Und da wäre ich wieder mit einer Buch-Kritik der etwas anderen Art und erzähle euch heute von einem weiteren Bildband zu einer meiner liebsten Serien, zu der noch immer einige Reviews ausstehen, wie ich wohl sehr wohl weiß, aber gut, das soll dann wieder ein anderer Thema für einen anderen Tag sein.

Game of Thrones
Die Adelshäuser von Westeros
Staffel 1 – 5

Game of Thrones: The Noble Houses of Westeros, USA 2015, 144 Seiten

Game of Thrones: Die Adelshäuser von Westeros | © Panini
© Panini


Verlag (D):
Panini Books
ISBN:
978-3-833-23168-1

Genre:
Fantasy | Bildband | Sachbuch

Trailer:

 

Inhalt:

In den sieben Königslanden von Westeros wird ein gleichermaßen vielschichtiges wie gefährliches Spiel betrieben. Beteiligt sind die großen Adelshäuser.

Dieses Buch gewährt einen Einblick in die bedeutendsten Häuser, deren ständiger Kampf um die Macht andauert und die Hierarchie des Reiches immer wieder umgestaltet. Es werden Bündnisse geschmiedet, Kriege geführt, Könige ermordet und neue Herrscher gekrönt. Denn im Game of Thrones, in diesem Spiel der Throne, gewinnt man entweder … oder man stirbt.

Rezension:

Ausschnitt aus Game of Thrones: Die Adelshäuser von Westeros | © Panini
© Panini

War ich schon von dem artverwandten Game of Thrones: Im Gedenken nur mäßig begeistert, konnte ich mich doch dennoch nicht zurückhalten, auch bei Game of Thrones: Die Adelshäuser von Westeros einen Blick zu riskieren und zunächst darf ich festhalten, dass dieser Band ungleich stimmiger und sinnvoller wirkt als sein Quasi-Vorgänger, denn auch wenn hier wirklich nur die essentiellen Fakten vertreten sind und man sich keine tiefschürfenden, geschweige denn ausschweifenden Texte erwarten darf, bietet der Band doch einen in sich durchaus stimmigen Überblick zu den Adelshäusern von Westeros, die allesamt den ihnen zustehenden Platz spendiert bekommen und mit recht hilfreichen Stammbäumen versehen sind, wenn man sich auch wundern mag, dass mancherorts ein Bild der entsprechenden Person schuldig geblieben wird, obwohl diese in der Serie aufgetaucht ist, folglich hätte abgebildet werden können.

Das wäre dann auch einer der größten Kritikpunkte wenn man so will, denn auf Konzeptzeichnungen oder künstlerische Ausflüge wird komplett verzichtet, derweil die Auswahl an Szenen und Bildern aus der Serie durchaus gelungen ist, doch hat das eben zur Folge, dass man beispielsweise bei den Lennisters (auch hier bleibt man natürlich der deutschen Übersetzung treu) mit einem Bild von Königsmund vorlieb nehmen muss, wenn dort über den Herrschaftssitz Casterlystein schwadroniert wird. Davon abgesehen wartet jedes der Kapitel mit einer solchen Beschreibung des Hauptsitzes, einem kurzen geschichtlichen Abriss sowie dem angesprochenen Stammbaum auf, um sich dann noch einmal den jeweils wichtigsten Figuren der einzelnen Häuser zu widmen, wobei diesen jeweils nur ein einziger kurzer Absatz spendiert wird, der Informationsgehalt also quasi gen Null tendiert. Zum Stöbern und Schwelgen ist Game of Thrones: Die Adelshäuser von Westeros aber dennoch geeignet, wenn man mancherorts auch das Gefühl hat, hier hätte gründlicher recherchiert werden müssen, denn inhaltliche Fehler bleiben hier nicht aus.

Ausschnitt aus Game of Thrones: Die Adelshäuser von Westeros | © Panini
© Panini

Um sich aber noch einmal einen Überblick über den Werdegang, die Herkunft einiger Figuren zu verschaffen, kann man den Band durchaus zur Hand nehmen, doch stellt sich auch hier wieder die Frage nach der Zielgruppe, denn die eingefleischten Game of Thrones-Fans wissen vermutlich besser als das Buch selbst, welche Person wo zu verorten ist und in welchem Verhältnis sie zu anderen Figuren steht, während den nicht so eingefleischten Fan das Buch eher nicht interessieren würde, zumal sämtliche Texte in Game of Thrones: Die Adelshäuser von Westeros im Grunde eine reine Alibi-Funktion haben, man den Band also auch gleich als Bildband hätte herausbringen können. Als solcher macht der nämlich wie gesagt gar keine schlechte Figur und auch wenn manche Charaktere mehrfach, andere dafür gar nicht enthalten sind – man ausgerechnet bei den Lennisters kein einziges Bild von Jaime findet beispielsweise – macht die Durchsicht doch Freude, zumal einige der Kostüme der Figuren gezeigt werden, was ich doch sehr interessant fand, auch wenn sich mir der thematische Zusammenhang zwischen den Kostümen und dem Oberthema Adelshäuser nicht recht erschließen wollte. Alles in allem ein netter Band, wieder einmal als Mitbringsel für Fans eine recht sichere Wahl und durchaus hochwertig aufgemacht, doch hält sich der Mehrwert in argen Grenzen.

Fazit & Wertung:

Das überwiegend als Bildband zu betrachtende Game of Thrones: Die Adelshäuser von Westeros präsentiert sich in edler Aufmachung und wartet mit einigen wirklich schönen Bildern aus der allseits beliebten HBO-Serie auf, doch der fehlende Tiefgang in den spärlichen Texten und einige ärgerliche Fehler und Auslassungen lassen auch dieses Buch nicht uneingeschränkt empfehlenswert sein.

6 von 10 Schattenwölfen von Winterfell

Game of Thrones: Die Adelshäuser von Westeros

  • Schattenwölfe von Winterfell - 6/10
    6/10

Fazit & Wertung:

Das überwiegend als Bildband zu betrachtende Game of Thrones: Die Adelshäuser von Westeros präsentiert sich in edler Aufmachung und wartet mit einigen wirklich schönen Bildern aus der allseits beliebten HBO-Serie auf, doch der fehlende Tiefgang in den spärlichen Texten und einige ärgerliche Fehler und Auslassungen lassen auch dieses Buch nicht uneingeschränkt empfehlenswert sein.

6.0/10
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Game of Thrones: Die Adelshäuser von Westeros ist am 16.12.15 im Panini Verlag erschienen. Hat der Artikel euer Interesse geweckt, dann bestellt doch über den nachfolgenden Link und unterstützt damit das Medienjournal!