Review: Doctor Who: Der zehnte Doctor 4 – Das unendliche Lied (Graphic Novel)

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Doctor Who

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Und noch einmal der Doctor, auch, um meine neue Seite zu promoten (siehe Link oben), bevor es dann morgen auch mal wieder um was anderes gehen wird.

Doctor Who
Der zehnte Doctor 4
Das unendliche Lied

Doctor Who – The Tenth Doctor #2.1-2.5, UK 2016, 132 Seiten

Doctor Who: Der zehnte Doctor - Das unendliche Lied | © Panini
© Panini

Autor:
Nick Abadzis
Zeichner:
Elena Casagrande (#2.2-2.5)
Arianna Florean (#2.2-2.3)
Leonardo Romero (2.4-2.5)
Eleonora Carlini (#2.1)

Verlag (D):
Panini Verlag
ISBN:
978-3-741-60445-4

Genre:
Science-Fiction | Fantasy | Abenteuer | Mystery

 

Inhalt:

Noch immer treiben sich Gabby und der Doctor mit Hilfe der TARDIS in Zeit und Raum herum und landen alsbald auf einem Planeten mit wahrhaft verzaubernder Musik, derweil es sie gleichsam bis zu den Anfängen der Menschheit ins Pleistozän verschlagen wird, derweil Gabbys beste Freundin Cindy daheim auf der Erde in Gabbys reich bebilderten Reise-Aufzeichnungen stöbert, bis ihr eine angsteinflößende Wesenheit erscheint, die sie bedrängt, doch zu Cindys Glück sind die Freunde des Doctors nicht weit…

Rezension:

Mit Doctor Who: Der zehnte Doctor 4 – Das unendliche Lied beginnt nun also offiziell das zweite Jahr oder die zweite "Staffel" der Comic-Abenteuer unseres wackeren Timelords in der zehnten Inkarnation und wartet mit gleich drei neuen Geschichten auf, die sich aber auch durchaus durchwachsen präsentieren, was vorrangig wieder einmal daran liegt, dass man in der Kürze der Zeit eben keine ungemein epischen Storylines auf die Beine stellen kann und die Geschichten zudem nur lose miteinander verbunden wirken, was sich aber durchaus zu einem späteren Zeitpunkt noch relativieren könnte. So beginnt der Band mit dem namensgebenden Zweiteiler Das unendliche Lied und wartet dergestalt auch mit ein paar netten Ideen auf, führt er schließlich den Doctor und Gabby zu einem fernen und erfrischend fremdartigen Planeten, eröffnet aber vor allem aber mit einem recht schönen Foreshadowing-Moment, in dem alles verloren scheint, was man natürlich zu keinem Zeitpunkt glaubt, aber dennoch stimmig in die Geschichte hineinführt, in der sich Gabby und ihre künstlerische Ader vor allem wieder einmal gehörig profilieren können.

Ähnlich überzeugend geraten ist das sich anschließende One-Shot Cindy, Cleo and the Magic Sketchbook, das erneut auf Gabbys beste Freundin Cindy zurückgreift, die hier zunächst in deren akribisch geführten Unterlagen blättert und alsbald eine Begegnung der ganz besonderen Art haben wird. So überzeugt die Geschichte als solches durchaus, obwohl Doctor und Begleiterin hier gänzlich durch Abwesenheit glänzen, andersherum aber ist es schade, dass die zuvor begonnene Geschichte nicht weitergesponnen wird, so dass der Bruch zu dem sich wiederum anschießenden zweiten Zweiteiler Medicine Man größer kaum sein könnte, der wiederum in die frühgeschichtliche Epoche der Ära das Homo erectus entführt. Für sich genommen mag das eine schöne Idee sein, doch bin ich schon bei der TV-Serie nicht unbedingt ausgewiesener Fan der historischen Abenteuer des Doctors und wo eine solche TV-Episode noch vieles durch mittelalterliches oder viktorianisches Flair gutzumachen weiß, konnte ich mich mit dem Gedanken des Doctors in der Steinzeit – genauer dem Pleistozän – nicht wirklich anfreunden.

