Review: Doctor Who – Die vier Doctoren (Graphic Novel)

Reden wir heute doch mal wieder über den berühmtesten und letzten Timelord, diesmal in gleich mehrfacher Ausführung. Kommt mir gut ins Wochenende!

Doctor Who:
Die vier Doctoren

Doctor Who – Four Doctors, USA 2015, 128 Seiten

Doctor Who - Die vier Doctoren | © Panini
© Panini

Autor:
Paul Cornell
Zeichner:
Neil Edwards

Verlag (D):
Panini Verlag
ISBN:
978-3-741-60238-2

Genre:
Science-Fiction | Fantasy | Abenteuer | Mystery

 

Inhalt:

Als Clara eines Fotos gewahr wird, auf dem neben "ihrem" Doctor noch zwei weitere Inkarnationen des letzten Timelords zu sehen sind, wittert sie gleich die Gefahr, die von einem solchen Zusammentreffen auszugehen droht und schickt sich , Gabby und Alice, die anderen Begleiterinnen des Doctors zu kontaktieren und das auf dem Foto abgebildete Treffen zu verhindern, scheitert aber prompt, während den zänkischen Doctoren schnell klar wird, dass es sich um eine Falle handeln muss, in die zu tappen sich keiner von ihnen nehmen lassen möchte…

Rezension:

Bekanntermaßen bin ich ja ein großer Fan der "neuen" Doctor Who-Comics der Titan Publishing Group, wenngleich die Abenteuer des zwölften Doctors noch immer ihrer Lektüre harren und entsprechend gespannt war ich nun auf Doctor Who – Die vier Doctoren, ein Crossover, das mich nicht von ungefähr an das Special Der Tag des Doctors erinnert hat, auf das ich demnächst ebenfalls noch zu sprechen kommen werde. Analog zur TV-Serie geht man hier nun aber noch einen Schritt weiter und bringt den zehnten, elften und zwölften Doctor zusammen, wobei man hier – dem Format geschuldet – im Falle des zehnten und elften Doctors nicht auf die TV-Companions, sondern deren Comic-Pendants zurückgreift, so dass Clara sich hier mit Gabby und Alice auseinandersetzt, um das Treffen der drei Doctoren zu verhindern (um wen es sich bei dem vierten Doctor handelt, soll an dieser Stelle aus Spoiler-Gründen derweil verschwiegen werden).

Wer hier aber ebenfalls einen kurzen Auftritt hat, derweil wohl nicht als vierter Doctor gewertet werden dürfte, ist der im genannten TV-Special von John Hurt verkörperte "War Doctor", der es als Huldigung an den im Januar 2017 verstorbenen Hurt nun auch auf das Cover des Bandes geschafft hat, welches ursprünglich nur die von Tennant, Smith und Capaldi verkörperten Doctoren abgebildet hat, also als sehr schöne Geste zu einem sehr traurigen Anlass verstanden werden darf. Ansonsten sollte man sich aber keine weitreichende Bewandtnis für den War Doctor erwarten, ebenso wie die neunte Inkarnation des Doctor nur für einen kurzen Gastauftritt bemüht wird, wobei dessen Absenz verblüffend einfach wie einfach verblüffend erklärt wird und sich ausnehmend gut ins Sujet des Doctor Who-Kosmos fügt.

Der Aufhänger für die eigentliche Geschichte von Doctor Who – die Vier Doctoren ist derweil doch ziemlich generisch geraten, doch das macht gar nicht einmal so viel aus, zieht der aus insgesamt fünf Einzelheften bestehende Band schließlich seine Faszination vornehmlich daraus, die drei Doctoren in ungewohnter Konstellation in Interaktion treten zu lassen und nicht zuletzt deshalb, dass der jeweilige Sprachduktus und die Ausdrucksweise der einzelnen Doctoren auch in der deutschen Fassung regelrecht unverkennbar adaptiert worden ist, macht der Band schlichtweg eine Menge Spaß, derweil – Zeit-Paradoxon sei Dank – man sich unter anderem auch auf ein Wiedersehen mit den Reapern freuen darf, während die Story, ausgehend von dem schier unvermeidlichen Zusammentreffen der Doctoren langsam an Fahrt aufnimmt.

Die jeweiligen Companions wiederum stehen hier spürbar im Hintergrund und Doctor Who – Die vier Doctoren fokussiert weit mehr auf den Timelord in seinen unterschiedlichen Inkarnationen, doch ist das natürlich auch nicht weiter verwunderlich, wenn man bedenkt, wie weitreichend die Möglichkeiten sind, die sich hieraus ergeben. Auch der weitere Fortgang der Geschichte weiß wiederum zu überzeugen und zeugt vom Einfallsreichtum des verantwortlichen Autors Paul Cornell, dem es wirklich vortrefflich gelingt, nicht nur die einzelnen Doctoren, sondern auch ihre jeweiligen Comic-Abenteuer miteinander zu verknüpfen, derweil Neil Edwards als Zeichner ebenfalls einen großartigen Job macht und nicht nur die hinlänglich bekannten Figuren allesamt stimmungsvoll in Szene setzt, sondern auch hinsichtlich ihrer prägenden Charakteristika ein glückliches wie fähiges Händchen beweist, so dass es an dem Band auch optisch nichts auszusetzen gibt. Zwar kommt selbiger nicht ganz an die "Epicness" bon Doctor Who – Gefangene der Zeit heran und hat auch im direkten Vergleich mit Der Tag des Doctors das Nachsehen, macht als Crossover-Ansatz für die neueren Comic-Storylines für sich genommen aber eine mehr als gute Figur und dürfte für eingefleischte Whovians ohnehin zum Pflichtprogramm gehören.

Fazit & Wertung:

Die zugrundeliegende Prämisse von Doctor Who – Die vier Doctoren, gleich mehrere Inkarnationen des Doctor aufeinandertreffen zu lassen, ist nicht eben neu, jedoch ungebrochen reizvoll, zumal es dem Duo Cornell und Edwards gelingt, die beteiligten Doctoren überzeugend in Szene zu setzen. So stört es dann auch gar nicht einmal so sehr, dass der Aufhänger für die Geschichte recht generisch wirkt und kaum erläutert wird, viel zu mitreißend ist das hieran anschließende Geschehen inszeniert.

8,5 von 10 Inkarnationen des Doctor

Doctor Who – Die vier Doctoren

  • Inkarnationen des Doctor - 8.5/10
    8.5/10

Fazit & Wertung:

Die zugrundeliegende Prämisse von Doctor Who – Die vier Doctoren, gleich mehrere Inkarnationen des Doctor aufeinandertreffen zu lassen, ist nicht eben neu, jedoch ungebrochen reizvoll, zumal es dem Duo Cornell und Edwards gelingt, die beteiligten Doctoren überzeugend in Szene zu setzen. So stört es dann auch gar nicht einmal so sehr, dass der Aufhänger für die Geschichte recht generisch wirkt und kaum erläutert wird, viel zu mitreißend ist das hieran anschließende Geschehen inszeniert.

8.5/10
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Doctor Who – Die vier Doctoren ist am 24.04.17 im Panini Verlag erschienen. Hat der Artikel euer Interesse geweckt, dann bestellt doch über den nachfolgenden Link und unterstützt damit das Medienjournal!

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