Review: Doctor Who: Der zehnte Doctor 5 – Arena der Angst (Graphic Novel)

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Doctor Who

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Heute habe ich ausnahmsweise mal keine Buch-Kritik im Gepäck, denn vergangene Woche hatte ich ja Urlaub und so konfus sich das auch anhören mag, komme ich natürlich ausgerechnet wenn ich frei habe überhaupt nicht zum Lesen und habe entsprechend nichts, wovon ich jetzt schon wieder erzählen könnte, denn man ist dann ja doch immer irgendwie anderweitig eingespannt, kümmert sich um den Haushalt, trifft sich mit Freunden, treibt sich rum und schläft lange. Jetzt aber, wo langsam wieder der Alltag einkehrt, komme ich dann auch mit dem Lesen wieder hinterher und werde nächste Woche sicherlich wieder Material für eine Rezension vorweisen können.

Doctor Who
Der zehnte Doctor 5
Arena der Angst

Doctor Who – The Tenth Doctor #2.6-2.10, UK 2016, 128 Seiten

Doctor Who: Der zehnte Doctor 5 - Arena der Angst | © Panini
© Panini

Autor:
Nick Abadzis
Zeichner:
Eleonora Carlini (#2.6-2.9)
Elena Casagrande (#2.6-2.7, #2.10)
Iolanda Zanfardino (#2.8-2.9)

Verlag (D):
Panini Verlag
ISBN:
978-3-741-60662-5

Genre:
Science-Fiction | Fantasy | Abenteuer | Mystery

 

Inhalt:

Ohne Erinnerung daran, wie es sie dorthin verschlagen hat, findet sich Cindy Wu gemeinsam mit einigen weiteren Personen in einer merkwürdigen Welt wieder und erinnert sich dunkel daran, einen gewissen Doctor finden zu wollen. Der – andernorts – weiß selbst nicht genau, was ihm widerfahren ist, doch der Doctor wäre nicht der Doctor, käme er nicht alsbald dahinter, wer und warum hier seine Spielchen mit ihnen treibt, denn es scheint, als würden sie sich in einer Art Arena befinden und als würde es der Schirmherr dieses Ortes darauf anlegen, dass seine Gefangenen sich bis zum Tode bekämpfen…

Rezension:

Ich war ja jüngst – und bin es noch – im ziemlichen Doctor Who-Fieber und nachdem ich mit den Abenteuern des zwölften Doctor nun bis zur aktuellsten Ausgabe aufgeschlossen habe, wurde es Zeit, mich wiederum mit Doctor Who: Der zehnte Doctor 5 – Arena der Angst dem jüngst erschienenen Sammelband der Abenteuer von "Zehn&Quot; zu widmen, doch wo letztlich noch pure Euphorie herrschte, folgt nun die Ernüchterung, denn nachdem mich schon der vorangegangene Das unendliche Lied zumindest in der zweiten Hälfte kaum zu packen wusste, hat man es hier mit einer Quasi-Fortsetzung der dortigen Ereignisse zu tun, die zu allem Überfluss auch noch mit einem gehörigen erzählerischen Bruch einhergehen, was sich zwar später im Band erklärt, jedoch nicht darüber hinwegtäuscht, dass der namensgebende Zweiteiler nicht eben innovativ oder großartig überraschend geraten ist und in vielen Motiven und Versatzstücken reichlich redundant daherkommt.

Ausschnitt aus Doctor Who: Der zehnte Doctor - Arena der Angst | © Panini
© Panini

Speziell bei Graphic Novels aber ist es ja natürlich auch so, dass das Auge stets mitisst und nachdem ich jüngst von den letzten Bänden doch ziemlich verwöhnt worden bin, war der Zeichenstil von Eleonora Carlini und Elena Casagrande für mich ein herber Rückschlag, so dass ich mich zwar einerseits über den Gastauftritt von Jack Harkness gefreut habe, ihn aber aufgrund der grobschlächtigen Strichführung und dem doch sehr verfremdeten Stil nicht erkannt hätte, wenn die Sprechblasen mir nicht verraten hätten, dass es sich um den ehemaligen Torchwood-Leiter handelt. Ansonsten wirkt die Story aber leider auch reichlich actionlastig und gleichermaßen konfus, was dem Lesefluss nicht unbedingt zuträglich war. Weitaus besser hat mir da schon The Wishing Well Witch gefallen, ebenfalls ein Zweiteiler, der den Doctor nebst Begleiterinnen zum "Dewbury Paranormal Literary Festival" führt, wo merkwürdige Dinge vor sich gehen, auf die schon der Titel der Geschichte einen ziemlich prägnanten Hinweis gibt. Hier zeichnet erneut Carlini, diesmal zusammen mit Iolanda Zanfardino für die Optik verantwortlich und auch wenn da qualitativ noch merklich Luft nach oben wäre, wartet die Story doch zumindest mit ein paar sehr hübschen Panels auf und wirkt auch dramaturgisch weitaus stringenter, was dahingehend irritierend ist, dass mit Nick Abadzis ein und dieselbe Person sämtliche der enthaltenen Storylines ersonnen hat.

