Portrait: Rooney Mara

So, der Monat ist mehr als zur Hälfte rum und folglich widmen wir uns mal wieder einem Portrait, bei dem es diesmal die wunderbare Rooney Mara erwischt hat, die mit einer ungewöhnlich vielfältigen Rollenauswahl bei mir zu punkten wusste und mich schon ein paar Mal begeistern konnte, auch wenn bei den Filmen mit ihr zugegebenermaßen auch einige tendenziell eher als Rohrkrepierer zu verbuchende Projekte dabei waren. Nichtsdestotrotz hat sie sich einen Platz an dieser Stelle redlich verdient und ich bin schon gespannt, was man von – beziehungsweise mit – ihr in Zukunft noch so sehen wird, derweil ich persönlich ja sehr auf den neusten Terrence Malick-Film gespannt bin.

Rooney Mara

Rooney Mara

Die am 17. April 1985 in Bedford, New York geborene Rooney Mara – eigentlich Patricia Rooney Mara und daher zu Beginn ihrer Karriere oft als Tricia Mara gelistet – wuchs in New York auf und besuchte dort sowohl High School als auch Universität, an der sie Psychologie studierte und 2010 ihren Abschluss machte. Fünf Jahre zuvor absolvierte sie bereits ihren ersten Leinwandauftritt in Düstere Legenden 3 und übernahm in Folge Gastrollen in diversen Fernsehserien, bevor sie ab 2008 vermehrt auch in größeren Rollen, jedoch in kleineren Produktionen zu sehen war. 2009 wirkte sie in gleich fünf Filmen mit und fand bei den neuen Gesichtern des Independent-Films seitens des Magazins "Filmmaker" Erwähnung.

Obschon ihre Beteiligung an dem Remake von A Nightmare on Elm Street 2010 ihr erste weitreichendere Bekanntheit einbrachte, sollte es eine viel kleinere Rolle in David Finchers The Social Network sein, die ihr zu ihrem baldigen Durchbruch verhelfen sollte, denn dergestalt auf sie aufmerksam geworden, besetzte Fincher Rooney Mara ein Jahr später in der Rolle der Lisbeth Salander neben Daniel Craig in dem US-Remake Verblendung, denn auch wenn der Film finanziell hinter den Erwartungen zurückblieb, brachte ihr die Rolle doch sowohl Oscar- als auch Golden Globe-Nominierung ein, während sie beispielsweise bei den MTV Movie Awards in gleich drei Kategorien (Hauptdarstellerin, Newcomer, Filmverwandlung) nominiert worden ist.

Von diesem Punkt ausgehend wurde sie 2013 in dem seinerzeit als Steven Soderberghs letzte Regiearbeit fürs Kino gehandelten Side Effects neben Jude Law besetzt und wurde im selben Jahr Teil des Casts von Spike Jonzes Her. Im Jahr 2015 folgte wiederum eine der zwei Hauptrollen in dem Filmdrama Carol, die ihr prompt je eine weitere Nominierung für sowohl Oscar als auch Golden Globe einbrachte. Im selben Jahr allerdings brachte ihre Rolle der Tiger Lilly in Joe Wrights Pan ihr die zweifelhafte Ehre, für die Goldene Himbeere als schlechteste Nebendarstellerin nominiert zu werden, was aber auch in der Qualität des Films an sich und der bereits im Vorfeld hochkochenden Whitewashing-Debatte begründet gelegen haben mag. 2016 spielte sie in dem Drama Una und Ray, welches Ende März 2017 auch hierzulande in den Kinos angelaufen ist und ebenso in dem sechsfach Oscar-nominierten Lion an der Seite von Dev Patel.

Ebenfalls Ende März 2017 erschien die von Netflix lizensierte Produktion The Discovery exklusiv bei dem Streaming-Dienst, während sowohl A Ghost Story – Maras zweiter gemeinsamer Film mit Casey Affleck nach dem ebenfalls unter der Regie von David Lowery entstandenen The Saints von 2013 – als auch ihre Beteiligung an Terrence Malicks neuestem Film Song to Song – gemeinsam mit Ryan Gosling, Michael Fassbender und Natalie Portman in den Hauptrollen – für das weitere Jahr auf Großes hoffen lassen.

Filmografie: (Auswahl)

2017: Song to Song
2017: A Ghost Story
2017: The Discovery
2016: Lion: Der lange Weg nach Hause
2016: The Secret Scripture
2016: Una
2016: Kubo: Der tapfere Samurai
2015: Pan
2015: Carol
2014: Trash
2013: Her
2013: Side Effects – Tödliche Nebenwirkungen
2013: The Saints – Sie kannten kein Gesetz
2011: Verblendung
2010: The Social Network
2010: A Nightmare on Elm Street
2009: Die Mädchen von Tanner Hall
2009: Youth in Revolt
2009: Dare – Hab‘ keine Angst, tu’s einfach!
2009: Friends (With Benefits)
2009: The Winning Season
2008: Dream Boy

 

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