Review: Gotham Central 5: Auf Freak-Patrouille (Graphic Novel)

Und es geht weiter mit einem neuen Band um die mutigen Detectives des GCPD, dessen größtes Manko es wahrscheinlich ist, dass es sich wohl vermutlich um den vorletzten Band der Reihe handelt, sind schließlich seinerzeit "nur" 40 Ausgaben erschienen. Kommt mir gut ins sonnige, verlängerte Wochenende und genießt die freien Tage!

Gotham Central 5:
Auf Freak-Patrouille

Gotham Central #23-31, USA 2004/2005, 220 Seiten

Gotham Central 5: Auf Freak-Patrouille | © Panini
© Panini

Autoren:
Greg Rucka (Corrigan, Licht aus, Ein guter Polizist)
Ed Brubaker (Auf Freak-Patrouille)
Zeichner:
Michael Lark (Corrigan, Licht aus)
Jason Alexander (Auf Freak-Patrouille)
Stefano Gaudiano (Ein guter Polizist)

Verlag (D):
Panini Verlag
ISBN:
978-3-741-60081-4

Genre:
Krimi | Thriller

 

Inhalt:

Nachdem es zwischen der Polizei von Gotham City und dem selbsternannten Dunklen Ritter Batman zum Zerwürfnis gekommen ist, sehen sich die Detectives des GCPD auf sich gestellt und prompt geraten Montoya und Allen mit einem Schurken namens "Black Spider" aneinander. Während man noch dabei ist, das Bat-Signal zu demontieren, fällt in einem anderen Fall der Verdacht auf Catwoman, die sich von diesen Anschuldigungen auf den Schlips getreten fühlt, derweil selbst die einfachen Polizisten der Stadt ihr Päckchen zu tragen haben und in eine Falle des skrupellosen Dr. Alchemy tappen…

Rezension:

Und es geht weiter mit den Geschichten um die Detectives des GCPD und dem nunmehr fünften Band Gotham Central 5: Auf Freak-Patrouille, bei dem Greg Rucka und Ed Brubaker erneut alles daran setzen, die intensive Noir-Atmosphäre, welche die Geschichten um die unterschiedlichsten Ermittler umweht, aufrecht zu erhalten und das gelingt ihnen diesmal wieder formidabel, nachdem der vierte Band meinem Gefühl nach ja ein wenig geschwächelt hat. Nicht nur atmosphärisch macht der Band aber alles richtig, sondern punktet zudem mit gehörig Abwechslungsreichtum und üppiger Seitenzahl, denn hier finden sich insgesamt neun Hefte vereint, was schon für sich genommen einiges an Lese-Spaß garantiert, zumal selbige auch noch allesamt von ausgesuchter Güte sind.

So eröffnet Gotham Central 5 mit dem Zweiteiler Corrigan in dem die Detectives Montoya und Allen eine Begegnung mit einem Superschurken haben, der sich selbst "Black Spider" nennt, doch ist es mitnichten eine klassische Geschichte der Marke "Polizei-gegen-Bösewicht", wobei ich natürlich nicht spoilern möchte, in welche Richtung sich die Geschichte entwickelt, doch kann ich zumindest sagen, dass der Feind vielmehr in den eigenen Reihen zu suchen ist und insbesondere Montoya mit neuen Facetten ihrer Persönlichkeit überrascht, wobei hier auch einiges an Rückbezügen auf frühere Stories enthalten ist, was für sich genommen immer eine schöne Sache ist und sich auch bei den folgenden Geschichten als roter Faden durchzieht. Es folgt das One-Shot Licht aus, das sich der Demontage des Bat-Signals auf dem Dach des GCPD-Gebäudes widmet, nachdem die Ereignisse in dem Mega-Event Niemandsland eine tiefe Kluft zwischen Batman und den eigentlichen Gesetzeshütern der Stadt geschaffen hat. Entsprechend präsentiert sich die Story unerwartet ruhig und in sich gekehrt, beinahe nachdenklich, was eine interessante Abwechslung darstellt und zudem wie eine indirekte Fortsetzung zu der Story Tagträume aus Gotham Central 3 wirkt.