Den Abschluss derweil bildet das One-Shot The Infinite Corridor, das ein wenig wie eine Fingerübung wirkt und ebenfalls eine gewisse Tiefe missen lässt, was ich ja oft schon bei den nur aus einem Heft bestehenden Geschichten bemängelt habe. Nicht zuletzt scheint diese Geschichte für mich aber auch exemplarisch dafür zu stehen, wie schwer ich mich momentan noch damit tue, dass ab diesem Band nicht nur Gabby Gonzalez, sondern nach den Geschehnissen in Arena of Fear auch deren beste Freundin Cindy Wu mit dem Doctor reist, denn so sehr ich es nachvollziehen kann, dass man hier für Abwechslung sorgen sollte, nervt mich Cindys Figur die meiste Zeit schlichtweg mit ihrer übertrieben hysterischen Art, die so gar nicht zu dem passen mag, was sie mittlerweile alles miterlebt hat, aber das mag natürlich auch eine Frage des persönlichen Geschmacks sein.

Ausschnitt aus Doctor Who: Der zehnte Doctor - Arena der Angst | © Panini
© Panini

Sei es wie es will, markiert für mich Doctor Who: Der zehnte Doctor 5 – Arena der Angst den bisherigen Tiefpunkt der Reihe, denn wo mich im Vorgänger zumindest noch das One-Shot und die Titelgeschichte zu überzeugen gewusst haben, wirkt hier jede Geschichte nicht gänzlich ausgereift und oft oberflächlich, was sich selbst bei The Wishing Well Witch, dem überzeugendsten Teil des Bandes bemerkbar macht, denn hier wird gegen Ende noch eine ungemein interessante Brücke zu Gallifrey geschlagen, nur um diesen Ansatz dann nach wenigen Seiten und ohne weiterführende Erklärung im Keim zu ersticken, während die kürzeren Episoden schlichtweg daran kranken, dass sie eben leider am ehesten wie Füllmaterial zwischen den längeren Geschichten wirken und nicht etwa mit einer besonderen Pointe oder dergleichen aufwarten können. Nun, zumindest die letzten drei Seiten des Bandes lassen erkennen, dass man den angerissenen Subplot um Anubis noch nicht völlig vergessen hat und in dem Wissen darum, dass die Qualität der einzelnen Trades hier doch teilweise sehr schwankt, erwarte ich einfach mal gespannt den nächsten Sammelband, der mich dann hoffentlich wieder deutlich mehr wird gefangen nehmen können.

Fazit & Wertung:

Der nunmehr fünfte Sammelband Doctor Who: Der zehnte Doctor 5 – Arena der Angst krankt leider sehr an vielen unausgegorenen und oft oberflächlichen Geschichten, die noch dazu optisch nicht unbedingt vom Hocker hauen, derweil des Doctors neueste Begleiterin Cindy Geschmackssache sein dürfte, mich persönlich aber mehr gestört hat, als dass sie das Team ergänzen würde. Leider eine doch sehr enttäuschende Ansammlung von Geschichten, die allesamt dramaturgisch wie inszenatorisch eindrucksvoller hätten ausfallen können.

5,5 von 10 Reisen quer durch das All und die Zeit

Doctor Who: Der zehnte Doctor 5 – Arena der Angst

  • Reisen quer durch das All und die Zeit - 5.5/10
    5.5/10

Fazit & Wertung:

Der nunmehr fünfte Sammelband Doctor Who: Der zehnte Doctor 5 – Arena der Angst krankt leider sehr an vielen unausgegorenen und oft oberflächlichen Geschichten, die noch dazu optisch nicht unbedingt vom Hocker hauen, derweil des Doctors neueste Begleiterin Cindy Geschmackssache sein dürfte, mich persönlich aber mehr gestört hat, als dass sie das Team ergänzen würde. Leider eine doch sehr enttäuschende Ansammlung von Geschichten, die allesamt dramaturgisch wie inszenatorisch eindrucksvoller hätten ausfallen können.

5.5/10
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Doctor Who: Der zehnte Doctor 5 – Arena der Angst ist am 30.01.18 im Panini Verlag erschienen. Hat der Artikel euer Interesse geweckt, dann bestellt doch über den nachfolgenden Link und unterstützt damit das Medienjournal!

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