Review: Ich – Einfach unverbesserlich (Film)

Auch heute melde ich mich mit einer neuen Rezension zurück, um einen Schritt weit in Richtung alter Produktivität zu tun und vor allem einfach aus dem Grund, weil ich Zeit und Lust dazu hatte. Wie immer gilt: Viel Spaß!

Ich – Einfach unverbesserlich

Despicable Me, USA 2010, 95 Min.

Ich - Einfach unverbesserlich
Quelle: IMPawards.com

Regisseure:
Pierre Coffin
Chris Renaud
Autoren:
Cinco Paul
Ken Daurio

Main-Cast:
Steve Carell (Gru [Stimme])
in weiteren Rollen:
Miranda Cosgrove (Margo [Stimme])
Dana Gaier (Edith [Stimme])
Elsie Fisher (Agnes [Stimme])
Jason Segel (Vector [Stimme])
Russell Brand (Dr. Nefario [Stimme])
Julie Andrews (Grus Mom [Stimme])
Will Arnett (Mr. Perkins [Stimme])
Kristen Wiig (Miss Hattie [Stimme])

Genre:
Animation | Abenteuer | Komödie

Trailer:

 

Inhalt:

Gru ist DER Superschurke schlechthin und genießt diesen Status in vollen Zügen. Dummerweise macht ihm ein jüngerer, garstiger Schurke namens Vector Konkurrenz, hat dieser doch jüngst die Cheops-Pyramide geraubt. Diese Schmach kann Gru natürlich nicht auf sich sitzen lassen und plant gemeinsam mit seinen zahlreichen Lakaien – den Minions – und Dr. Nefario den Coup seines Lebens: Gru will den Mond schrumpfen und dann vom Firmament stehlen. Um seinen Widersacher Vector auszubooten, benötigt er allerdings die Hilfe der drei Waisenkinder Margo, Edith und Agnes, welche er kurzerhand als Zahnarzt verkleidet adoptiert.

Doch im Laufe der Zeit muss der so herzlose Gru erkennen, dass vielleicht noch andere Dinge zählen könnten im Leben, als nur, der größte Schurke der Welt zu sein.

Rezension:

Mit Ich – Einfach unverbesserlich hat im vergangenen Jahr also auch Universal Pictures ein Animationsspektakel ins Rennen geschickt, um gegen Pixar und DreamWorks ins Feld zu ziehen. Man merkt deutlich, dass hier engagierte und ambitionierte Leute mit Enthusiasmus am Werk waren, denn der Film vereint zahlreiche Stärken und wirkt durchgängig unverbraucht und neu. Das äußert sich einerseits im Konglomerat aus Witz, Gefühl und Action, dezidiert aber auch in skurrilen Charakteren und schrägen Einfällen, großartigen Gags und ganz viel Emotion, die aber nie in den Kitsch abgleitet und wirklich berührt.

Dreh- und Angelpunkt der Geschichte ist hierbei natürlich Superschurke Gru und sein Verhältnis zu den drei Waisen Margo, Edith und Agnes, das sich im Verlauf des Films glaubhaft und unmerklich wandelt und den vormals so bösen Gru zu einer Hundertachtziggradwende veranlasst. Aber auch der Rest der Figuren, allen voran Vector, kann sich sehen lassen und ist mit viel Liebe zum Detail geschaffen worden. Großartige Einfälle und kleine Spitzen wohin man sieht, aber das größte Highlight sind natürlich die Minions, die kleinen gelben Gnubbel, die Gru in jeder Situation hilfreich zur Seite stehen, wenn sie auch nicht unbedingt die klügsten Geschöpfe sind, erobern sie doch die Herzen der Zuschauer im Sturm.

Zu den 3D-Effekten kann ich leider keine Stellung nehmen, beherrscht mein TV die Darstellung der dritten Dimension noch nicht, doch bekommt man einen Eindruck, wie es wirken könnte und welche Szenen speziell darauf ausgerichtet sind, so dass der Film auch bei fehlender Dreidimensionalität extrem plastisch und dadurch dynamisch rüberkommt. Dieser Eindruck wird noch verstärkt durch die vielen tollen Szenen und die mitreißende Geschichte, die dankbarerweise auch ohne jegliche Hänger auskommt. Ich – Einfach unverbesserlich ist damit ein positives Beispiel dafür, wie sich Action-Einlagen und Story die Waage halten können, ohne sich gegenseitig zu behindern.

Schade ist einzig, dass man in der deutschen Fassung natürlich nicht in den Genuss der vielen hochkarätigen Sprecher kommt. Klassischerweise werden diese ja auch nicht durch ihre gängigen Synchronpendants ersetzt, sondern stattdessen mit mehr oder minder bekannten Comedians, Musikern und Schauspielern. Warum im Zuge dessen Gru einen anfangs extrem gewöhnungsbedürftigen Akzent spendiert bekommen hat, bleibt für mich auch fraglich. Gott sei Dank rezensiere ich hier ja aber den Film Ich – Einfach unverbesserlich und nicht dessen deutsche Synchronisation, so dass dieses kleine Manko die Wertung nicht negativ beeinflussen möge. Was bleibt, ist ein durch und durch überzeugender, witziger, unterhaltsamer, einfallsreicher Animationsfilm mit einer tollen Geschichte und viel Gefühl.

Fazit & Wertung:

Ich – Einfach unverbesserlich ist zwar Universals erster Ausflug in die Stammgefilde von Pixar und Konsorten, zeigt aber direkt wie man es macht und steht der „großen“ Konkurrenz in kaum etwas nach.

9 von 10 vollkommen durchgeknallten Minions

Ich - Einfach unverbesserlich

  • Vollkommen durchgeknallte Minions - 9/10
    9/10

Fazit & Wertung:

Ich - Einfach unverbesserlich ist zwar Universals erster Ausflug in die Stammgefilde von Pixar und Konsorten, zeigt aber direkt wie man es macht und steht der „großen“ Konkurrenz in kaum etwas nach.

9.0/10
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