr an eine der besseren TV-Episoden, beginnt recht profan und steigert sich von diesem Punkt an mehr und mehr, wobei ich zugeben muss, dass es mir im Mittelteil zuweilen ein wenig zu verworren war und der Wissensvorsprung des Doctor mich geärgert hat, denn was im Fernsehen meist vortrefflich funktioniert, geht hier dank einiger kryptischer Szenen (die sich natürlich zu einem späteren Zeitpunkt erklären) nicht immer vollends auf. Dennoch weiß die Geschichte zu überzeugen und verbindet die unterschiedlichen Elemente, mystische Prophezeiungen, alte Gottheiten, fanatische Kultisten, den alternden Hollywood-Star und unerklärliche Mächte zu einem stimmigen Ganzen und lässt gar noch Platz für ein offenes Ende, das eine Fortsetzung der Geschichte nicht gerade unwahrscheinlich macht.

Leider funktionieren aber auch manche der Versatzstücke nicht ganz so gut und ausgerechnet Cindy hat sich nicht so recht in die Geschichte von Doctor Who: Der zehnte Doctor 3 zu fügen gewusst, denn ihre oft regelrecht gehässige Art passte schlichtweg nicht zu einer besten Freundin, die sie zu sein vorgab, wobei sie immerhin andererseits einen ungewohnten Blick auf die Beziehung zwischen dem Doctor und Gabby erlaubt, wobei man hier über beinahe obligatorische Ansätze nicht hinauskommt.

Sei es aber wie es will, macht auch dieses Abenteuer mit dem Doctor eine Menge Spaß, wobei mir das Duo aus dem zweiten Band – Robbie Morrison und Daniel Indro – doch deutlich mehr zu überzeugen gewusst hat als Abadzis und Casagrande, die erzählerisch wie auch optisch spürbar das Nachsehen haben. Dennoch ein überzeugendes erstes Jahr um den mir immer noch mitunter liebsten Doctor, dass aber speziell nach diesem Band wieder spürbar Luft nach oben hat, auch wenn man hier dramaturgisch schon auf hohem Niveau agiert und dem Geist der TV-Vorlage durchaus nahekommt, was ja bei derartigen Adaptionen nun wirklich nicht immer der Fall ist. In diesem Sinne kommt der geneigte Fan auch um Doctor Who: Der zehnte Doctor 3 – Die Quellen der Ewigkeit nicht herum, sollte nach dem fulminanten zweiten Band seine Erwartungshaltung allerdings wieder ein Stück weit nach unten korrigieren, um nicht enttäuscht zu werden.

Fazit & Wertung:

Auch Doctor Who: Der zehnte Doctor 3 – Die Quellen der Ewigkeit weiß für sich genommen zu überzeugen, hat aber im direkten Vergleich zu den weiteren Bänden der Reihe nicht ganz so viel Verve und Esprit zu bieten, derweil die Geschichte des namensgebenden Fünfteilers zuweilen unnötig verworren und überfrachtet wirkt, doch immerhin gelingt es, den Doctor adäquat seines aus dem TV bekannten Habitus in Szene zu setzen und das ist bei einer solchen Serie ja im Grunde schon die halbe Miete.

7,5 von 10 Reisen quer durch das All und die Zeit

Doctor Who: Der zehnte Doctor 3 - Die Quellen der Ewigkeit

  • Reisen quer durch das All und die Zeit - 7.5/10
    7.5/10

Fazit & Wertung:

Auch Doctor Who: Der zehnte Doctor 3 - Die Quellen der Ewigkeit weiß für sich genommen zu überzeugen, hat aber im direkten Vergleich zu den weiteren Bänden der Reihe nicht ganz so viel Verve und Esprit zu bieten, derweil die Geschichte des namensgebenden Fünfteilers zuweilen unnötig verworren und überfrachtet wirkt, doch immerhin gelingt es, den Doctor adäquat seines aus dem TV bekannten Habitus in Szene zu setzen und das ist bei einer solchen Serie ja im Grunde schon die halbe Miete.

7.5/10
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Doctor Who: Der zehnte Doctor 3 – Die Quellen der Ewigkeit ist am 24.01.2017 im Panini Verlag erschienen. Hat der Artikel euer Interesse geweckt, dann bestellt doch über den nachfolgenden Link und unterstützt damit das Medienjournal!

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