Review: Star Wars: Vader Down (Graphic Novel)

Das Star Wars Universum

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Kommen wir heute noch zum ersten Crossover zweier Comic-Serien, bei denen ich zwar immer noch ein wenig hinterherhinke, doch befinde ich mich nun immerhin wieder auf einem guten Weg und freue mich schon – speziell von diesem Band angefixt – auf die weitere Lektüre.

Star Wars:
Vader Down

Star Wars: Vader Down #1-6, USA 2017, 152 Seiten

Star Wars: Vader Down | © Panini
© Panini

Autoren:
Jason Aaron
Kieron Gillen
Zeichner:
Mike Deodato
Salvador Larroca

Verlag (D):
Panini Verlag
ISBN:
978-3-741-60270-2

Genre:
Abenteuer | Science-Fiction | Action

 

Inhalt:

Ausschnitt aus Star Wars: Vader Down | © Panini
© Panini

Auf der Suche nach Antworten bezüglich der Jedi begibt sich Luke Skywalker nach Vrogas Vas, wo sich die Überreste eines alten Jedi-Tempels befinden sollen, doch dank seiner Informationsquellen ist ihm Lord Vader bereits dicht auf den Fersen. Im Orbit über dem Planeten kommt es zur Konfrontation zwischen dem Dunklen Lord der Sith und einer Schar Rebellen-Piloten, die allerdings kaum eine Bedrohung für Vader darstellen, zumindest bis Luke todesmutig einen Zusammenstoß mit Vaders TIE-Bomber herbeiführt, woraufhin beide in Richtung Planetenoberfläche stürzen. Schnell macht die Nachricht die Runde, dass Vader abgestürzt und womöglich verwundbar sei, woraufhin sämtliche Kräfte mobilisiert werden, um das Schreckgespenst des Imperiums unschädlich zu machen, doch noch immer unterschätzen die Rebellen Vaders Fähigkeiten…

Rezension:

Nach Beendigung der Lektüre von Showdown auf dem Schmugglermond und Darth Vader: Schatten und Geheimnisse wurde es allerhöchste Zeit für das erste große Crossover der beiden Comic-Reihen, dass da den wohlklingenden Namen Star Wars: Vader Down trägt und sich – nach einem einleitenden One-Shot gleichen Namens – über beide Heftserien erstreckt hat, die sich hier natürlich wieder dankenswerterweise in gebündelter Form in diesem sechs Einzelhefte umfassenden Trade wiederfinden. Und wie sich das für ein Crossover gehört, wird es tatsächlich regelrecht episch und hätte locker Stoff für einen eigenen Film versprochen, der – wenn auch actionlastiger – sich gut ins Sujet gefügt hätte. So geht Vaders TIE-Bomber dank des beherzten Eingreifens seitens Luke Skywalker – der hier natürlich noch nicht weiß, wer Vader eigentlich ist – auf dem Planeten Vrogas Vas nieder und die Rebellen-Allianz wittert natürlich prompt ihre Chance, die rechte Hand des Imperators zur Strecke zu bringen, woraufhin sämtliche verfügbaren Truppen gebündelt und auf die Oberfläche des weitestgehend unbewohnten und verheerten Planeten geschickt wird.

Ausschnitt aus Star Wars: Vader Down | © Panini
© Panini

So simpel diese Prämisse aber auch sein mag, so spannend ist der Plot von Vader Down, der sich aus dieser Ausgangslage entspinnt, wobei es dem Band sehr zugute kommt, dass hier die beiden Autoren der jeweiligen Serien – Jason Aaron und Kieron Gillen – an Bord sind und das Beste aus beiden Welten zu vereinen wissen, dergestalt eine hochdramatische und packende, über manch humoristische Einlage und im Gegenzug eine gewisse Düsternis nicht verlegene Geschichte inszenieren, die tatsächlich zu packen weiß, obwohl man doch genau weiß, dass Vader mitnichten zur Strecke gebracht, geschweige denn nur ernstlich gefährdet werden wird, denn den Reiz zeiht der Plot vielmehr aus der grundsätzlichen Konfrontation der beiden Parteien, die man so offensiv und energisch bislang kaum zu Gesicht bekommen hat. Gleichsam gelingt es, die "neuen" Figuren mit den bekannten Helden der Film-Saga in Einklang zu bringen und beispielsweise das Zusammentreffen von Han Solo und Dr. Aphra kann sich wirklich sehen lassen, zumal sich keiner der beiden eine Blöße geben muss und die Figuren durchaus auf Augenhöhe agieren.

