Review: Angel, Staffel 6, Band 7: Das Kronprinz-Syndrom (Graphic Novel)

Buffy & Angel - Das Buffyverse

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Und es geht weiter mit Angel, denn natürlich habe ich nach letzter Woche prompt wieder Blut geleckt. Ansonsten kommt mir gut ins lange Wochenende und genießt die freie Zeit!

Angel
Staffel 6, Band 7:
Das Kronprinz-Syndrom

Angel: The Crown Prince Syndrome Vol. 2 (#33-38), USA 2010, 144 Seiten

Angel, Staffel 6, Band 7: Das Kronprinz-Syndrom | © Panini
© Panini

Autoren:
Bill Willingham
Bill Williams
David Tischman (#36-38)
Mariah Huehner (#36-38)
Zeichner:
Elena Casagrande
Brian Denham (#36)
Valerio Schiti (#37)

Verlag (D):
Panini Verlag
ISBN:
978-3-862-01303-6

Genre:
Drama | Fantasy | Action | Horror

 

Inhalt:

Nachdem Angel von Illyria und mit der Hilfe der ehemaligen Wächterin Laura Weathermill befreit worden ist, wird Laura schnell ein fester Bestandteil des Teams, deckt alsbald aber auch eine neue Gefahr aus bisher unbekannter Richtung auf, die das Leben schwerzumachen verspricht. Derweil versucht sich Connor als neuer Chef von Angel Investigations zu behaupten, während Illyria plant, sich mit ihm fortzupflanzen, derweil auch noch immer nicht klar ist, was es mit den Dämonen-Kriegerinnen auf sich hat. Derweil verfällt Spike auf die fixe Idee, arbeitslose Drehbuchschreiber anzuheuern, um seine eigenen Prophezeiungen verfassen zu lassen – mit ihm als Held…

Rezension:

Wenn es einmal läuft, dann richtig und so habe ich mich nach Beendigung von Angel 6: Unsterblichkeit für Dummies postwendend an die Lektüre des siebten Bandes Das Kronprinz-Syndrom begeben und der eröffnet nach nicht einmal zwei Seiten "Aufwärmzeit" mit einem regelrechten Knall, wobei ich hier natürlich nicht spoilern möchte, wird sich das schließlich schon bei der Besprechung des Folgebandes nicht vermeiden lassen. Für jetzt lassen wir es also dabei bewenden, dass ich nicht nur überrascht war von dieser aus heiterem Himmel kommenden Wendung, sondern sie ihrem Grund nach auch nur begrüßen konnte, was wiederum den erneut verantwortlichen Autor Bill Willingham noch weiter in meiner Achtung hat steigen lassen, denn nicht nur scheint er wirklich langfristige Pläne für die Figuren und Storyline gehabt zu haben (dummerweise ist er beim achten und finalen Band der Reihe nicht mehr mit an Bord), sondern steht in Sachen Einfallsreichtum aber auch Konsequenz Serienschöpfer Joss Whedon in kaum etwas nach und hätte – meinem Gefühl nach während der Lektüre dieses Bandes – auch noch jahrelang die Geschichten ohne spürbaren Qualitätseinbruch fortführen können.

Das liegt zuvorderst daran – und hierfür hatte ich ihn beim letzten Band schon gelobt – dass er die Figuren verstanden zu haben scheint und entsprechend fühlt es sich an wie seinerzeit in der Serie, man kauft ihm das Verhalten der Charaktere ab. Vor allem aber werden in Angel 7: Das Kronprinz-Syndrom einige Nebenschauplätze eröffnet, die ihren Ursprung teils bereits im Vorgängerband gehabt haben oder bereits die Weichen für den achten und letzten Band der Comic-Staffel stellen, nicht nur was die letzte Seite der Storyline anbelangt, um die einmal exemplarisch zu nennen. Auch den Vorwurf, man wüsste nichts mit den "neuen" Figuren des Engels und der Gestaltwandlerin anzufangen sehe ich hier im Übrigen entkräftet, wobei mir die Art der Herangehensweise sehr zugesagt hat, aber das soll natürlich eine Frage des persönlichen Geschmacks sein. Optisch wiederum wusste mich der Band ebenso zu überzeugen, denn in weiten Teilen zeichnet hier Elena Casagrande für die Bilder verantwortlich, die mir schon durch Doctor Who: Der zehnte Doctor ein Begriff war und hier wie da liefert sie einen grundsoliden Job ab, der jetzt zwar weit davon entfernt ist, großartig spektakulär zu sein, dafür aber die zahlreichen Figuren die meiste Zeit stimmig in Szene setzt.

