So, also falls jemand gedacht haben sollte, mit meiner Teilnahme an der wöchentlichen Blogparade wars das für heute, den kann, darf und möchte ich an dieser Stelle nun enttäuschen, denn ich habe ein filmisches Kleinod im Gepäck, das sicher die meisten nicht kennen werden, mich aber schwer zu unterhalten wusste. Und wie man sieht, handelt es sich zudem noch um eine Premiere, denn ihr seht hier die erste Kurzfilm-Kritik des Medienjournals!
The Lord of Catan
The Lord of Catan, USA 2014, 13 Min.
© Hamster Valhalla
Stuart C. Paul
Stuart C. Paul
Amy Acker (Sugar Monkey)
Fran Kranz (Penis)
Komödie | Kurzfilm
Trailer:
Inhalt:
Ein Mann und seine Frau geraten über eine Partie "Die Siedler von Catan" in eine geradezu apokalyptische Rivalität…
© Hamster Valhalla
Rezension:
Bei The Lord of Catan handelt es sich um ein von Stuart C. Paul via Kickstarter realisiertes Kurzfilmprojekt, das mit seinen gerade einmal dreizehn Minuten Spielzeit recht überschaubar geraten ist, innerhalb weniger Minuten und Momente aber auch eine unvergleichliche Eskalation zu skizzieren weiß, deren Auslöser das hierzulande noch weitaus bekanntere Die Siedler von Catan ist, wie ja schon der Titel vermuten lässt, hier allerdings in der App- und nicht Brettspielvariante, was dem Spaß an der Sache aber kaum einen Abbruch tut, wenn ich auch gerne öfters Spielszenen gesehen hätte und nicht nur die zunehmend in Rage geratenen Darsteller, derer es in diesem Film genau zwei gibt, wenn auch der Abspann verlauten lässt, dass das Sheep of Doom von Lotus gespielt worden wäre.
© Hamster Valhalla
Im Grunde ist The Lord of Catan die Film gewordene Visualisierung des "That Escalated Quickly"-Memes und wie ihr euch denken könnt, liegt für mich persönlich ein Großteil des Spaßes darin begründet, dass hier niemand Geringeres als Amy Acker (Angel) und Fran Kranz (Dollhouse, The Cabin in the Woods) für die Rollen von Sugar Monkey und Penis (man wird es während des Films verstehen lernen) übernommen haben und sich wahrhaft die Seele aus dem Leib spielen. So ist The Lord of Catan für mich eine der mitunter unterhaltsamsten Viertelstunden der letzten Jahre gewesen und ich bin heilfroh, schlussendlich die paar Dollar investiert zu haben, um diese einzigartige Chose mein Eigen nennen zu können, die man als Fan von Acker, Kranz und natürlich speziell Catan durchaus gesehen haben sollte.
© Hamster Valhalla
Einzig muss erwähnt werden, weil das selbst einigen Kickstarter-Unterstützern unangenehm aufgestoßen ist, dass The Lord of Catan durchaus zu unflätiger Sprache neigt und hier mit Kraftausdrücken nur so um sich geworfen wird, was mir im Kontext der Erzählung zwar gehörig Spaß bereitet hat und nie unpassend oder überzogen wirkte, aber wer sich von so etwas gestört fühlt, möge einen Bogen um den Kurzfilm machen. Alle anderen werden hoffentlich ebenso wie ich ihre helle Freude an diesem großartigen Projekt haben, was im Grunde exemplarisch dafür steht, was dank Crowdfunding-Seiten wie hier eben dem wohl bekanntesten Vertreter Kickstarter alles möglich ist, denn man merkt deutlich, dass es sich um ein Herzensprojekt handelt, wird während des Genuss der Sichtung aber auch schnell gewahr, dass wohl kein Studio auf die Idee gekommen wäre, für diese absolut unangepasste und eigenwillige Chose auch nur einen Cent locker zu machen. Umso schöner, dass es trotzdem realisiert werden konnte, denn so gelacht habe ich wirklich lange nicht mehr!
The Lord of Catan
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Feilschereien um dringend benötigte Rohstoffe - 8/10
8/10
Fazit & Wertung:
Stuart C. Paul skizziert in The Lord of Catan innerhalb von rund 13 Minuten eine beispiellose Eskalation des bekannten Spiels Die Siedler von Catan und man hätte wohl kaum jemand geeigneteres finden können als hier Amy Acker und Fran Kranz, die mit beispielloser Chemie ein sich in Rage spielendes Pärchen zu geben wissen. Herrlich skurril, abgedreht und bitterböse, wünscht man sich gern mehr solcher einfallsreichen und spleenigen Projekte, denen das investierte Herzblut jederzeit anzumerken ist.
The Lord of Catan ist als DVD und Blu-ray bei Hamster Valhalla erhältlich sowie als Digital Download bei VHX.
Sobald ich auf dem Filmplakat die Namen der beiden Darsteller gelesen habe, wußte ich in der Tat, warum du diesen Kurzfilm rezensierst. :-) Klingt aber in der Tat spaßig (auch wenn ich “Die Siedler von Catan” nie gespielt habe …).
Ja, ist irgendwie ziemlich offensichtlich, nicht wahr!? Man muss auch “Die Siedler von Catan” nicht kennen, um Spaß an dem Streifen zu haben, die Regeln werden sowieso im Film erklärt, aber dann gewinnt die Chose natürlich noch einmal merklich. Habe mich auf jeden Fall richtig gefreut, mir diesen Indie-Kurzfilm “gegönnt” zu haben.