Dabei ist auch hier wieder auffällig, um wie vieles stärker und mächtiger Darth Vader doch im direkten Vergleich zu seinem filmischen Pendant zu sein scheint, wobei man ja zumindest mit der finalen Szene von Rogue One die Figuren ein wenig anzugleichen versucht hat, doch so sehr es natürlich auch ungefilterte Epicness verströmt, wenn Vader im Alleingang ganze Fliegerstaffeln und Truppenverbände mit einem Handstreich hinwegfegt, lässt sich das eben nicht so hundertprozentig mit dem zwar mächtigen, aber eben nicht dergestalt übermächtigen Sith-Lord in Einklang bringen, den man so kennt. Ihr merkt aber, dass wir hier auch schon wieder Das Terrain des Jammerns auf höchstem Niveau betreten, denn ansonsten ist Vader Down unbestreitbar der vorläufige Höhepunkt der beiden Comic-Reihen und hat mich beinahe restlos zu begeistern gewusst, zumal auch hier die Dialoge wieder sehr dem entsprechen, was man von den Charakteren erwarten würde, was die Sticheleien zwischen Leia und Han beispielsweise umso kurzweiliger macht.

Ausschnitt aus Star Wars: Vader Down | © Panini
© Panini

Meine Begeisterung hat aber auch nicht unmaßgeblich damit zu tun, dass der Darth Vader-Stammzeichner Salvador Larocca hier zu bisheriger Höchstform aufläuft, derweil die der regulären Star Wars-Comic-Reihe zuzuordnenden Hefte von Mike Deodato bebildert worden sind, der einige wahrhaft eindrucksvolle Panels in diesem Band liefert, während sowohl Larocca als auch Deodato mit großformatigen Zeichnungen die Opulenz der großen Crossover-Storyline gekonnt zu betonen wissen. Während ich also sonst gerne und oft bemängele, wenn seitenlang nur Kämpfe ausgefochten werden und kaum gesprochen wird, hat man hier für die Auseinandersetzung zwischen den Rebellen und Vader genau das richtige Maß gefunden und wechselt dank großzügigem Figuren-Ensemble gekonnt von Schauplatz zu Schauplatz, so dass keine Langeweile aufzukommen droht, zumal sich im letzten Drittel des Bandes eine dritte Partei der Fehde anschließen wird, deren Erscheinen bereits auf den letzten Seiten von Darth Vader: Schatten und Geheimnisse angeteasert worden ist.

Fazit & Wertung:

Mit Star Wars: Vader Down inszenieren die beiden Autoren Jason Aaron und Kieron Gillen nicht nur ein überzeugendes Crossover ihrer beider Heftreihen, sondern gleich noch den bisherigen Höhepunkt der Serien, der sich dank Larocca und Deodato auch optisch nicht zu verstecken braucht und in den besten Momenten ungefilterte Epicness verströmt. Für Fans der Comics ein absolutes Muss und selbst Quereinsteiger sollten nach Möglichkeit einen Blick riskieren, denn was hier aufgeboten wird, zählt zu den bisherigen Highlights im "neuen" Kanon.

9 von 10 unerbittlichen Auseinandersetzungen

Star Wars: Vader Down

  • Unerbittliche Auseinandersetzungen - 9/10
    9/10

Fazit & Wertung:

Mit Star Wars: Vader Down inszenieren die beiden Autoren Jason Aaron und Kieron Gillen nicht nur ein überzeugendes Crossover ihrer beider Heftreihen, sondern gleich noch den bisherigen Höhepunkt der Serien, der sich dank Larocca und Deodato auch optisch nicht zu verstecken braucht und in den besten Momenten ungefilterte Epicness verströmt. Für Fans der Comics ein absolutes Muss und selbst Quereinsteiger sollten nach Möglichkeit einen Blick riskieren, denn was hier aufgeboten wird, zählt zu den bisherigen Highlights im "neuen" Kanon.

9.0/10
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Star Wars: Vader Down ist am 25.04.17 im Panini Verlag erschienen. Hat der Artikel euer Interesse geweckt, dann bestellt doch über den nachfolgenden Link und unterstützt damit das Medienjournal!

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