Fernab des sechs Hefte und somit entsprechend viele Kapitel umfassenden Handlungsbogens, mit dem Bill Willingham seine Story um Angel und Konsorten zu einem Abschluss bringt, darf man sich aber auch bei diesem Band wieder über ein hintenangestelltes One-Shot mit Eddie Hope freuen, das diesmal den Geschehnissen in Spike: Der Dämon an meiner Seite nachgelagert ist und den Plot um den blauen Teufel zu einem Abschluss bringt, diesmal aber vor allem weitaus enger verzahnt ist mit den Protagonisten von Angel Investigations sowie den Geschehnissen aus der Nach dem Fall-Storyline, weshalb diese Geschichte um Eddie weitaus mehr Substanz und Gewicht hat als der vorangegangene One-Shot im letzten Band, aber viel mehr als eine nette Dreingabe dürfte das Ganze ohnehin nicht sein.

Ansonsten bekommt man in Angel 7: Das Kronprinz-Syndrom eine gelungene Mischung aus Action, coolen Sprüchen, bedrohlichen Bösewichten und unerwarteten Wendungen geboten, relativ zu Beginn der Geschichte auch noch eine tendenziell eher absurde Episode, die auch gut zu einer der eher auf spaßig und unterhaltsam getrimmten Standalone-Folgen der TV-Serie getaugt hätte und mehrfach zum Schmunzeln einlädt, bevor das Geschehen zunehmend ernsthafter und düsterer wird, aber gerade diese ungewohnte Mischung ist es ja, die die Serie(n) schon immer so reizvoll gemacht hat und in diesem Punkt habe ich auch hier nichts zu bemängeln und bin jetzt extrem gespannt auf den Abschlussband, denn auch wenn diese Ausgabe wie gesagt mit einem Knall eröffnet, wird ausgerechnet dieser Part offen gelassen und könnte für einen fulminanten Showdown in Angel 8: Das letzte Gefecht sorgen, so dass man ein letztes Mal dem Autor Willingham dafür huldigen darf, die Spielfiguren dermaßen stimmig in Stellung gebracht zu haben. Jetzt müssen sich nur noch die Autoren der finalen sechs Ausgaben – David Tischman und Mariah Huehner – der großen Fußstapfen als würdig erweisen, aber nach diesem packenden Sechsteiler bin ich mehr als optimistisch gestimmt!

Fazit & Wertung:

Mit Angel 7: Das Kronprinz-Syndrom legt der verantwortliche Autor Bill Willingham noch einmal einen Zahn zu und brennt in dramaturgischer wie inszenatorischer Hinsicht ein regelrechtes Feuerwerk ab, das vor Spannung, Drama und Action – nicht zuletzt aber auch Humor und Einfallsreichtum – nur so sprüht und schon jetzt mit einem weinenden Auge auf den baldigen Abschluss der IDW-Comicreihe blicken lässt, die mit dem hieran anschließenden Sammelband ihr Ende finden wird.

9 von 10 nächtlichen Streifzügen durch L.A.

Angel 7: Das Kronprinz-Syndrom

  • Nächtliche Streifzüge durch L.A. - 9/10
    9/10

Fazit & Wertung:

Mit Angel 7: Das Kronprinz-Syndrom legt der verantwortliche Autor Bill Willingham noch einmal einen Zahn zu und brennt in dramaturgischer wie inszenatorischer Hinsicht ein regelrechtes Feuerwerk ab, das vor Spannung, Drama und Action – nicht zuletzt aber auch Humor und Einfallsreichtum – nur so sprüht und schon jetzt mit einem weinenden Auge auf den baldigen Abschluss der IDW-Comicreihe blicken lässt, die mit dem hieran anschließenden Sammelband ihr Ende finden wird.

9.0/10
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Angel, Staffel 6, Band 7: Das Kronprinz-Syndrom ist am 20.03.12 im Panini Verlag erschienen. Hat der Artikel euer Interesse geweckt, dann bestellt doch über den nachfolgenden Link und unterstützt damit das Medienjournal!


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