So hat zwar selbst die dritte Geschichte zwar ihre Momente, wirkte in sich aber selten richtig stimmig, derweil der steinzeitliche Begleiter und Führer der beiden die technischen Errungenschaften und die merkwürdige Bekleidung der unerwarteten Besucher für meinen Geschmack viel zu schnell und unbekümmert akzeptiert. Nicht zuletzt aber mündet die Geschichte in einen nur mittelprächtig ausgegorenen Cliffhanger, der doch schon recht weit entfernt ist von den "klassischen" Doctor Who-Abenteuern. Entsprechend wünsche ich mir für die noch folgenden Bände der zweiten Jahresstaffel, dass hier wieder ein wenig mehr Wert auf einen roten Faden gelegt wird und die Geschichten zumindest marginal verbunden werden, was im Fortgang zu dem für mich eher enttäuschenden Steinzeit-Abenteuer ja aber durchaus gegeben sein dürfte.

Summa summarum ist Doctor Who: Der zehnte Doctor 4 – Das unendliche Lied diesmal aber kaum mehr als die Summe seiner Teile, die mal mehr, mal weniger zu gefallen wissen, in dieser Form aber wie ein Sammelsurium bunt zusammengewürfelter Geschichten wirken, die wenig bis kaum etwas miteinander gemein haben. Zeichnerisch gibt sich der Band leider ähnlich durchwachsen, denn neben "Stammzeichnerin" Elena Casagrande, die immerhin die Schirmherrschaft über die meisten der enthaltenen Hefte zu haben scheint, tummeln sichi n Gestalt von Arianna Florean, Leonardo Romero und Eleonora Carlini gleich drei weitere Zeichner in diesem gerade einmal fünf Heftausgaben umfassenden Sammelband, was die Sache eben leider auch optisch nicht wirklich aus einem Guss wirken lässt, wobei zumindest die wieder einmal wunderbar inszenierten Skizzen in Gabbys Tagebuch hervorgehoben und gelobt gehören, so dass ausgerechnet die "Doctor-lite"-Episode des Bandes – das erwähnte One-Shot Cindy, Cleo and the Magic Sketchbook – den mitunter überzeugendsten Part des Bandes offeriert.

Fazit & Wertung:

Der neueste Sammelband Doctor Who: Der zehnte Doctor 4 – Das unendliche Lied, der den Beginn des zweiten Jahres der Comic-Abenteuer mit Gabby Gonzalez markiert, macht einen streckenweise soliden, oft aber auch durchwachsenen Eindruck, weiß in seiner Gänze daher nicht ganz so sehr zu überzeugen, weshalb es sich leider um den bislang schwächsten Vertreter der Reihe handelt, die sich hoffentlich bald wieder mehr auf ihre Stärken besinnt. Schlecht oder gar langweilig wird es mit dem Doctor aber freilich auch diesmal nicht, jammern wir hier schließlich auf gewohnt hohem Niveau.

7 von 10 Reisen quer durch das All und die Zeit

Doctor Who: Der zehnte Doctor 4 - Das unendliche Lied

  • Reisen quer durch das All und die Zeit - 7/10
    7/10

Fazit & Wertung:

Der neueste Sammelband Doctor Who: Der zehnte Doctor 4 – Das unendliche Lied, der den Beginn des zweiten Jahres der Comic-Abenteuer mit Gabby Gonzalez markiert, macht einen streckenweise soliden, oft aber auch durchwachsenen Eindruck, weiß in seiner Gänze daher nicht ganz so sehr zu überzeugen, weshalb es sich leider um den bislang schwächsten Vertreter der Reihe handelt, die sich hoffentlich bald wieder mehr auf ihre Stärken besinnt. Schlecht oder gar langweilig wird es mit dem Doctor aber freilich auch diesmal nicht, jammern wir hier schließlich auf gewohnt hohem Niveau.

7.0/10
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Doctor Who: Der zehnte Doctor 4 – Das unendliche Lied ist am 25.07.17 im Panini Verlag erschienen. Hat der Artikel euer Interesse geweckt, dann bestellt doch über den nachfolgenden Link und unterstützt damit das Medienjournal!

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