Review: Sleeping with Other People (Film)

Okay, Alison Brie allein hat diesen Film nicht retten können, ist aber für einen Großteil der Sympathiepunkte verantwortlich und wirklich schlecht fand ich den Streifen ja auch nicht, nur eben weit weniger überraschend und unkonventionell als erwartet. Nachzulesen in der nun folgenden Film-Kritik.

Sleeping with Other People

Sleeping with Other People, USA 2015, 101 Min.

Sleeping with Other People | © Falcom Media
© Falcom Media

Regisseur:
Leslye Headland
Autor:
Leslye Headland

Main-Cast:
Jason Sudeikis (Jake)
Alison Brie (Lainey)
in weiteren Rollen:
Adam Scott (Matthew)
Jason Mantzoukas (Xander)
Natasha Lyonne (Kara)
Adam Brody (Sam)
Amanda Peet (Paula)

Genre:
Komödie | Romantik | Drama

Trailer:

 

Inhalt:

Szenenbild aus Sleeping with Other People | © Falcom Media
© Falcom Media

Bereits am College lernen sich Lainey und Jake durch einen merkwürdigen Zufall kennen und verbringen prompt eine gemeinsame Nacht miteinander, doch hiernach sollten zwölf Jahre vergehen, bevor sich die beiden erneut begegnen und jeweils mit ihren eigenen Problemen zu kämpfen haben, denn während Jake mit seiner steten Untreue Freundin um Freundin vergrault, ist Laineys jüngste Beziehung ebenfalls durch den Umstand in die Brüche gegangen, dass es sie immer wieder zu ihrem College-Schwarm Matthew zieht, von dem sie regelrecht besessen scheint. Entsprechend stolpern die beiden bei einem Treffen für Sexsüchtige übereinander und kommen ins Gespräch, woraufhin sie sich einigen, gemeinsam nicht ihre üblichen Fehler zu machen und ungeachtet ihrer Vergangenheit eine Freundschaft anzustreben, in der Sex kein Thema ist. Das allerdings erweist sich als gar nicht mal so einfach wie zunächst gedacht…

Rezension:

Zugegeben, Leslye Headlands Sleeping with Other People hatte ich überhaupt nur wegen Alison Brie (Community) auf dem Schirm und Prime sei Dank musste ich nun nicht einmal darauf warten, dass die Blu-ray günstiger wird, um mich dem Streifen widmen zu können, doch sollte sich schnell herausstellen, dass der Film gar nicht mal so anders aufgebaut ist und funktioniert wie andere gängige Romantic Comedies, derweil man ihm anmerkt, dass er das gern wäre. Immerhin erfrischend ist dann doch der Umgang mit dem Thema Sex und hier sind dann auch einige knallige Sprüche in die ansonsten sehr überschaubar nach gängigem Schema inszenierte Handlung gebettet, wobei sowohl Jason Sudeikis (Drinking Buddies) als auch Alison mit ihren teils spleenigen Rollen gehörig Sympathiepunkte sammeln, was den Film letztlich auch davor bewahrt, in der völligen Belanglosigkeit zu versumpfen.

Szenenbild aus Sleeping with Other People | © Falcom Media
© Falcom Media

So sind es hier aber zumindest einmal nicht die üblichen, von außen stammenden Probleme und Konfliktherde, die ein Zusammensein erschweren und bis zuletzt mehr die sich selbst im Wege stehenden Protagonisten, was man immerhin als kleines Novum sehen kann, doch macht das allein eben mitnichten einen guten Film und speziell die Gag-Dichte hätte merklich höher sein können (und müssen), um wirklich zu begeistern, was dahingehend doppelt schade ist, dass Sleeping with Other People ohne Frage seine Momente hat und wirklich teils brüllend komisch sein kann, doch sind das so wenige Szenen, die teils noch im Keim erstickt und abgewürgt werden, dass es eine wahre Schande ist.

So bleiben am Ende letztlich nur der vermeintlich freizügige Umgang mit der eigenen Sexualität und ein paar markige Sprüche, doch stehen dem andere neuere Produktionen auch in kaum etwas nach und trotz der vielen Zweideutigkeiten hat man manchmal das Gefühl, hier würde mit angezogener Handbremse agiert werden, denn so richtig frech, so richtig forsch ist das alles irgendwie auch nicht, was in der Summe einen netten, leichtfüßigen und gut zu konsumierenden Film ergibt, der mit zwei sympathischen Hauptfiguren zu punkten versteht, von dem ansonsten aber nicht viel wird hängenbleiben, zumal die Handlung eben kaum als solche zu bezeichnen ist und das Geschehen die meiste Zeit so vor sich hindümpelt. Immerhin verzichtet man – bei dem Thema eigentlich schon ein Wunder – auf allzu abgedroschene Zoten und auch mancher Dialog weiß wirklich zu gefallen, während ich mich auch sehr über die Rolle von Amanda Peet (Boston Streets) gefreut habe, die ich schon länger nicht mehr gesehen hatte, wohingegen der Rest der Besetzung kaum der Rede wert sein dürfte, freilich aber auch mit reichlich plakativ aufgezogenen Figuren zu kämpfen hat.

Szenenbild aus Sleeping with Other People | © Falcom Media
© Falcom Media

Leider also enttäuschend, was Headland hier mit Sleeping with Other People offeriert, weshalb ich entsprechend froh bin, nicht auch noch Geld in die blaue Scheibe investiert zu haben. Trotz des vielen Gemeckers muss ich aber auch sagen, dass ich meinen Spaß mit dem Film hatte, denn er ist mitnichten schlecht und eigentlich grundsolide inszeniert, nur eben reichlich innovationsarm, meistenteils vorhersehbar und nicht halb so witzig, wie ich es mir gewünscht hätte. Kann man als Freund von Brie und/oder Sudeikis gesehen haben, ebenso gut aber auslassen.

Fazit & Wertung:

Leslye Headland suggeriert mit Sleeping with Other People, eine etwas andere RomCom gedreht haben zu wollen, doch verlässt das Geschehen die weithin bekannten Fahrwasser nur recht selten und ausgerechnet die interessanteren, weil durchaus spaßigen Szenen dürfen meist nicht zur Entfaltung kommen und werden vorzeitig abgebrochen, während man im Grunde immer weiß, warum und in welche Richtung die Chose sich entwickeln wird. Ein Film, weder wirklich schlecht, noch wirklich gut, den man bewusst ignorieren, aber auch ohne falsche Scheu konsumieren kann, wohlwissend, dass die Halbwertzeit der Geschichte in etwa der Länge des Films entspricht.

6 von 10 zaghaften Annäherungsversuchen

Sleeping with Other People

  • Zaghafte Annäherungsversuche - 6/10
    6/10

Fazit & Wertung:

Leslye Headland suggeriert mit Sleeping with Other People, eine etwas andere RomCom gedreht haben zu wollen, doch verlässt das Geschehen die weithin bekannten Fahrwasser nur recht selten und ausgerechnet die interessanteren, weil durchaus spaßigen Szenen dürfen meist nicht zur Entfaltung kommen und werden vorzeitig abgebrochen, während man im Grunde immer weiß, warum und in welche Richtung die Chose sich entwickeln wird. Ein Film, weder wirklich schlecht, noch wirklich gut, den man bewusst ignorieren, aber auch ohne falsche Scheu konsumieren kann, wohlwissend, dass die Halbwertzeit der Geschichte in etwa der Länge des Films entspricht.

6.0/10
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