Von diesem Punkt ausgehend drehen Brubaker und Rucka allerdings erst richtig auf und zunächst offeriert Ed Brubaker in Gotham Central 5 den ungemein stimmigen und düsteren Zweiteiler Auf Freak-Patrouille, der dem Band auch seinen Namen verliehen hat und mit einem ausgedehnten Gastauftritt von Catwoman aufwartet, bevor dann erneut Greg Rucka das Zepter übernimmt, um mit Ein guter Cop den erzählerischen Kern des Bandes zu liefern, denn dieser Vierteiler um einen Polizisten, der mit einer mysteriösen Flüssigkeit in Kontakt kommt und daraufhin zu mutieren beginnt, hat es wirklich in sich und involviert auch von emotionaler Seite in gesteigertem Maßen, während die Entwicklungen, die alsbald in Richtung des mir bis dahin unbekannten Dr. Alchemy deuten, von ausgesuchter Finesse und atmosphärischer Ausgestaltung sind.

Ansonsten – das ist wiederum nicht so schön – markiert Gotham Central 5 den schleichenden Abgang von Michael Lark als Stammzeichner der Reihe, denn während Corrigan noch aus seiner (Zeichen-)Feder stammte, werden von da an die weiteren Geschichten hier einerseits von Stefano Gaudiano, andererseits Jason Alexander bebildert, wobei sich beide an Larks Stil zu orientieren wissen und speziell das Artwork von Gaudiano zu überzeugen weiß, wohingegen Alexander zwar eine großartige Catwoman inszeniert, mich aber ausgerechnet bei Gesichtern nicht immer zu überzeugen wusste. Das trübt den Gesamteindruck aber kaum, weil die Güte der Geschichten locker darüber hinwegtröstet, dass nicht jedes Panel so gelungen ist, wie von Michael Lark gewöhnt, denn dessen Herangehensweise vom ersten Band an hätte passender und trefflicher ja auch kaum sein können und entsprechend verwöhnt darf man sich fühlen, wobei sowohl Gaudiano als auch Alexander im großen Ganzen einen durchaus überzeugenden Job machen. Alles in allem also wieder ein Band, den zu lesen sich lohnt und der sämtliche Stärken der Reihe hervorzuheben weiß und zudem noch das Glück hat, dramaturgisch nicht einen einzigen Durchhänger zu haben.

Fazit & Wertung:

In Gotham Central 5: Auf Freak-Patrouille schwingt sich die Reihe um die GCPD-Detectives zu alter Größe auf und punktet mit einer ungemein abwechslungsreichen Vielzahl an Geschichten aus der Feder von Greg Rucka und Ed Brubaker, derweil die alles überschattende Noir-Atomsphäre vollumfänglich erhalten bleibt, obwohl für weite Teile des Bandes nicht mehr Stamm-Zeichner Michael Lark verantwortlich zeichnet und das Feld stattdessen Stefano Gaudiano und Jason Alexander überlässt.

9 von 10 Detectives des GCPD bei der Arbeit

Gotham Central 5: Auf Freak-Patrouille

  • Detectives des GCPD bei der Arbeit - 9/10
    9/10

Fazit & Wertung:

In Gotham Central 5: Auf Freak-Patrouille schwingt sich die Reihe um die GCPD-Detectives zu alter Größe auf und punktet mit einer ungemein abwechslungsreichen Vielzahl an Geschichten aus der Feder von Greg Rucka und Ed Brubaker, derweil die alles überschattende Noir-Atomsphäre vollumfänglich erhalten bleibt, obwohl für weite Teile des Bandes nicht mehr Stamm-Zeichner Michael Lark verantwortlich zeichnet und das Feld stattdessen Stefano Gaudiano und Jason Alexander überlässt.

9.0/10
Leser-Wertung 0/10 (0 Stimmen)
Sende

Gotham Central 5: Auf Freak-Patrouille ist am 14.03.17 im Panini Verlag erschienen. Hat der Artikel euer Interesse geweckt, dann bestellt doch über den nachfolgenden Link und unterstützt damit das Medienjournal!

%d Bloggern gefällt das: